DCF77-Empfänger per Pin ausschalten

Hallo liebes Forum!

Ich baue derzeit ein Projekt mit einem DCF-77-Empfänger. Das ist der von Reichelt ( DCF77 MODUL: DCF 77 Empfängermodul bei reichelt elektronik ). Das Modul hat neben einem Pin für die Spannungsversorgung, einem für die Erde und einem für das Signal einen Ein-Aus-Pin.

Laut Datenblatt ist die Schaltung an, wenn man den Ein-Aus-Pin mit der Erde verbindet, und aus, wenn man ihn mit der Versorgungsspannung verbindet.

Soweit ich das verstanden habe, verhält sich ein LOW-Pin wie GND. Also habe ich den Ein-Aus-Pin mit einem Digital-Out-Pin verbunden und den auf LOW gesetzt. Die Schaltung funktioniert, der Empfänger empfängt. Das tut er übrigens auch dann, wenn der Ein-Aus-Pin mit gar nichts verbunden ist.

Aber jetzt kommt das, was ich nicht verstehe: Wenn ich den Pin auf HIGH schalte, dann stört das die Schaltung nicht. Sie läuft einfach weiter. Ich habe sicherheitshalber nachgemessen: Sowohl zwischen Versorgungsspannung und Erde als auch zwischen dem HIGH-Pin und Erde sind 5 V.

Wenn ich den Ein-Aus-Pin direkt mit der Versorgungsspannung überbrücke, geht die Schaltung sofort aus, und es werden keine Daten mehr empfangen.

Warum geht das Ding aus, wenn die 5 V Versorgungsspannung an dem Ein-Aus-Pin anliegen, aber nicht, wenn 5 V eines HIGH-Pins anliegen? Die Spannung ist doch die selbe?!

Ich wäre euch äußerst dankbar, wenn mir das jemand erklären könnte :wink:

GND vom Modul mit GND vom Arduino verbunden?

Na klar, sonst würde es ja nicht laufen, oder?

Evtl. verwendest du ein defektes Kabel oder diese hat keinen guten Kontakt.

wenn ich das Bild bei Reichelt vergrößere, ich sehe "Ein" is mit "GND" verbunden. Is es bei deinem Modul so?
das heißt, wenn du selbst überbrückst, machst du Kurzschluss und alles geht aus. Aber wenn µC das macht, dann nur sein pin wird überlastet und geht kaputt, ohne dass es irgendwo merkbar wird.

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Ein Kontaktproblem kann es eigentlich nicht sein. Wenn ich das selbe Kabel im Betrieb zwischen den HIGH-Pin und Ein/Aus stecke, passiert nichts. Wenn ich es zwischen die Versorgungsspannung und Ein/Aus stecke, geht die Schaltung aus.

Die Platine sieht ein bisschen anders aus, aber wenn ich zwischen Ein/Aus und GND messe, dann bekomme ich 0 Ohm bzw. Durchgang – die sind tatsächlich gebrückt?!

Oha, die schreiben in ihrem Datenblatt nach „Der Empfänger kann über einen ‚Power-ON‘-Eingang‘ vom Mikrocontroller ein- und ausgeschaltet werden.“ tatsächlich „Bei Bedarf kann diese Funktion nachträglich aktiviert werden“ :see_no_evil:

Vermutlich muss man da eine Unterbrechung machen oder so?! Na zum Glück hab ich nicht zu lang rumprobiert, sonst hätte ich vermutlich tatsächlich den Mikrocontroller geschrottet zwecks Kurzschluss!

Welches Bild ?
Ich sehe da keine Verbindung.

Sorry, du hast Recht. Am Schriftzug "47NF".

mach ein Foto


Ich geh mal davon aus, dass man das messingfarbene Dings unterbrechen müsste …

Das sehe ich auch so.
Und gut das kolaha so gute Augen hat. :wink:

Ich gehe stark davon aus, dass die mein Board vorm Durchbrennen gerettet haben :sweat_smile:

Na klasse, die Telefonnummer, wo man laut Datenblatt diesbezüglich nachfragen soll, ist nicht (mehr?) vergeben. Ich hab mal ne E-Mail geschrieben. Hoffentlich an die richtige Firma und die richtige Adresse.

Gut, davon ausgegangen, dass der Pin so funktioniert, wie er soll – was ist das beste Vorgehen? Der Stromverbrauch ist ja scheinbar sehr gering, < 100 µA.

Ich habe gelesen, dass man ein Modul nicht mit einem Digital-Out-Pin versorgen sollte. Funktionieren tut es aber einwandfrei, wenn die Spannung von einem Out-Pin kommt. So kann man das Ding natürlich am einfachsten ein- und ausschalten. 5 V verträgt es ja laut Datenblatt.

Oder hängt man es an die 5-V- bzw. 3,3-V-Pins, die vom Netzteil kommen? Würde das Modul (wenn der PON-Pin geht) auch dann ausschalten, wenn es mit 3,3 V betrieben wird, da aber 5 V von einem Out-Pin anliegen? Oder schaltet man es mit einem Transistor ein und aus?

Oder lohnt es sich bei dem geringen Stromverbrauch überhaupt, das Ding auszuschalten?

Was meint ihr?

Warum willst du das Modul spannungslos machen ?
Du möchtest doch möglichst "immer" eine genaue Zeit haben. Und ja, bei dem geringen Strom macht das keinen Sinn, der Arduino braucht da selbst mehr Strom.

Das kann man schon machen, hängt aber immer vom Strom ab. Die Pins sollten nie überlastet werden. Ein Uno z.B. kann nur 20 mA (absolutes Maximum 40 mA) liefern.

Ich dachte mir, es reicht ja, wenn die Uhr ein Mal pro Stunde synchronisiere. Ich brauche ja eigentlich nicht ein Mal pro Minute die aktuelle Zeit.

Na das sollte ja dann bei weniger als 100 µA kein Problem sein.

Richtig, ist es auch nicht. Und mit 100 µA verbraucht der auch deutlich weniger, als der Rest, also macht das Abschalten keinen Sinn. Und bedenke, das Synchronisieren mit dem DCF dauert auch noch einige Zeit.

Na gut, dann kann ich ja das Teil aber auch gleich an die 3V3 vom Netzteil hängen. Dann fahr ich es zumindest nicht am Limit.

Wieso 3,3V, wenn du 5V am Arduino hast. Oder meinst du die 3,3V vom Arduino ?

Ich meine die 3,3 V vom Arduino. Die beiden 5-V- und 3,3-V-Pins liefern doch – nicht steuerbar – den Strom vom Netzteil bzw. von der externen Spannungsversorgung, oder?

Ja, das ist richtig und funktioniert auch so.
Das sollte dann auch am DCF Empfänger funktionieren.
Ich würde aber prüfen, ob es Einfluss auf die Empfangsleistung (Empfindlichkeit) hat.