Mir ist der Lipo-Akku eines defekten Notebooks zugeflogen. Da ich mich bislang nie mit den Dingern beschäftigen musste, hätte ich gerne Eure Kommentare zu dem, was ich mittels Suchmaschine herausfinden konnte. Ich möchte schließlich nicht meinen Schreibtisch abfackeln.
Eine einzelne Zelle hat 3.7 oder 3.8 Volt, ich habe beide Angaben gefunden.
Geladen wird üblicherweise mit 1C, was bei meinem Akku auf 10 A hinausliefe. Das Steckernetzteil des Notebooks liefert allerdings nur max. 3 A. Weniger darf's demnach wohl auch sein.
Die Ladeschlussspannung beträgt 4,2 Volt.
Überladen ist ebenso zu vermeiden wie Tiefentladung, da der Akku dadurch zerstört wird.
Flache Ladezyklen (häufiges Laden, z.B. damit der Ladezustand immer 80-90 % beträgt) sind besser als erst zu laden, wenn der Akku leergesaugt ist.
Sind mehrere Zellen zusammengeschaltet (ist hierbei egal, ob parallel oder in Serie? Diese Info konnte ich nicht finden), ist durch eine „Balancer-Schaltung“ sicherzustellen, dass die Zellen gleichmäßig geladen werden.
Dass mein Akku aus zwei Zellen besteht stand in den Techn. Daten des Notebooks. Da sich in der Mitte ein „eigener interner Abschnitt“ ertasten lässt, in dem auch die beiden Kabel verschwinden, nehme ich an, dass sich dort bereits eine Balancer-Schaltung befindet.
Ich kann dann wohl einfach mein Labornetzteil auf 1 A Strombegrenzung bei max. 4,2 Volt einstellen und anschließen, richtig? Wichtig ist, dass ich bei Erreichen von 4,2 V das Laden sofort beende.
Wenn die Zellen Parallel liegen, ist kein Ballancer nötig - die Zellen sind definitiv auf gleichem Niveau :).
ABER: NIEMALS unbekannte Zellen parallel klemmen - die Ausgleichströme können (und werden) gigantisch sein, Was zur Überhitzung des Akku führen kann!
Nur Zellen auf gleichem Niveau zusammen bringen - Anpassung der Spannung über Widerstände (wenige Ohm reichen, damit der Strom begrenzt wird) - Diese müssen den Strom auch können - sonst brennen Die ab
In der Reihenschaltung hast Du das Problem, daß Diese auseinander driften - hier greift der Ballancer, Der den Kram entweder gleichmäßig und unterschiedlich lädt, oder einfach die Zelle, Die voll ist, überbrückt (geht wohl in Richtung Z-Diode).
Ob Du wirklich bis an 4,2V heran willst/sollst, ist die Frage - wenn Dein Messgerät zu wenig anzeigt, bist Du schnell drüber.
Blöd ist hier auch, daß das Groh der Lademenge erst im hinteren Bereich rein kommt.
Tipps aus den Tiefen des WWW:
auf feuerfester Unterlage - ein Pflanztopf/Schale aus Ton, Schale zum drauflegen, Topf zum Abdecken
nicht in den Fluchtweg legen - wenn das Zeug hoch geht, ist's Da 'etwas unangenehm'
NIE unbeaufsichtigt laden lassen (... Theorie und Praxis lassen grüßen)
sobald sich der Akku verformt/aufbläht - ist Der kaputt und höchst gefährlich - weg damit!!
sollte der Akku, Gott bewahre, anfangen zu brennen, NIEMALS mit Wasser löschen - trockener Sand ist hier das Löschmittel! (Metallbrand wird mit Sand erstickt)
Lithium reagiert heftig mit Wasser - auch mit Dem, auf Deinen Fingern!!! Das brennt Dir ein Loch in die Hand!!!
... außerdem sind die Rückstände dieses Brandes, Die Sich dann IN Deiner Hand befinden, wenig gesund!
Alles in Allem: Ja, Jeder trägt so eine Bombe tagtäglich mit Sich in der Hosentasche herum, eigentlich ein Wunder, daß man nicht (viel) mehr hört/liest.
MfG
Edit
Siehe auch sprut.de - dieses Mal LiPo (statt des üblichem LCD-Link)
postmaster-ino:
Wenn die Zellen Parallel liegen, ist kein Ballancer nötig - die Zellen sind definitiv auf gleichem Niveau :).
Da ist was dran ...
Ob Du wirklich bis an 4,2V heran willst/sollst, ist die Frage - wenn Dein Messgerät zu wenig anzeigt, bist Du schnell drüber.
Auf dem Akku selbst sind max. 4,35 V angegeben. Insofern mache ich mir keine Sorgen.
Tipps aus den Tiefen des WWW:
...
Danke, da waren auch Sachen dabei, die nirgendwo standen.
Alles in Allem: Ja, Jeder trägt so eine Bombe tagtäglich mit Sich in der Hosentasche herum, eigentlich ein Wunder, daß man nicht (viel) mehr hört/liest.
Mir sind ein paar kurze Videos von explodierenden Akkus für E-Zigaretten in Erinnerung. Mein Respekt vor diesen Dingern kommt nicht von ungefähr.
Bei 3,7V (3,8) ist das nur eine Zelle. Es können intern mehrere Paralellgeschaltet sein aber das kann Dir egal sein. Wenn intern etwas geschützt sein muß dann ist die Elektronik drin. Da nur 2 Kabel herauskommen kannst Du da nicht viel machen.
Ich würde kein Labornetzteil nehmen. Wäre mir zu ungenau.
Würde eher zu einem TP4056 und Emtladeschutz greifen. zB:
Detailierte Beschreibung:
Der lädt zwar nur mit max 1A aber ich glaube Du benutzt den akku auch nur für kleinere Ströme wie Arduinos und nicht als Power Pack für Motore oder LED-Scheinwerfer
ich hatte lange Zeit einen Heidenrespekt vor LiIon und LiPos, dabei sind die technisch gesehen am einfachsten zu laden und zu überwachen. Die Regeln sind einfach: Nie unter 2.5V, nie über 4.2V (oder Datenblatt), max. Entladestrom beachten, und eher gemächlich laden.
Mit 1C zu laden kann schon ein brandgefährlicher Irrtum sein, meine zu letzt gekauften 18650 Zellen haben 3.4Ah, der max. Ladestrom ist aber 2.0A, für Cycle Life werden 1.020A empfohlen. Weniger geht immer!
Die hohen Ladeströme die bei so manchem Gerät angegeben sind, sind keine Forderungen damit der Akku richtig geladen wird, sondern daß es möglichst schnell wieder einsatzfähig ist!
Hallo Gregor,
ich bezweifele mal, dass die im Akkupack parallel liegen. Ich sehe da 2x drei Kabel rauskommen - also vielleicht tatsächlich intern drei mal 3400mAh, um die 10Ah zu erreichen. Da würde ich an dem Stecker mal einzeln messen. Erst im Notebook würde das dann zu einem 1S3P zusammegschaltet. Wenn die Spannungslage der drei rt/sw-Paare um mehr als 10mV voneinander abweicht, ist Vorsicht geboten.
Hast Du Zugriff auf einen LiPo-Lader aus dem Modellbauumfeld? Sowas würde ich dann bevorzugen.
Was die Behandlung von LiPos generell angeht, ist Gerd Gieses Leitfaden für mich immer noch das Maß der Dinge: Lipo Leitfaden-FAQ - Elektromodellflug Infos (dort auch als PDF verfügbar).
wno158:
... Ich sehe da 2x drei Kabel rauskommen - also vielleicht tatsächlich intern drei mal 3400mAh, um die 10Ah zu erreichen. Da würde ich an dem Stecker mal einzeln messen.
Nunja, die Angaben des Herstellers sprechen von zwei Zellen.
Hast Du Zugriff auf einen LiPo-Lader aus dem Modellbauumfeld? Sowas würde ich dann bevorzugen.
Was die Behandlung von LiPos generell angeht, ist Gerd Gieses Leitfaden für mich immer noch das Maß der Dinge: Lipo Leitfaden-FAQ - Elektromodellflug Infos (dort auch als PDF verfügbar).
Danke für die Hinweise! So ein Ding, wie Uwe es erwähnt hat, ist bereits bestellt. Koscht ja kaum was.
Ich würde da sagen das das die Kabel bzw Stecker wegen der Strombelastung paralellgeschaltet sind.
Dies zu kontrollieren braucht man nur die Spannung zwischen den gleichfarbigen Kabeln messen.
Ich würde da sagen das das die Kabel bzw Stecker wegen der Strombelastung paralellgeschaltet sind.
Dies zu kontrollieren braucht man nur die Spannung zwischen den gleichfarbigen Kabeln messen.