Brauche sehr sensiblen Metalldetektor

Hallo zusammen,

es geht darum, in Baumstämmen Metallteile zu finden. In dicken alten Bäumen (Durchmesseser kann schon mal ein Meter und mehr sein) eingewachsene Nägel, Granatsplitter, Zauntürscharniere, usw. findet man besser, bevor man beim XXL Drechseln mit dem Werkzeug daran hängenbleibt.

Meine erste Idee ist ein großer Neodymmangent (ich dachte so an die 300 kg Haftkraft), die Alternative wäre ein Pulsindukionsdetektor mit Spule + Arduino. Spulen kann man ja auf der Drehbank leicht selbst wickeln.

Hat jemand eine Idee, mit welcher (bezahlbaren) Technik man dickes und nasses Holz am besten untersuchen kann?

Hier mal ein vergleichsweise kleines Stück Holz (Olivesche aus Bern) beim Aushöhlen auf einer Geiger Drehbank:

Danke für alle Vorschläge,

Helmuth

Ich mache mal Werbung für ein Südtiroler Unternehmen:
http://microtec.eu/de/catalogue/products/ctlog/

Die bauen unter anderem ein CT für die Analyse von Baumstämmen mit Untersuchung unter anderem auf Metallteile und Analyse bezüglich besten Schnittverlauf. Aber sowas willst Du Dir nicht kaufen.

Mir würde für Dein Problem als erstes ein Röntgenbild einfallen.

Ein einfacher Metalldetektor. Fürs Skannen brauchst Du ja nicht den ganzen Stamm zu durchleuchten sondern nur die äußere Schicht die Du bearbeitest und dann mehrmals wiederholen. Ok Du kannst unter Umständen die Arbeit wegwerfen aber Du machst Dir das Wekzeug nicht kaputt, bze die Verletzungsgefahr durch Metallteile minimiert sich.

Grüße Uwe

Also der Magnet dürfte nur für magnetische Metalle gehen ... ich würde mich auch auf die äußerste Schicht konzentrieren. Da dürfte mit einer Spule was zu reißen sein.Durchleuchten wirst Du wohl legal nicht (günstig, in Erstanschaffung und Unterhaltung) hinkriegen.

Würde nicht schon ein einfaches Schatz-/Metallsuchgerät helfen? Es gibt sie entweder zu kaufen oder Bauanleitung zum Selbstbau.

Wieviele Tesla kann man als Privatmann erzeugen?

Ne, war nur Spaß. Aber beschränkt sich die Suche denn wirklich nur auf das " aussen rum " ?
Wenn der TO von Schrapnell spricht ? Die sind doch sicherlich vom Holz umwachsen - stecken also
tiefer drin.

Stefan

StefanBoth:
Wieviele Tesla kann man als Privatmann erzeugen?

Ne, war nur Spaß. Aber beschränkt sich die Suche denn wirklich nur auf das " aussen rum " ?
Wenn der TO von Schrapnell spricht ? Die sind doch sicherlich vom Holz umwachsen - stecken also
tiefer drin.

Stefan

Ja die stecken dann tiefer drinn aber um das Werkzeug vor den Metallteilen zu schützen braucht es nur eine Kontrolle der äußeren Schichten die öfters nach jedem nennenswerten Abtrag wiederholt werden muß.
Wenn der Stamm generell auf Tauglichkeit für ein Objekt untersucht werden soll dann braucht es eine Kontrolle des ganzen Volumens des Stammes.

Grüße Uwe

Hi,

ein Großteil der Arbeiten erfolgt von innen (wie auch auf dem Bild zu sehen). Man beginnt mit einer Führungsbohrung und arbeitet sich dann von innen nach außen, bis man die gewünschte Wandstärke hat.

Vorher macht man die grobe Formgebung von außen - dabei ist es nicht so schlimm, wenn man etwas hartes findet - das knallt einmal, das Werkzeug kann ausweichen, der Schneidkopf ist kaputt, aber man sieht genau, wo das passiert ist und kann das dann ggf. rauspopeln.

Wirklich gefährlich ist es innen, weil man da mit langem Werkzeugüberhang arbeiten muss und praktisch nichts sieht dabei. Wenn sich da etwas ernsthaft verhakt in einem mehrere hundert kg schweren und schnell rotierenden Holzstück, dann gute Nacht. Wenn man danach noch stehen kann, wird mit Kamera oder Magnet gesucht, wo das Miststück steckt. Wenn gefunden, ist das Loch bis dahin hoffentlich groß genug, dass man schon reinkriechen kann und das rausoperieren. Wenn nein - Feuerholz.

Ein bildgebendes Verfahren wäre natürlich das beste, CT ist wohl unbezahlbar, aber möglicherweise wird in einem Krankenhaus ein Röntgengerät auch mal ausgetauscht - hat man als Nichtradiologe irgendeine Chance da zum Schrottpreis ranzukommen?

Zum Thema Metalldetektor: Ich sehe das so, dass man entweder ein gewaltiges Magnetfeld erzeugen müsste, oder einen sehr sensiblen Signalverstärker bräuchte (oder beides), um den Stamm tatsächlich komplett zu scannen und nicht nur oberflächlich mit geringer Tiefe.

Die genaue Lokalisierbarkeit ist weniger wichtig, als die Info, dass in einem Bereich überhaupt etwas metallisches drin ist.

An Nichteisenmetallen habe ich bisher nur eingewachsenen Aludraht gefunden und den schneidet man problemlos mit weg. Problematisch ist Stahl in allen Varianten.

Möglicherweise wäre es auch ein Ansatz, mit elektromagnetischen Wellen reinzuschauen oder zumindest eine Dämpfung / Reflektion zu messen. Fraglich, ob dass bei genannter Materialdicke mit realisierbarer Sendeleistung zu machen ist. Und nasses Holz allein dämpft ja auch schon enorm.

Beste Grüße und bitte weitermachen mit dem Brainstorming,

Helmuth

Helmuth:
Ein bildgebendes Verfahren wäre natürlich das beste, CT ist wohl unbezahlbar, aber möglicherweise wird in einem Krankenhaus ein Röntgengerät auch mal ausgetauscht - hat man als Nichtradiologe irgendeine Chance da zum Schrottpreis ranzukommen?

Eher nicht. Und betreiben dürfen wirst Du es ohne Qualifikation sowieso nicht. Erst recht nicht gewerblich, denn ich denke mal, Du stellst Dir Deine hohlen Bäume nicht reihenweise in die Wohnung.

Wäre ein Ultraschallverfahren nicht die bessere und einfachere Möglichkeit? Sowas gibt's sicher auch ausgemustert.

Ich beabsichtige nicht, professionell Bäume zu untersuchen, sondern es geht mir um ein Hilfsmittel in meiner Werkstatt auf meinem Privatgrundstück. Dort interessiert ja auch niemanden, ob ich einen Kettensägeschein habe, oder nicht.

Soweit mir bekannt, kann man daheim machen, was man will, solange sichergestellt ist, dass das keine Auswirkungen außerhalb des Grundstücks hat.

Primär interessiert mich gerade die technische Machbarkeit.

Grüße, H.

Wäre ein Ultraschallverfahren nicht die bessere und einfachere Möglichkeit? Sowas gibt's sicher auch ausgemustert.

Gute Idee, aber wie tief kann man damit schauen? Die mir bekannten Geräte (z.B. von vorgeburtlicher Diagnostik) kommen so auf 20 cm innerhalb eines sehr wasserhaltigen menschlichen Körpers...

Funktioniert das auch in Feststoffen?

Gruß, H.

Helmuth:
Funktioniert das auch in Feststoffen?

Natürlich. Ultraschall funktioniert nur nicht durch Gas wie Luft. Deshalb kann man z.B. die Lunge nicht mit Ultraschall untersuchen und im Darm machen Gasblasen Probleme.
Bei den Baumstämmen stelle ich mir die Ankoppelung schwierig vor, da zwischen Schallkopf und Baum keine Luft sein darf. Dafür braucht der Baum eine glatte Oberfläche und man braucht eine Menge Ultraschallgel.

Mal kurz nachgehakt...
warum funktioniert ein Verfahren, welches
auf Magnetismus beruht, nicht bei
Nichteisenmetallen ?
Ein wechselndes Magnetfeld induziert
einen Strom in jedes leitende etwas.
Sonst würde weder Generator noch
Wirbelstrombremse funktionieren.
Ein Strom durchflossener Leiter erzeugt
ein Magnetfeld...
Beim MRT keine Ringe anziehen... :wink:

Bringt uns aber auch nicht weiter...
Man darf "fast" alles auf seinem Grundstück.
Ausser Radioaktives Material horten...
oder den Stadtwerken die Kabel glühen lassen...

Bei Ultraschall ? müsste man nicht vorher wissen,
wie das Material schwingen würde, wäre da kein
Stahl drin, um es dann entdecken zu können, wenn
es drin ist ?

Ist echt ein spannendes Thema... wenn wir ne Lösung
finden, werden wir andere reich !!!

Stefan

2 kurze Anmerkungen:

Man darf "fast" alles auf seinem Grundstück.
Ausser Radioaktives Material horten...

Aber eine Röntgenröhre und eine Hochspannungsquelle vielleicht...

Ist echt ein spannendes Thema... wenn wir ne Lösung
finden, werden wir andere reich !!!

Keine Angst, solche großformatigen Drechselarbeiten finden zwar alle toll, aber sie sind extrem schlecht verkäuflich. Warum? Weil die wenigsten Leute die dazu passende Bude haben.
Eine 2 m Vase in ein durchschnittliches Wohnzimmer zu stellen sieht albern aus - das wirkt dann alles wie Puppenstube in Relation zum Holzobjekt.

Es geht tatsächlich nur um die Nerven und Gesundheit von einem Forenmitglied.

Bis morgen,

Helmuth

Hallo,
Baumstamm und Kiste Bier auf Anhänger laden.
Dann hier hin fahren
Könnt ihr nicht mal? Oh, Danke schön.
Gruß und Spaß dabei
Andreas

Ein bildgebendes Verfahren wäre natürlich das beste, CT ist wohl unbezahlbar, aber möglicherweise wird in einem Krankenhaus ein Röntgengerät auch mal ausgetauscht - hat man als Nichtradiologe irgendeine Chance da zum Schrottpreis ranzukommen?

Beim Ausbau für Schrottverwertung werden die Kabel ziemlich brutal zerschnitten und allerlei hakende Schrauben/Teile mit roher Gewalt extrahiert oder gar einfach irgendwo daneben abgeschnitten. Vom Schrottplatz holen ist zuviel zerstört auch weil Röhre und Generator Sondermüll sind weil Öl drinn ist. Die werden ausgebaut und gesondert entsorgt mit viel Zettelwerk um auch die korrekte Entsorgung zu dokumentieren.
Falls Du auch eine komplette CT bekommen solltest ist der Alteisenwert gewaltig (1-1,5t) Außerdem brauchst Du die Hilfe der Herstellerfirma um das Ding zu installieren und überhaupt zum laufen zu kommen. Ich glaube auch nicht, daß Du 80 kW Drehstromanschluß haben möchtest. und Deine Werkstatt teilweise mit 2mm Blei auskleiden möchtest.

Grüße Uwe

Hallo,
das sollte auch günstiger gehen
Gruß und Spaß
Andreas

Die Dinger dürfen aber nicht an Privatleute verkauft werden. Man hat allenfalls die Chance eine museale Röntgenanlage, die nicht unbrauchbar gemacht wurde, zu bekommen. Im Endeffekt ist das die gleiche Kategorie wie Opas vergessener Revolver aus dem zweiten Weltkrieg. Abgesehen davon brächte man dann auch noch Roentgenfilm in Größe des Baumstamms.

Realistisch sehe ich nur einen möglichst sensiblen Metalldetektor/Schatzsucher oder allenfalls ein antikes Ultraschallgerät.

Soweit mir momentan bekannt, gibt es 3 Konzepte für Metalldetektoren / Schatzsuchgeräte:

A) Puls-Induktionstechnik

Die Puls-Induktionstechnik (PI-Technik) basiert auf dem Prinzip, dass die Suchspule sehr starke und sehr kurze Magnetimpulse aussendet, die in dem metallischen Objekt oder anderen leitfähigen Gegenständen elektrische Ströme erzeugen. Diese Ströme können dann ebenfalls von der Sonde empfangen werden, da sie nach dem Aussenden von Magnetimpulsen auf den Empfang umschaltet.

B) Wechselstrommessung

Im Gegensatz zur Puls-Induktionstechnik, die mit starkem Gleichstrom arbeitet, kommt hierbei Wechselstrom zum Einsatz. Die Sonde sendet durchgehend ein niederfrequentes Wechselstromsignal aus, das in einem Frequenzbereich von um die 10 kHz liegt. Dabei schaltet die Sonde nicht kontinuierlich zwischen Senden und Empfangen um, wie es bei der Pulsmessung der Fall ist, sondern misst durchgehend die empfangenen Signale nach Amplitude und Phasenlage, die im Spektralbereich analysiert werden.

C) 3D-Bodenradar

Hat jemand Erfahrung, bis zu welcher Tiefe die genannten Konzepte brauchbare Ergebnisse liefern? Und in welcher Preisklasse man dann unterwegs ist? Ich finde nirgendwo konkrete Zahlen.

Beste Grüße,

Helmuth

Hallo,
ich glaube, das alles was den HobbyKabelSucher übersteigt, richtig Geld kostet.
So ein Schatzsuchgerät wollte ich mir auch einmal kaufen, bei uns liegt ne Menge rum- wenn Du da etwas
zum ernsthaften und sicheren Gebrauch haben willst, dann kostet das richtig Kohle. 1,5 Riesen sind da kein
Problem.
Ich würde da mal bei Umwelt/Uni-Projekten schauen. Die wühlen doch überall rum- mit selbstgebauter
Elektronik. Schatzsucher haben bestimmt auch was selbstgebautes dabei.
Aber das Fach-Thema halte ich schon für recht sportlich.
Gruß und Spaß
Andreas
SchlauLesen