Auslieferungszustand

Hallo,

wird das Arduino-Board mit dem Programm eeprom_clear in den Auslieferungszustand zurückversetzt?
Oder wie wird das gemacht?

Gruß
Thomas

Hallo omthomas - ich glaube, der "Auslieferungszustand" ist das Programm "blink", was Du in der IDE findest und mit dieser auf den Arduino hochladen kannst. Nach dem Hochladen sollte eine LED auf dem Board im Sekundentakt leuchten. Das Programm eeprom_clear löscht nur die ersten 512 Bytes des EEPROMs - was man vielleicht auch machen will, wenn da sensitive Daten drinstehen. Die müßte man dann allerdings erstmal mit Absicht hineingeschrieben haben. Sonst sollte da nur 0xff oder so drinstehen.

Übrigens: das EEPROM des normalen Arduino ist größer als 512 Byte - mit diesem Programm wirst Du also nicht den gesamten Speicherbereich löschen....

  • cpixip

Edit: Ups, ich glaube, ich habe zu langsam getippt! cpixip war schneller. Aber sind wir nicht hilfsbereit...

omthomas:
wird das Arduino-Board mit dem Programm eeprom_clear in den Auslieferungszustand zurückversetzt?
Oder wie wird das gemacht?

Nöh, das Programm löscht nur den EEPROM-Bereich des Microcontrollers, der normalerweise zum Speichern von Daten auch nach Abschalten der Spannungsversorgung verwendet wird (so man ihn überhaupt verwendet).

Was ist für dich der "Auslieferungszustand"? Mein Arduino wurde mit dem vorinstallierten BLINK-Programm ausgeliefert. Das kannst du natürlich über die Arduino-IDE in den ATMega-Chip übertragen. Dann hast du den Auslieferungszustand.

Oder wenn's noch weniger sein soll, kannst du stattdessen das BareMinimum-Programm aus den Arduino-Examples->Basics verwenden. Das tut garnichts (keine Ausgänge setzen, o.ä.)

Und wenn alles weg sein soll inklusive Bootloader (= von vorne bis hinten nur FF im Flash-Speicher) musst du mit einem Hardware-Programmer auf den Controller losgehen. Aber dass muss nun wirklich nicht sein :wink:

Wolfgang

Hallo,

alles klar;
ich habe auch irgendwo gelesen, dass die LED 13 blinken soll beim Arduino.
Das wäre dann der Auslieferungszustand.

Ich habe hier ein Board aus dem Franzis-Lernpaket. Kann es sein, das hier kein
Programm "vorinstalliert" war? Kann sich jemand daran erinnern?

Gruß
Thomas

Thomas - das einzige, was ein "Arduino" installiert haben sollte, ist ein Standard-Bootlader. Der sorgt dafür, dass die IDE den Chip via dem seriellen Interface mit einem neuen Programm beschreiben kann, was dann anschließend gestartet wird. Wann immer Du danach den Arduino einschaltest, wird zunächst ein Reset durchgeführt und anschließend das zuletzt von Dir hochgeladene Programm gestartet.

Wenn Dich das Blinken stört, lade statt dem "Blink"-Beispiel einfach das "BareMinimum"-Beispiel hoch. Dann passiert nach dem Upload oder beim Neustart nichts mehr.

  • cpixip

Vielleicht noch eine grunzsätzliche Info.
Der ATmega hat 3 verschiedene Arten von Speicher, je nach Modell mehr oder weniger:
RAM, Flash und EEProm.
Das EEProm wird standartmäßig nicht verwendet.
Der Inhalt des RAMs geht ohne Spannungsversorgung verloren. Darin werden Variablen die der Controller braucht zB der STACK und Variablen des Sketches gespeichert.
Im Flasch ist der Bootloader ( genaugesagt im oberen Ende) und dar hochgeladene Sketch gespeichert.
Du brauchst einen hochgeladene Sketsch nicht zu löschen sondern Du überschreibst ihn einfach beim hochladen des nächsten Sketches.
Viele Grüße Uwe