unicum:
Ich habe drei Stellen markiert die mir unklar sind. Bei den ersten beiden ist die Amplitude ziemlich lang, warum?
Überlange Impulse dienen üblicherweise der Synchronisation, bzw. kennzeichnen den Start einer Aussendung.
Deine Aufzeichnung könnte also bestehen aus:
- Sync-Impuls, gefolgt von einer Reihe stets gleichlanger "Trainings-Impulse" zum Einregulieren des Empfängers
gefolgt von - Sync-Impuls, gefolgt von Daten-Impulsen, in denen die Bits der Nutzdaten codiert sind.
Deine Aufzeichnung sieht irgendwie merkwürdig aus, insbesondere scheint es an Flankensteilheit zu mangeln. Besonders bei den "kurzen" Impulsen ist gar keine Haltedauer auf den Pegeln HIGH und LOW zu erkennen, sondern eigentlich nur eine ansteigende und eine abfallende Flanke. Das ist so eigentlich nicht OK.
Trotzdem könnte man wohl "kurze" und "lange" Impulse unterscheiden, allerdings sollten Dir schon noch einige Informationen zum Übertragungs- und Codierungsverfahren vorliegen. Eine einfache Impulslängencodierung ist es jedenfalls nicht. Sonst wären entweder die High- oder die Low-Impulsdauern stets gleich kurz, und das Bit wäre im entgegengesetzten Pegel des Impulses codiert: ein einfach langer Pegel stünde für ein 0-Bit und ein doppelt langer Pegel für ein 1-Bit, oder umgekehrt.
Bei Dir liegt im Signal allerdings der Fall vor, dass sowohl die LOW-Pegel kurz oder lang sein können, als auch die High-Pegel können entweder kurz oder lang sein. Könnte möglicherweise Manchester-Code zur Codierung der Bits sein:
(muss aber nicht)
Wenn Du aus den Daten irgendwas sinnvolles herauslesen möchtest, wirst Du wohl ein ausgesprochener Cryptologie-Experte und Codeknacker sein müssen, und außerdem benötigst Du zum Codeknacken wenigstens Hinweise auf das, was da übertragen wird, möglichst den kompletten dechiffrierten Inhalt zu den codierten Aussendungen, und das von etlichen Datensätzen.