Hallo allerseits,
hat von Euch schon jemand den Bodenfeutesensor von "dfrobot" ausprobiert und kann mir sagen,
ob die gemessenen Ergebnisse zufriedenstellen sind ?
Vieleicht einpaar Erfahrungswerte...
Ich arbeite an einer Automatisierten Gartenbewässerung, wo an 6 Stellen die Bodenfeuchte gemessen werden soll und dann dementsprechend Bewässert wird.
Hier der Link: Link
Ich habe im Moment ein sehr ähnliches Projekt - vielleicht können bei Gelegenheit ein paar Erfahrungen austauschen.
Den Sensor habe ich auch gefunden - das Problem ist, dass er die Spannung zwischen den beiden Flächen misst. Daraus ergibt sich zum Einen scheinbar kein besonders genauer Wert, da zum Beispiel Dünger sich auf den Widerstand des zu messenden Erdreichs auswirkt.
Schlimmer ist aber die Tatsache, dass bei diesem Messvorgang ja Elektrolyse betrieben wird - das heißt im Endeffekt, dass sich deine Elektroden mit der Zeit auflösen und mit Dünger, Erde, Dreck (was auch immer - ich habe nicht viel Ahnung von Chemie ) reagieren und früher oder später deine Pflanze vergiften.
Für mich kommt das nicht in Frage - für dich wahrscheinlich auch nicht.
Allerdings bin ich nach vielem Forendurchstöbern auf http://www.dietmar-weisser.de/elektronikprojekte1/analogtechnik/feuchtesensor gestoßen - eine sehr interessante Methode, die ich leider immer noch nur sehr grob verstehe. Trotzdem habe ich mir extra dafür Säure usw. besorgt, um mir eine solche Platine zu ätzen und das Gerät nachzubauen.
Leider steht da sehr wenig Info, weswegen ich momentan versuche, herauszufinden, was ich dann mit dem Output mache oder wie ich den Arduino dazu bringe, die Werte zu interpretieren, ohne meinen geliebten Arduino zu killen. (bzw. ich versuche aus Sicherheitsgründen, rauszufinden, wie ich den output messen kann, ohne meinen Arduino zu benutzen)
Vielleicht kannst du mit der Anleitung und dem Schaltplan mehr anfangen und uns beide ein Stück weiter bringen - das wär klasse!
ich werde demnächst auch einen Bodenfeuchte-Sensor benötigen und habe dazu schon ein paar Überlegungen angestellt.
Könnte man nicht einen Luftfeuchte-Sensor in ein Gefäß stecken das Löcher/Schlitze hat und dieses eingraben?
Dann müsste sich doch die Feuchtigkeit im Boden auch auf die Luftfeuchtigkeit in dem Gefäß übertragen?
Ich werde das auf jeden Fall mal testen um zu sehen wie verlässlich es ist...
Dieses Prinzip wird auch bei sog. "Stechhygrometern" verwendet, das sind spezielle Messgeräte in der Druck- und Papierindustrie, die man in Papierstapel steckt, um Temperatur und rel. Feuchte zu messen. Wenn man einen solchen Sensor in die Erde steckt und dort eine Weile belässt, müsste man allerdings zusätzlich dafür sorgen, dass Dreck, Wasser, Tiere und Wurzeln nicht direkt eindringen können. Also muss man die notwendigen Öffnungen zusätzlich mit einer Membrane, z.B. aus Goretex, verschließen ...
Ich habe einen äquivalenten Sensor wie den von dfrobot von Seeed eingesetzt und war von der Beständigkeit enttäuscht. Nach 2 Wochen war der Kupferbelag von einem Bein komplett weg, galvanisch aufgelöst, bereits nach einer Woche verursachte die Ablösung fehlerhafte Messungen.
Deutlich beständiger sind Hochfrequenz-Bodenfeuchte-Sensoren (z.B. von Vegetronix http://vegetronix.com). Zwei dieser Sensoren sind bei mir in einem ähnlichen Projekt seit mehr als einem halben Jahr im Dauereinsatz, keinerlei Probleme.
Noch genauer sind Systeme, die die Saugspannung im Boden messen (Tensiometer), also wieviel Wasser eine Pflanze aus dem Boden aufnehmen kann. Diese sind aber deutlich teurer und werden z.B. beim Koubachi-Sensor (http://www.koubachi.com) eingesetzt.
qualidat vielen Dank für die Info - das ist auf jeden Fall einen Versuch wert!
Auf der Suche nach einem Luftfeuchtesensor bin ich noch auf sogenannte Betauungssensoren gestoßen - damit müsste man doch zumindest feststellen können, ob die Erde trocken oder feucht ist - kennt sich da jemand genauer aus?
Betauungssensoren sind doch das selbe wie Blattfeuchtesensoren, oder?
Dem Design nach zu Urteilen messen die den Widerstand zwischen Leiterbahnen.
Die kann man bestimmt auch in die Erde stecken, aber das Problem ist hier ja wieder die Elektrolyse und Messungenauigkeiten durch Dünger/Mineralien im Boden.
Wenn man unbedingt über die Leitfähigkeit arbeiten will, dann sollten die Elektroden eine gewisse Haltbarkeit aufweisen. Z.B. die Kohlestäbe aus Batterien sind chemisch sehr resistent. Und dann muss man unbedingt Wechselspannung nehmen, damit kein galvanischer Prozess zustande kommt. Das trägt die Elektroden ab und verändert die Ionenkonzentration in deren Umgebung. Ich weiss im Moment garnicht, ob man die ADC-Pins eines Arduino so im laufenden Betrieb zwischen Messen und Ausgabe umschalten kann. Wenn ja, braucht man zwei Pins, die etwa im Sekundentakt oder auch schneller die Rollen tauschen. Sollte das nicht gehen, dann ein Minirelais oder einen Analogschalter-Chip.
Ich bevorzuge, wie bereits weiter Oben angedeutet "richtige" Sensoren, z.B. den DHT11, in einem Schutzgehäuse hinter einer Luftfeuchte durchlassenden Membrane ...
Wenn ich das nächste mal Zeit habe, werde ich 1. Eine Platine entwickeln, die sich leichter in Blumentöpfe einführen lässt und 2. Dann mit Topf, Erde und Wasser versuchen, einigermaßen verlässliche Werte zu bekommen, anhand derer ich einen möglichst zuverlässigen Standpunkt zum Thema gießen/nicht gießen bekommen kann.
(Mein Plan ist übrigens keine automatische Gießanlage - dem traue ich nicht. Ich sehe da eher etwas wie einen Arduino, der twittert, ob gegossen werden soll)
Genau diese Geräte meine ich, die werden im Produktionsgartenbau und in Baumschulen zur Bodenfeuchte Messung verwendet. das Gerät von Gardena arbeitet über die Temperatur Differenz nicht über die Saugspannung, da weiß ich nicht wie zuverlässig dieses Messverfahren ist.
ich meine so etwas: http://www.mmm-tech.de/de/tensiometer/t2s
Allerdings arbeiten diese Geräte sehr zuverlässig weil sie unabhängig von der Bodenleitfähigkeit sind, die örtlich begrenzt sehr starke Unterschiede aufweisen kann. Im professionellen Gartenbau werden fast immer mehrere von den Geräten in der Fläche sinnvoll verteilt und dann ein Durchschnittswert gebildet.
@panzerdampf
Ich denke das es für deine Anwendung "etwas" überdimensioniert ist ein professionelles Schalttensiometer für 100€+ zu verwenden