Drehgeber an Arduino wie?

Hallo miteinander,

ich habe bei E-Bay mir einen Drehgeber bestellt denn ich in einem anderem Projekt benötige, leider bekomme ich die Teile für das Projekt erst in 6 - 12 Monaten :-(, jetzt würde ich gerne meinen Drehgeber testen ob er denn auch tut :-) und dachte mir denn kann man bestimmt an mein Arduino Mega 2560 anschließen, die Frage ist nur wie?

Mein Arduino: Arduino Mega 2560 Mein Drehgeber

Drehgeber: "WACHENDORFF WDG 58A-5000-ABN-I05-S4" Hersteller: Wachendorff Impulszahl: 5.000 Power supply VDC: 4.75 - 5.5 Output circuit: TTL, RS422 comp., inverted Channels: ABN

connector, M23, 12-pin, axial

ich dachte das man den Drehgeber an das Arduino anschließen kann und denn Seriellen Monitor als Ausgabe nutzen könnte? denn ich habe leider kein Display :-( was meinst Ihr ist das Möglich? ist es sehr Kompliziert? benötige ich extra Teile dafür?

Gruß Mücke

Muecke: was meinst Ihr ist das Möglich? ist es sehr Kompliziert? benötige ich extra Teile dafür?

Wenn Du den Drehgeber nur in bis zu 25 cm Entfernung vom Arduino anschließen möchtest, dann brauchst Du nur zwei oder drei kurze Kabel. An den Digitaleingängen des Arduino kannst Du die eingebauten PullUp-Widerstände aktivieren.

Wenn Du den Drehgeber etwas weiter entfernt anschließen möchtest, brauchst Du entsprechend zwei bis drei längere Kabel und zusätzlich ein bis zwei PullUp-Widerstände von ca. 4,7K Ohm.

Ein Kabel geht an GND. Und dann hast Du die Wahl:

Wenn Du nur einen Impuls pro Umdrehung möchtest, geht das zweite Kabel von einem Digitalpin an den N-Pin des Drehgebers.

Wenn Du viele Impulse pro Umdrehung möchtest, geht das zweite Kabel von einem Digitalpin an den A- oder B- Pin des Drehgebers.

Und wenn Du die genaueste Auswertung benötigst, und auch unterscheiden möchtest, ob Impulse bei Rechts- oder bei Linksdrehung abgegeben werden, benötigst Du zwei Kabel und sowohl den A- als auch den B- Anschluss am Drehgeber.

wow, genau das wollte ich Hören :slight_smile:

Danke, das ist sogar einfacher als gedacht. :slight_smile:

der Drehgeber muss ja mit Strom versorgt werden, das kann ich ja vom Arduino mir holen?
oder sollte ich hier eine Externe Stromversorgung bevorzugen?

ich möchte den Drehgeber nur zum Testen anschließen um zu sehen ob es Funktioniert oder nicht , daher reichen mir die 5 - 10 cm zum Arduino :-).

Wenn ich den Drehgeber bekommen habe (schätze nächste Woche kommt er) melde ich mich noch mal mit einen Anschlussplan und einem Code nicht das ich was kaputt mache an dem Teil wäre sehr schade.

Ein Drehgeber ist im Prinzip nicht viel mehr als zwei Taster, die ein phasenverschobenes Signal ausgeben. Über die Phasenlage kann man dann die Drehrichtung bestimmen. Viel kaputtmachen kann man da nicht.

OK, auch wenn ich nur ein bissen kaut mache wäre das schade.
Dafür das es nur “Taster” sind sind die echt teuer.

ps. Versorgung über das Arduino oder Extern ? (5V)
oder habe ich da was Falsch verstanden? und die Versorgung lauft über den Anschluss A, B und N ?
und ich benötige keine weitere Versorgung des Drehgebers?

Ok, intern ist da schon etwas mehr an Mechanik, aber es nicht so dass da Elektronik drin ist die kaputt gehen kann.

Versorgung gibt es eigentlich nicht. Du schließt zwei Leitungen mit Pullups an und Masse. Der Drehgeber zieht die Leitungen dann auf Low. Wie bei Tastern.

ach so, na dann :-) habe ich ja noch mal Glück ;-) ich bekomme nämlich alles kaputt ungewollt :-(

OK, dann ist mit "Power supply" der Strom auf den Digitalen Pins gemeint die ich an den Drehgeber anschließe :-) verstanden.

Oh warte. Hätte mir vielleicht erst mal den Link ansehen sollen. Ooops.

Das ist ein optischer Encoder. Die Dinger sind intern doch etwas komplizierter :o Und ja, diese Art braucht eine Versorgungsspannung. Kannst du aber vom Arduino nehmen. Sind maximal 70mA laut Datenblatt.

OK dann fasse ich mal zusammen.

ganz grob gesagt sind das Lichtschranken drin die mit Strom versorgt werden müssen. das ist die "Power supply"

Die Kanäle A, B und N sind dann über "Optokopler" mit den Anschlüssen bei mir Arduino verbunden.

Serenifly: Oh warte. Hätte mir vielleicht erst mal den Link ansehen sollen. Ooops.

Das ist ein optischer Encoder. Die Dinger sind intern doch etwas komplizierter :o Und ja, diese Art braucht eine Versorgungsspannung. Kannst du aber vom Arduino nehmen. Sind maximal 70mA laut Datenblatt.

Bitte kontrolliert nochmal genau die Datenblätter und die verbaute Ausgangsoption. http://www.wachendorff-automation.com/shaft-encoder-inkremental-quadrature-optical-synchro-flange-wdg58a.html?tx_pimproducts_pi1 Menureiter "Output circuits" Option I05

Meiner Ansicht brauchst Du wie beschrieben einen AM26LS32 um auf TTL/CMOS Segnale zu kommen. http://www.wachendorff-automation.com/fileadmin/pim/WA/Zeichnungen/Drehgeber/Ausgangsschaltungen/Z_I05-R05-P05-M05_en.jpg

Grüße Uwe

uwefed:

Serenifly: Oh warte. Hätte mir vielleicht erst mal den Link ansehen sollen. Ooops.

Das ist ein optischer Encoder. Die Dinger sind intern doch etwas komplizierter :o Und ja, diese Art braucht eine Versorgungsspannung. Kannst du aber vom Arduino nehmen. Sind maximal 70mA laut Datenblatt.

Bitte kontrolliert nochmal genau die Datenblätter und die verbaute Ausgangsoption. http://www.wachendorff-automation.com/shaft-encoder-inkremental-quadrature-optical-synchro-flange-wdg58a.html?tx_pimproducts_pi1 Menureiter "Output circuits" Option I05

Meiner Ansicht brauchst Du wie beschrieben einen AM26LS32 um auf TTL/CMOS Segnale zu kommen. http://www.wachendorff-automation.com/fileadmin/pim/WA/Zeichnungen/Drehgeber/Ausgangsschaltungen/Z_I05-R05-P05-M05_en.jpg

Grüße Uwe

Jetzt wies ich was du meinst: du meintest auf der Seite den Reiter: Output circuits und dort dann die Option I05 dort ist die Schaltung hinterlegt :-)

die siht ja sehr Komplex aus ich kann da nur nichts erkennen bis auf den Eingang von Externen 4,75 - 5,5 V und ich glaube dann noch den GND gefunden zu haben :-)

sind das zwei Chips die noch angeschlossen werden müssen? oder was ist das genau?

Also für mich der in der Elektrik nicht der Fachmann ist

ich habe den Drehgeber diesen Schalte ich auf den Chip "26LS32" und dann bekomme ich hinter dem Chip das gewünschte RS-422 Signal das ich direkt an das Arduino Mega anschließen kann?

oder ist das andere Dreieck auch noch mal ein Chip? mit der Bezeichnung finde ich bei Conrad und Reichelt leider nichts :-(

Elektrik != Elektronik ;)

Dreiecke sind allgemein Verstärker (obwohl das hier nicht so 100% zutrifft). Die Kringel sollten die Endpunkte der Geräte sein. Das linke Dreieck ist also wahrscheinlich der Ausgangs-Treiber des Drehgebers.

Ich sehe aber nicht wieso man das unbedingt auf RS-422 umsetzten muss und nicht den Drehgeber direkt auswerten könnte. Das einzige besondere was das IC hat und sind die Schmitt-Trigger/Hystere Eingänge.

EDIT: Hier zu RS-442: http://de.wikipedia.org/wiki/RS-422

Wieso wird das da empfohlen? Wegen der Störsicherheit. Solche Drehgeber werden verwendet um schnelle Motoren auszuwerten und dann im industriellen Umfeld. Also hat man erst mal lange Leitungen zwischen Motor und Auswertung und dann dann starke elektromagnetische Störungen.

Deshalb der Bus-Transceiver. Sowie ich das verstehe gibt der Drehgeber aber auch TTL-Pegel aus.

Kann aber sein, dass ich da auch falsch liege! :)

Elektronik :grin: = ja du hast recht :roll_eyes:

OK dann habe ich das so richtig verstanden? (Bild)

Kann mein Arduino Mega die Signale verarbeiten vom Drehgeber oder eher nicht denn der Chip kostet nicht mal einen EUR.
an dem soll es echt nicht Ligen :wink:

Unbenannt.png

Ich bin mit nicht sicher was da genau abgeht.

Da steht bei Output: TTL TTL RS-442 comp.

Aber wenn man dann im Datenblatt schaut heißt es nur "RS-442 (TTL)", also ob das obere eine allgemeine Angabe war und es dann unterschiedliche Typen gibt die spezialisierter sind.

Kann man den Chip direkt an den Arduino anschließen? Wahrscheinlich ja, wenn da ca. 5V raus kommen. Der setzt die RS-442 Pegel glaube ich auf 0-5V um. Meine Erfahrungen auf diesem Gebiet sind eher theoretischer Natur. Jemand anders kann dir da vielleicht besser helfen.

P.S.: Der Chip ist nur das Dreieck. Die Widerstände wären noch als externe Beschaltung nötig. Und das für jedes Signal. Wenn der Drehgeber die Signale A und B hat, haben die jeweils 2 Leitungen (differentielles Signal). Der Transceiver kann 4 Signale verarbeiten. Man geht dann mit 4 Leitungen rein und mit 2 raus.

Und laut Wikipedia ist die Hystere wegen der Pegel-Definition nötig:

Der Bereich zwischen +200 mV und -200 mV ist nicht definiert. Bei vielen Receivern sind diese Schaltschwellen mit einer Hysterese versehen, um die Signalerkennung zu verbessern. Der große Schwellwert ist fertigungsbedingt

Hallo miteinander,

ich habe hier immer noch den Drehgeber "WACHENDORFF WDG 58A-5000-ABN-I05-S4" herumliegen denn ich Testen möchte muss.

ich würde diesen gerne an mein Arduino Mega anbringen und am Drehgeber mit der Hand drehen um zu sehen was dann passiert, leider bin ich mir immer noch nicht sicher wie und was ich wo anschließen muss :-(

kann mir da jemand vom Fach weiterhelfen? denn der hersteller sagt nur das er mir hier keine Unterstützung anbieten möchte.

Hallo,

da sich niemand meldet, will ich es einmal versuchen. Vorab: Ich habe weder mit dem Drehgeber noch mit dem 26LS32 praktische Erfahrung. Mein Versuch ist also ein Schuss ins Blaue. Aber so würde ich es probieren, wenn ich vor Deinem Problem stünde.

Ich habe Dir unten einen Schaltplan angehängt. So würde ich den Drehgeber mal an den 26LS32 (gibt es bei Farnell z.B.) anschließen.

Jetzt mit dem Multimeter-Durchgangsprüfer +5V und GND testen, damit keine direkte Verbindung besteht, ansonsten ist was falsch aufgebaut.

Dann würde ich das ganze über mein Labor-Netzteil mit +5V und GND versorgen. Dabei würde ich mal mit einer Strombegrenzung von sagen wir 10mA anfangen, damit nichts kaputt geht.

Nun mal an einen Ausgang, sagen wir QA, das Oszi anschließen, am Geber drehen und sehen, was sich tut.

Evtl. Strom langsam steigern, bis ca. 70mA, dabei weiter drehen und Oszi beobachten.

Wenn nichts geht, würde ich an G und NOTG mal GND anlegen und wieder testen.

Wenn immer noch nichts geht, mal an G +5V und NOTG GND - testen. Evtl. umtauschen, also an G GND und NOTG +5V.

Ich denke irgendwann würde Dein Drehgeber sich melden.

Evtl. ist der Kondensator zu groß. Ich habe irgendwo mal eine ähnlich Schaltung gesehen, da waren nur 10pF verbaut - was mir aber sehr mickrig vorkommt.

Ich hoffe, das hilft Dir irgendwie weiter.

Gruß,
Ralf

PS: Ich sehe gerade Pin 16 muss noch mit VCC verbunden werden und statt dem MAX3095 kannst Du den 26LS32 verwenden.

Hallo,

Wir nutzen hier bei uns in der Firma auch Wachendorf drehgeben und schließen sie folgendermaßen an:

In:

  • 24V
  • GND

Out:

- A

Wobei A ein Rechtecksignal liefert, welches du direkt auf den Arduino Eingang geben kannst. Bei uns geht er direkt auf den Eingang einer SPS. Der Drehgeben toleriert "5 VDC up to 30 VDC" als Spannungsversorgung, also kannst du auch hier die 5V vom Arduino nutzen.

gloob: Wir nutzen hier bei uns in der Firma auch Wachendorf drehgeben und schließen sie folgendermaßen an:

In:

  • 24V
  • GND

Bist Du sicher, dass das auch für den hier beschriebenen Typ zutrifft? Ich entnehme dem Datenblatt, dass es sowohl Typen gibt, die bis 30V vertragen, als auch Typen, die max. 5,5V vertragen. Hier scheint ein Drehgeber verwendet zu werden, der differenzielle Signale über einen Line-Driver ausgibt. Ich befürchte, 24V würden da was kaputt machen.

Gruß, Ralf

ich kann mich irren da ich mich mit so was nicht wirklich auskenne,
wenn ich die Schaltung anschaue hier:
http://www.wachendorff-automation.de/drehgeber-vollwelle-inkremental-optisch-synchroflansch-wdg58a.html

Ausgangsschaltungen
und dann bei: “bis 5000 I/U”
und dort dann auf: “I05: 4,75 - 5,5 VDC, TTL, RS422 komp., invertiert, mit Frühwarnausgang”

was ist mit dem Schaltbild genau? muss ich den Chip mit einbauen oder nicht?
hier steht wie auch auf dem Drehgeber selbst supply 4.75-5.5 VDC und 70mA
Output: max. 40mA
push-pull

habe mal Bilder von dem teil gemacht.

EDIT: Bild Sichtbar gemacht: (ist doch sch*** wenn man die Bilder nicht sieht in der vorschalte)
P1160238.JPG
P1160238.JPG