Digitalausgänge stören Auslesung der Dallas-Sensoren

Hallo, brauche dringend einen Tipp zur Lösung des folgenden Problems:

Ich verwende eine Due zur Steuerung meiner Solaranlage, Heizung, Kamin und Pufferspeichers.

Es sind 2 Sensorkreisläufe(Pin 2 und 9) mit insgeamt 25 Sensoren angeschlossen. Pumpen und Magnetventile werden über die Digitalpins 28,30,32,34,36,38,40,42,44 mit Hilfe der in der Bucht erhältlichen Relaisplatinen mit Optokoppler angesteuert. Die Relais werden von einer separaten Spannungsversorgung (5Volt) versorgt und mittels des 3,3 Volt Pegels der IO Pins angesteuert. Gemessener Signalstrom 1,4 mA.

Die Temperaturmessung erfolgen alle 10 Sekunden und funktionieren einwandfrei !!!

ABER,

sobald mehrere Relais geschaltet sind , sind 70 % der Messungen Müll. 1-2 relais stellen noch kein gr0ßes Problem dar, je mehr Relais geschaltet sind um so schlechter die Temperaturmessungen.

Auch die Messung der Abgastemperatur des wassergeführten Kamins (mittels Spannungsteiler und PT100) über einen Analogeingang wird umso schlechter je mehr Relais geschaltet sind.

Meiner ursprünglichen Vermutung das die 3,3 Volt zusammen brechen widerspricht aber die Messung des Signalstromes von 1,4 mA für die Relais.

Herzlichen Dank für jede qualifizierte Hilfe.

Gerd

Hm, ohne uns noch etwas detaillierter deinen Aufbau zu beschreiben, ist das Stochern im Nebel. - treten die Störungen auf, wenn NUR die Relais schalten, oder erst, wenn auch Verbraucher an den Relais hängen? Ist unter den Verbrauchern auch eine mittels Frequenzumrichter gesteuerte Pumpe? Wie werden die Dallas Sensoren gespeist? Über 2 Adern parasitär, oder über 3 Adern? Verwendest du geschirmtes Kabel als Messleitung? Dis gilt besonders für die Leitung zum PT100. An den Analogeingang solltest du noch einen ca. 1 oder 2µF Folienkondensator MKT o.ä. z.B. von Wima setzen. Außerdem solltest du per Software eine Mittelwertbildung über ca. 50 der Analogwerte machen. Ich habe einen Wärmeschrank mit einem LM35 (auch Analogausgang) gemacht und auf's Zehntel Grad stabile Werte durcch diese Maßnahmen. Bei geschirmtem Kabel wird der Schirm nur einseitig auf Masse gelegt, vorzugsweise an der Steuerung. Der Schirm darf nicht zur Stromversorgung mit herangezogen werden. Netzwerkkabel ist recht preiswert und hat eine gute Qualität. Wenn das nicht hilft, versuche dir einen Oszi zu leihen und gehe auf Spurensuche. Guck dir die Signale der Sensoren an und versuche rauszufinden, was da auf 220V Seite stört. Auch auf 220V Seite der Relais sind Snubber (RC-Kombination aus ca. 47 Ohm 1W und 47nF X2 Kondensator) parallel zu jedem genutzten Relaiskontakt nicht von Schaden. Was sich bei SSR's bewährt hat, kann hier nicht falsch sein. Außerdem gibt es so kleine fertige Netzfilter in Blechboxen. Die würde ich mit passendem Strom in die Zuleitung setzen. Ach ja, und die Dallas Sensoren auf 3 adrig 5V, Masse & Signal setzen und weg von der parasitären Versorgung! und jedem Sensor auf 5V und Masse dann noch einen 100nF Kerko und 10µF Elko spendieren. Störungen suchen und abstellen ist zeitaufwendiger, als von Anfang an ein Konzept zu fahren, was umfassend Störungen vorbeugt.

Gruß Gerald

Gerd111: sobald mehrere Relais geschaltet sind , sind 70 % der Messungen Müll.

EMV-Richtlinie nicht beachtet: Link und Link

Du hast womöglich Deine Sensoren an zu lange und ungeschirmte Leitungen angeschlossen, so dass diese Störungen von in der Nähe verlaufenden 230V-Leitungen per "Induktion" auffangen. Wikipedia: Elektromagnetische Induktion

Viele Bus-Systeme mit Logik-Spannungsleveln wie z.B. I2C wurden für die Kommunikation von Schaltungen innerhalb des Gehäuses eines Geräts entwickelt, also für Entfernungen von einigen Zentimetern und sind auf größeren Entfernungen von etlichen Metern nur unter sehr speziellen Bedingungen störungsfrei verwendbar.

Hallo Gerald,

danke für die schnelle Antwort, du hast es zwar nicht direkt getroffen aber mich auf die richtige Spur gebracht. - die Sensoren sind 3 adrig angeschlossen mittels Cat5-Kabel vernünftig abgeschirmt etc. alles korrekt - die Pumpen und Ventile sind alle 12 Volt, daher kann nichts kommen

aber tatsächlich !! hab manuell auf Notstrom (Batterie) umgeschaltet , und siehe da die Messungen sind stabil .

Ursache: Dieses bescheidene China-Schaltnetzteil je mehr Last, umso mehr Pfeifen: hat mich eh gestört. Aber in die Richtung hab ich überhaupt nicht gedacht

Manchmal braucht man eben einen kleinen Schubs in die richtige Richtung.

Vielen herzlichen Dank !!! Gerd