Brauche unbedingt eure Hilfe!
Mit meinem Arduino möchte ich eine Dimmerschaltung zum Dimmen
von richtigen Glühbirnen 230V/60W bauen. Würde dementsprechend
einen Leistungstransistor nehmen, der die Spannung aushält und auch
genügend Strom verträgt. Ist das machbar? Wenn ja, müsste ich an dessen
Kollektor noch einen Widerstand schließen?
Mit einem Transistor ist das nicht machbar da die Lampe mit Wechselstrom versorgt wird. Du kannst zwar den Strom gleichrichten und dann einen Transistor verwenden aber das ist kompliziert da Du die Massen getrennt halten mußt (aus Sicherheitsgründen und weil im PC die Masse geerdet ist) und Du so eine Hilfsspannung für den Transitor brauchst und eine Potentialtrennung mit Optokoppler.
Bei der ersten brauchst Du eine Netzsynchronisaton da der Triac/SSR eine bestimmte Zeit nach dem Nulldurchgang gezündet werden muß.
Bei der zweiten brauchst Du ein SSR oder Optokopler mit Zero Cross (Einschalten bei Nulldurchgang).
Du läßt immer 2 Halbwellen durch und änderst das Verhältnis von durchgeschaltenen Halbwellen zu gesperrten Halbwellen.
Logomaus weiß ( wahrscheinlich ) nicht, was eine Halbwelle ist.
Liegt ja auch nicht in der Arduino-Stoß-Richtung ( Mikro-Controller für Anfänger ).
Außerdem ist der Umgang mit Netzspannung schon etwas gefährlich, wenn auch nicht SOFORT UND ABSOLUT TÖDLICH !!!
Denn dann würde es keine Röhrenradios gegeben haben, und keine Funk-Geräte ( und damit keine Handys ).
Seit Ende der 1990-er Jahre gibt's erst diese EU-Richtlinie, das Netz-Spannung für Amateur-Geräte nicht mehr verwendet werden darf.
Diese brach vielen europäischen Elektronik-Firmen ( und -Zeitschriften ) das Genick.
( Ich habe schon höllische Angst vor 12 Volt - Denn dann bekomme ich schon einen Kabelbrand im Herzschrittmacher ( Nicht selbst gebaut )).
Zum Glück gibt's aber noch keine Vorschrift zum Umgang mit
Wenn der Weg nicht das Ziel ist, dann würde ich einfach einen fertigen Dimmer kaufen und ansteuern
Ich hab' zur Zeit diese Funk-Dimmer rumliegen. Die sollten ziemlich sicher mit meiner RCSwitch Libary laufen.
(Liegen seit einer Woche rum... nur mit eingeschraubten Sicherungen bei Licht rumhantieren ist genauso blöd wie mit ausgedrehten Sicherungen bei Dunkelheit. Hoffe ich komme am Wochenende mal bei Tageslicht dazu.)
Auch wenn es nur Dimmen einer Glühbirne ist. Ist es nicht ganz trivial mit einem Mega. Mann muss sich als erstes um die Netzsynchronisierung kümmern. Ideal ist Timer dafür zu nutzen. Mit zwei Optokoppler beide Nullduchgänge detektieren (neagtive und positive Halbwelle). Dann wird ein Timer mit den enstsprechendn Wert vorbesetzt das der Überlauf mit dem nächsten Nulldruchlauf überinstimmt. Will man jetzt dimmen dann besetzt man den Timer mit einer höheren Zahl vor und erzeugt dann mit dem "vorzeitigen" Überlauf einen Zündimpuls, über eine Triackoppler z.B.MOC3011 für einen Triac (wahlweise Phasenabschnittdimmung oder Phasenanschnitt).
Mit den Halbwellen auslassen (Vollwellensteuerung) bekommst trotz trägheit der Glühlampe unangenehme Effekt (seltsames Flacken zwar kaum Wahrnembar aber störend) den gleichen Effekt bekommst du mit einem SSR den du dann einfach an einen PWM hängst. Am besten schaust du nach AVR-DMX512 Projekten da bekommst du die Impulse für die Hardware und wenn du dann noch ein par Bascom Dateien findest kannst du dir auch ein paar schöne Ansätze für die Software nehmen.
Ich habe mich so auch damit eingelesen. Ich bin gerade an einem DMX512 Dimmer (3Phasig) mit 24 Kanälen zu je 1,5kW aber halt mir 3*Attiny 2313 für jede Phase einen eigenen µC. In der aktullen Elektor ist auch ein Interesantes Projekt mit einem DMX Dimmer (leider auf PIC-Basis) da kann man sich gut inspirieren lassen.
Im "alten" Forum gibt es einen Thread der sich ziemlich intensiv mit der Dimmer Geschichte auseinandersetzt (Nulldurchgangserkennung etc.) - habe den Code in etwas abgewandelter Form in eigenen Projekten eingesetzt
Mann muss sich als erstes um die Netzsynchronisierung kümmern
Das erleichtern einem die Solid-State-Relais doch schon, oder nicht ?
...die schalten zwar immer schön im Nulldurchgang (wenn du welche mit Nulldurchgangserkennung einsetzt) was aber für eine Phasenanschnittsteuerung eher kontraproduktiv ist - du willst ja während einer Halbwelle schalten -> SSR ohne Nulldurchgangserkennung nehmen!
Ja ich komme aus dem Profi-Bereich! Und deswegen lohnt sich ein Selbstbau um mit der Materie noch besser auszukommen und so mancher Verleiher nicht mal eben ein 24 Kanal DimmPack im Keller hat.
Hobby? mit 1,5kW pro Kanal ist wohl nicht Hobby.(36kW Dimmpack) Möchte nur mal gerne Sehen wie du mit normal mitteln eine 24CH Dimmer in 3HE von einem 19"Rack rein bekommst, ohne das die Kiste ein Grill für die anderen Geräte wird !
Bau mal einen "Dimmer" mit einem SSR mit Nulldurchgangserkennung und befeuer den mal mit 400Hz (oder jeder andern beliebigen Frequenz) mit 20% Ontime das wird dir sicher gefallen
Gurkengraeber:
SUI, da du auch aus der Philosophen-Stadt Hamburg kommst, lass uns das doch mal im "Kiez Curry" ( http://www.kiezcurry.de/ ) weiterdiskutieren !
Danke für eure Beiträge! Ja, vielleicht versuche ich
mal die Phasenanschnittsteuerung, bin da nicht ganz
so Profi bei, wird ne Projektarbeit.
Schreib euch dann, falls alles gegrillt wurde
Schau mal hier: www.pcdimmer.de
Habe eine 8-Kanal Version davon im Einsatz, läuft einwandfrei. Läuft laut Erbauer bis mindestens 500Watt pro Kanal (bei mir hängen 1x150W und 3x100W dran).