Diode eingeschaltet oder nicht?

Hallo! Vorweg ich bin was arduino und elektronik angeht ein newbie, also bitte nicht lachen.

Ich hab folgendes Problem: Ich habe einen Funkgong-Empfänger, an dem eine Diode leuchtet (1.9V) und sobald geläutet wird beginnt diese zu blinken. Meine Versuch war vom + der Diode auf den A0 meines Arduino zu fahren, und dort zu prüfen ob sich die Spannung ändert, leider beginnt die Diode heller zu leuchten und die Spannung schwankt aufeinmal von 0 bis 1024 (bei 5V Spannungsreferenz). Wie würde hierfür eine richtige Schaltung ausschauen?

danke littelbig.

Hallo,

hast Du den Arduino nackt auf + der Diode geklemmt und misst 5V? Hast Du ein Multimeter? Misst Du damit auch 5V? Masse vom Gong und Arduino sind verbunden?

Ich vermute, Glaskugelmode ON, das + der Diode klemmt wirklich auf 5V und der begrenzende Widerstand kommt erst danach und dann gehts zu Masse. Dann kannst Du nicht direkt mit dem Arduino messen. Mit Multimeter direkt parallel zur Diode ja.

Wenn es eine reine Reihenschaltung aus

  • ---Diode---Widerstand--- Masse

ist, und + wirklich 5V, dann kannst mittels Arduino nur den Spannungsabfall über dem Widerstand messen. Und dann subtrahieren. Die Differenz bekommt die Diode.

Glaskugelmode OFF

Das ist aber aus der Ferne nur geraten. Wir kennen die Schaltung im Gong nicht.

Edit: Was möchtest Du denn wirklich mit dem Arduino messen? Wenn die LED blinkt, kannst Du nur zwischen 2 Werten etwas messen.

danke für die schnelle antwort...

also am + habe ich 1,9 V.

Wenn die Diode blinkt geht die Spannung nicht ganz zurück, da das Blinken glaube ich zu kurz ist. Ich will nur feststellen ob die spannung unter 1,9 fällt.

Hallo,

Du brauchst keinen weiteren Widerstand. Die Diode hat ihren schon. Bevor wie hier aneinander vorbei reden. Wie hast Du die 1,9V gemessen? Was hast Du wo kontaktiert zum messen?

also ich hab zwischen + und - der diode gemessen.

Hallo,

dann hast Du parallel zur Diode direkt ihre Flussspannung gemessen.

Der Arduino mit seiner eigenen Spannungsversorgung braucht aber eine verbundene Masse zu einer fremden Schaltung. Du kannst und darfst aber nicht einfach den Minusanschluss der Diode für Masse halten und diesen an den Arduino anschließen.

Siehst Du einen richtigen Massepunkt auf dem Gong? Oder zwei richtige Kontakte/Anschlüsse für seine Betriebsspannung? (hat der Netzteil oder Batterie?) Wenn ja, messe mal mit einem Multimeter nach. Wenn Du die echte Masse gefunden hast, messe nochmal von Masse zum - der Diode und von Masse zu + der Diode. Was mißt Du?

Der Gong ist direkt an der Steckdose angesteckt.
Habe jetz zum blauen Kabel gemessen… kann das stimmen?

  • zur masse : 4,5
  • zur masse: ~2,5

Hallo,

welches blaue Kabel? Hoffentlich nicht der Nulleiter von der 230V Wechselspannung?

Ist das ein vergossenes Steckernetzteil? Sonst können die 230V Lebensgefährlich sein!

Was steht alles auf dem Netzteil drauf? Kannste ein Foto machen? Vom Gong gleich mit.

Deine Messung kann so auch nicht stimmen. An Diode + muß mehr sein wie an -.

einmal vorne und hinten

das blaue kabel vor der diode hätte ich für den A0 gedacht.

Snapshot_20140213_3.JPG

Snapshot_20140213_2.JPG

Hallo,

hier, mach mal ganz sachte. An den dicken Kabeln die unten an die Leiterplatte gehen scheint mir Netzspannung zu sein! Hat der Gong ein Steckernetzteil oder ist der direkt an 230V angeschlossen?

Hallo,

wo ist denn das zweite Kabel? Es müssen auch die Massen verbunden werden. Du kannst nicht nur mit einem einzelnen Kabel saubere Werte erhalten.

Zuerst solltest du aber klären, ob der Gong sauber vom 230V-Netz getrennt ist. Sonst ist die Bastelei nicht nur für deinen Arduino lebensgefährlich.

Der Gong hat kein Netzteil. Das Netzteil ist der große helle rechteckige Kondensator unten links.

Dieser Kondensator dient als Vorwiderstand für den Rest der Schaltung. Damit befindet sich die gesamte Schaltung auf Netzpotential. Du hast Glück gehabt den Arduino, den Gong und den PC nicht zu rösten.

Laß die Finger davon!!!!

Grüße Uwe

Theseus: Hallo, wo ist denn das zweite Kabel? Es müssen auch die Massen verbunden werden. Du kannst nicht nur mit einem einzelnen Kabel saubere Werte erhalten.

Ich rate dringend davon ab.

Theseus: Zuerst solltest du aber klären, ob der Gong sauber vom 230V-Netz getrennt ist. Sonst ist die Bastelei nicht nur für deinen Arduino lebensgefährlich.

Die Elektronik des Gongs ist nicht galvanisch von der Netzspannung getrennt. Ein Verbinden irgendeines Punktes der Schaltung mit Masse des Arduino hat im besten Fall ein ansprechen des Fehlstromsicherung im Verteilerschank zur Folge. Andere mögliche Szenarien sind ein kaputter Arduino oder ein kaputter PC.

Grüße Uwe

Man KÖNNTE die Ansteuerung der LED checken, ob genügend Saft für eine zweite zur Verfügung steht. Ggfls. also einfach Vorwiderstand verringern. Dann KÖNNTE man einen Optokoppler einschleifen und FAST ganz gefahrlos das Signal abzapfen.

Aber diesen Hinweis habe ICH nicht gegeben, keine Ahnung wie der hier reinkommt

Klaus_ww: Man KÖNNTE die .... Dann KÖNNTE man...

Aber man SOLLTE unbedingt die Finger von Netzspannung lassen, wenn einem sein Leben lieb ist.

Hallo, da das Ding direkt an 220V hängt, sollte man wissen was man tut. Eine recht gefahrlose Möglichkeit sehe ich: einfach einen Fotowiderstand (LDR) über die LED kleben und den LDR an den Arduino klemmen. Ist man auch potentialfrei ohne in die existierende Schaltung eingreifen zu müssen. Ein Nachteil ist natürlich, daß die Ausswertung auf dem Arduino mit wechselnden Helligkeiten zurechtkommen muß, aber funktionieren tut's. Je nach LDR brauchst Du einen Widerstand für einen Spannungsteiler, Widerstand (geschätzt 10k) gegen plus (Arduino), anderes Ende an LDR und den gegen Minus (Arduino). In der Mitte greifst Du die Spannung ab und mißt die an einem analogen Eingang. MfG Mekanax PS: erinnert mich an die Schulzeit, als ich auch einen LDR mit Knete in die rechte untere Ecke eines Monitors geklebt hab um ohne Eingriff einem Commodore 3032 glaub ich Töne zu entlocken...

guntherb: Aber man SOLLTE unbedingt die Finger von Netzspannung lassen, wenn einem sein Leben lieb ist.

Ich gehöre zur unerschrockenen Sorte ]:D

Jemand, der die Schaltung nicht erkennt, bzw nicht bemerkt daß da direkt mit 230V Netzspannung garbeitet wird und darum ein Arduino nicht direckt verbunden werden kann/darf, hat zuwenig Erfahrung um auf einer Platine mir 230V zu arbeiten. Darum habe ich die Möglichkeit eines Optokopplers nicht aufgezeigt sondern wehement abgeraten etwas zu machen. @Klaus_ww Rechtlich gesehen bist Du meiner Meinung nicht aus dem Schneider indem Du schreibst, daß Du es nicht geschrieben hast. Du hast den Ratschlag gegeben.

Grüße Uwe

Klaus_ww:

guntherb: Aber man SOLLTE unbedingt die Finger von Netzspannung lassen, wenn einem sein Leben lieb ist.

Ich gehöre zur unerschrockenen Sorte ]:D

Von der unerschrockenen Sorte mit dem nötigen Kleingeld den PC jederzeit, mehrmals jährlich auszutauschen? Du reskierst wirklich daß Du 230V AC über Arduino und USB in die 5V Schiene des Netzteils jagst. Das nur mal zum materiellen Schaden an elektronischen Gerät. Gefährdung durch Stromschlag nicht berücksichtigt.

Grüße Uwe

Hallo Uwe,

Du hast ja Recht! Natürlich ist die einfachste Version, optisch das Signal abzugreifen. Ob per LDR oder Phototransistor ist egal. Aber wir diskutieren doch hier eben auch Möglichkeiten, und mein Ansatz mit Optokoppler ist so schlecht nicht. So gut wie alle haben Isolationsspannungen weit jenseits der 1000V, da passiert auf der Sekundärseite nix.

Wer wie welchen Tipp annimmt und ggfls. lebensgefährlich umsetzt wird sicher nicht durch Forumsbeiträge gesteuert. Jeder muss wissen, was er tut. Der TO hat das Gerät ja auch schon geöffnet, kein "nimm bloß die Finger weg" wird ihn davon abhalten können reinzulangen wenn er meint das geht schon.

Grüße Klaus (der Netzspannung nicht auf die leichte Schulter nimmt, aber zumindest weiß was er tut)