Bügelperlen-Sortierer | Ideen gesucht

Hallo

heute kam mein Enkelkind mit reiner Riesendose Bügelperlen.
Da kam mir der Gedanke diese automatisch nach Farbe sortieren zu lassen.

Es gibt ca. 23 verschiedene Farben.

Meine 1. Gedanken:

  1. Wie kann ich diese Erkennen sprich die Farbe (Temperatur/Index?) messen.
    Evtl. geht auch eine Unterscheidung per Reflektionslichtschranke.
    Referenzobjekte sind ja vorhanden.

  2. Die Perlen fallen in eine Röhre. Die Unterste kann seitlich wegblasen werden.
    Luftdruck unterscheidet Auffangbehälter.
    oder
    per Klappen wird die weitere Fallrichtung gesteuert.

Vielleicht hat dies schon jemand realisiert oder gute Ideen.

Schöne Grüße
Leopoldi

Es gibt ca. 23 verschiedene Farben.

Sehr anspruchsvoll ! Andere sind stolz auf 5 Farben :wink:

ja versuchs erst mal mit ein paar Farben…

Mir fällt dazu ein Projekt mit M&Ms ein, so daß mir schon wieder das Wasser im Mund zusammenläuft.

Ich würde mit einer Meßreihe zur Unterscheidung der Farben beginnen. Diesen Link zur Anleitung habe ich hier im Forum gefunden.

Die Mechanik wird auch eine Herausforderung die Dinger sind doch wesentlich kleiner als M&Ms, das Separieren wird interessant.

Gruß

ALso ICH würde das so machen:

  • zur Erkennung einen der gängigen RGB-Sensoren ("TLS... irgendwas") am Ende eines transparenten Schlauches bzw. Rohres, wo dann die unterste Perle z.B. mit einer weißen LED durchleuchtet wird

  • die RGB-Farbwerte würde ich nach HSV umrechnen (Formel z.B. bei Wikipedia), weil so auf einfachste Weise Helligkeit und Sättigung rausfallen und du ein "sauberes" Farbsignal zur Unterscheidung bekommst

  • das Ende des Schlauches/Rohres würde ich mit einem Servo über den jeweiligen Auffangbehälter schwenken. Die Idee mit dem Luftdruck klingt sehr innovativ, halte ich aber für nur sehr mühsam umsetzbar

  • was als echte Herausforderung bleibt, ist eine Art Verschluss, der immer nur die letzte Perle rausfallen lässt ...

Scherheinz:
Die Mechanik wird auch eine Herausforderung die Dinger sind doch wesentlich kleiner als M&Ms, das separieren wird interessant.

Und M&Ms schmecken besser ... :slight_smile:

qualidat:
... mit einem Servo ...

Ein Servo kann nur 180°, eventuell auch etwas mehr, nicht aber von 360° nach 0°. Bei 23 Farben + ggf. Füllstation würde ich die vollen 360° nutzen, daher eher einen Schrittmotor verwenden wollen.

Man könnte auch die Behälter hintereinander aufreihen und das ganze verschieben, z.b. mit einem Linearantrieb. Dann kannst du das jederzeit noch erweitern.

Wau,

vielen Dank für die vielen Info´s und Ideen. Die Links muss ich mir mal in Ruhe ansehen.

Die letzte Perle werde ich wohl mit einem Stößel wegschieben, so das diese fallen kann.

Die Rutsch-Richtung nach Farbe könnte ich auch durch eine Art Weichenstellung vorgeben (Flipper).

Besser ist sicherlich eine Richtungsvorgabe der Rutsche per Servo oder Schrittmotor in einen von nebeneinander liegenden Schläuchen.

Jeder Schlauch einer Farbe kann dann der Anwendung entsprechend in ein Behältnis gelegt werden.
Behältnisse von Tasse bis Container sind denkbar :-))

Mal schauen ob ich da irgendwann mal rangehe.

Gruß Leopoldi

Mein Ansatz wäre:

Von einer großen Rüttelplatte auf eine kleinere Platte bestimmte Mengen trennen. Mengentrennung über eine Wiegewiderstand. Dort dann, wenn diese zu nah beieinander sind wiederum mit Rüttelung auseinander bewegen. Später dann mit oben genannten Sensor greifen, oder einen anderen Weg finden.

Rüttelung = Handys ausschlachten oder aber für ein paar Cent bei E*ay kaufen.

Ob das aber funktioniert, insbesondere mit dem Wiegewiderstand: k. A.

Etwas ähnliches beabsichtige ich aber auch zu tun in naher Zukunft.

Gruß,
Stefan

23 Farben ist wirklich viel.

Ob das mit einem billigen Farbsensor überhaupt geht, weiß ich nicht. Hängt auch davon ab, wie homogen die gleichfarbigen Perlen sind.

Ich würde auf jeden Fall für absolut definierte Lichtverhältnisse sorgen, d.h. jedes Umgebungslicht aussperren.

Also Beleuchtung der Perle und Messung des reflektierten Spektrums in einem gekapselten (=dunkelem) Kistchen durchführen.

Durchleuchtung halte ich für unpraktisch, weil man damit vermutlich eher die (variierende) Wandstärke, als die tatsächliche Farbe misst.

Gruß,

Helmuth

edit: Möglicherweise verbessert es die Messergebnisse, die Perle nacheinander mit R,G und B zu beleuchten und zu messen.

Helmuth:
Durchleuchtung halte ich für unpraktisch, weil man damit vermutlich eher die (variierende) Wandstärke, als die tatsächliche Farbe misst.

Denkfehler. Bei unterschiedlich dickem Material ändert sich nicht die Farbe, höchstens Helligkeit und Sättigung. Und die fallen beim Umrechenen nach HSV und der ausschließlichen Auswertung von H raus ... :slight_smile:

Wie verhält es sich beim Durchleuchten wenn eine RGB LED eingesetzt wird?
Durch die Absorption der Wellenlängen dürften sich hier dann 4 unterschiedliche Werte ergeben, die deutlicher zu unterscheiden sein müssten.

Denkfehler. Bei unterschiedlich dickem Material ändert sich nicht die Farbe, höchstens Helligkeit und Sättigung. Und die fallen beim Umrechenen nach HSV und der ausschließlichen Auswertung von H raus …

Fraglich. RGB->HSV ist ein Approximation. Circa 16,78 Millionen Farben mit verschiedener Sättigung und Helligkeit werden auf 256 gesättigte Farben runtergerechnet.

Was glaubst Du, wie exakt die Ergebnisse werden?! Wie stark werden die Messergebnisse von einer Perle rauschen? Wieviele Bit zuverlässige Genauigkeit bleiben von den 10Bit vom ADC? Wie homogen sind die Perlen? U.s.w.
23 Farben sicher unterscheiden zu wollen, ist sportlich.

Theoretisch hast Du Recht, praktisch vermutlich nicht. Du setzt voraus, dass der Sensor linear arbeitet und perfekte monochromatische Filter hat. Beides ist nicht der Fall.

Ich behaupte, in der Praxis führen verschiedene Helligkeiten (Wandstärken) zu einem anderen gemessenem RGB Verhältnis.

Gruß,

Helmuth

Nachtrag: Allerdings würde monochromatisches Durchlicht einen Teil des Problem lösen - also nacheinander mit R, G und B von einer LED durchleuchten und ohne weiteren Filter messen.