Auswertung von FSK-Daten in Wellenform

Hallo zusammen, habe mit Audacity folgende Daten aufgezeichnet:

Dazu habe ich folgenden Empfänger genutzt: http://www.conrad.de/ce/de/product/190300/Aurel-RX-4M50FM60SF-FM-Empfaengermodul-43392-MHz-Baustein-5-VDC/?ref=detview1&rt=detview1&rb=1

Die Daten stammen von folgendem Sender: http://www.infineon.com/dgdl/TDK5110_DS_V1.1.pdf?folderId=db3a30431689f4420116a096e1db033e&fileId=db3a3043191a246301192e318df72b6f

Könnt ihr mir Helfen diese Daten in die Binärform zu übersetzen? Ich habe drei Stellen markiert die mir unklar sind. Bei den ersten beiden ist die Amplitude ziemlich lang, warum? Bei der dritten Stelle, gibt es eine Frequenzänderung, die keine ganze Wellenlänge hält, warum?

LG

Der Sender moduliert nur das Signal auf Hochfrequenz aber erzeugt nicht den Übertragungscode. Ich habe nicht genug daten um Dir etwas zu raten. Grüße Uwe

unicum: Ich habe drei Stellen markiert die mir unklar sind. Bei den ersten beiden ist die Amplitude ziemlich lang, warum?

Überlange Impulse dienen üblicherweise der Synchronisation, bzw. kennzeichnen den Start einer Aussendung.

Deine Aufzeichnung könnte also bestehen aus: - Sync-Impuls, gefolgt von einer Reihe stets gleichlanger "Trainings-Impulse" zum Einregulieren des Empfängers gefolgt von - Sync-Impuls, gefolgt von Daten-Impulsen, in denen die Bits der Nutzdaten codiert sind.

Deine Aufzeichnung sieht irgendwie merkwürdig aus, insbesondere scheint es an Flankensteilheit zu mangeln. Besonders bei den "kurzen" Impulsen ist gar keine Haltedauer auf den Pegeln HIGH und LOW zu erkennen, sondern eigentlich nur eine ansteigende und eine abfallende Flanke. Das ist so eigentlich nicht OK.

Trotzdem könnte man wohl "kurze" und "lange" Impulse unterscheiden, allerdings sollten Dir schon noch einige Informationen zum Übertragungs- und Codierungsverfahren vorliegen. Eine einfache Impulslängencodierung ist es jedenfalls nicht. Sonst wären entweder die High- oder die Low-Impulsdauern stets gleich kurz, und das Bit wäre im entgegengesetzten Pegel des Impulses codiert: ein einfach langer Pegel stünde für ein 0-Bit und ein doppelt langer Pegel für ein 1-Bit, oder umgekehrt.

Bei Dir liegt im Signal allerdings der Fall vor, dass sowohl die LOW-Pegel kurz oder lang sein können, als auch die High-Pegel können entweder kurz oder lang sein. Könnte möglicherweise Manchester-Code zur Codierung der Bits sein: http://de.wikipedia.org/wiki/Manchester-Code (muss aber nicht)

Wenn Du aus den Daten irgendwas sinnvolles herauslesen möchtest, wirst Du wohl ein ausgesprochener Cryptologie-Experte und Codeknacker sein müssen, und außerdem benötigst Du zum Codeknacken wenigstens Hinweise auf das, was da übertragen wird, möglichst den kompletten dechiffrierten Inhalt zu den codierten Aussendungen, und das von etlichen Datensätzen.

Hallo zusammen,

es handelt sich um Daten von einem Drucksensor, genauer gesagt diesem: http://www.silica.com/fileadmin/02_Products/Productdetails/Infineon/IFX_SP30T_DS.pdf.

Ich habe in Audacity mal die Projektfrequenz hochgestellt und jetzt sieht das nicht mehr so Steil aus:

Wie lang muss den so ein Haltepegel sein?

Leider habe ich keine Informationen dazu, außer die Datenblätter und das es FSK auf 433,92 Mhz ist. Ich weiß aber, dass die Datenpakete die ID des Sensors enthaltenmuss. Die ID ist 4 Byte lang und ein Byte hat den Wert 042 oder 043.

Mein Ziel ist es diese Daten auf dem RF22-Shield zu empfangen, dazu muss ich aber, wenn ich mich nicht täusche die Preambel kennen.

Ok die Überlangen impulse dienen zur Synchronisation, was ist aber mit der Stelle die ich jetzt im neuen Bild makiert habe.

Sind diese Empfänger eig. wirklich analog und das ist die modulierte Signalform oder ist das nur deine Soundkarte, die da alle Flanken rundlutscht?

Das ist die Soundkarte angeschlossen an folgenden Empfänger: http://www.conrad.de/ce/de/product/190300/Aurel-RX-4M50FM60SF-FM-Empfaengermodul-43392-MHz-Baustein-5-VDC

Manawyrm: Sind diese Empfänger eig. wirklich analog und das ist die modulierte Signalform oder ist das nur deine Soundkarte, die da alle Flanken rundlutscht?

Frequency Shift Keying bedeutet ein digitales Signal, das auf einem analogen Träger auf-moduliert ist. Die Zustände werden durch Unterschiedliche Frequenzen dargestellt.

Rechteck-Signale sind da schlecht, da das hohe Frequenz-Anteile zur Folge hätte

Es sei denn das soll ein Signal sein, dass schon demoduliert wurde...

unicum:
Wie lang muss den so ein Haltepegel sein?

So, dass beim Empfänger die Decodierung funktioniert.
Das legt der Hersteller fest.
:wink:

unicum:
Ok die Überlangen impulse dienen zur Synchronisation, was ist aber mit der Stelle die ich jetzt im neuen Bild makiert habe.

Was soll damit sein?
Hast Du Dir den Link zur Erläuterung des Manchester-Codes in meinem letzten Beitrag mal angesehen?
Aus meiner Sicht spricht einiges dafür, dass Dein Signal ein mit Manchester-Code codiertes Signal ist.

Was Du da auf Deinem Bild siehst, sind keine “Wellen”, sondern das ist ein Pegel, der zwischen High und Low schwankt, und das mit einem bestimmten Timing.

Beim Manchester-Code ist das Timing des Signals so, dass es im Zeitverlauf des Signals kurze “Highs” und kurze “Lows” gibt, und es gibt (exakt doppelt so lange) lange “Highs” und lange “Lows”.

Die manuelle Manchester-Auswertung Deines Signals habe ich Dir mal in Dein Bild mit roten Strichen eingetragen.

Die Codierung der Daten-Bits steckt beim Manchester-Code immer in den Flankenwechseln;
Flankenwechsel Low-High: 1-Bit
Flankenwechsel High-Low: 0-Bit
(oder genau andersherum, das ist wahlfrei und aus dem Code nicht ersichtlich)

Deine Daten decodiere ich damit zur Bitfolge:

111010100111111101...  (steigende Flanke als 1-Bit interpretiert)
000101011000000010... (fallende Flanke als 1-Bit interpretiert)

Wie wäre es wenn Du mal Infos über die Übertragung der Daten des SP30T einholst zB bei Deinem Verkäufer. Kannst Du den Sensor auslesen wenn Du statt der Sende-Empfangsmodule den Sensor direkt an den Arduino verbindest??? Sind wir sicher daß der integrierte Microcontroller nicht erst programmiert werden muß? (Bei der Suche auf https://www.infineon.com/cms/en/corporate/press/news/releases/2004/131903.html scheint der Microkontroller fest programmmiert zu sein (Maskenprogramierbar) und das Interface also Kundenabhängig).

Auf https://www.infineon.com/dgdl/SP30T_product_brief.pdf?folderId=db3a30431ce5fb52011d52c784e831a5&fileId=db3a30431ce5fb52011d6b88b7166ba4 ist ein Blockschaltbild.

Grüße Uwe

Frequency Shift Keying bedeutet ein digitales Signal, das auf einem analogen Träger auf-moduliert ist. Die Zustände werden durch Unterschiedliche Frequenzen dargestellt.

Ja, der (doch relativ teure) Empfänger spuckt laut Datenblatt TTL-Pegel aus und dekodiert natürlich das FSK schon. Deswegen frag und wundere ich mich ja.

Super vielen Dank jurs. Es ist tatsächlich Manchester und wenn ich eine fallende Flanke als 1 bit interpretiere, sehe ich tatsächlich die ID des Sensors!! :) So nun muss ich mal schauen wo sich der Druck befindet.

Ich habe vermutlich ein grundlegendes Verständnisproblem (gehabt?). Ich habe die obigen Wellen mit den modulierten Wellen verwechselt, aber das demodulieren hat ja der Empfänger schon gemacht. Das heißt diese Wellen sind schon der Bitstream.

Nun will ich diese Daten anstatt mit dem Aurel Empfänger, mit den RF22-Shield empfangen und mit dem CC1101 empfangen. Sind die ersten 16 bit die Preamble oder das Sync-Wort, bzw. wo ist der Unterschied?

LG