Erdung der Arduino-Anschlüsse/-Schnittstellen

Hallo,

ich habe einen DS18B20-Temperatur-Sensor an 3 Adern eines
aufgeschnittenen RJ45-CAT-Kabel gelötet. Für den Anschluss des
RJ45-Steckers an die Pins des Arduino Uno nutze ich einen
Adapter, wo man, mithilfe von Klemmen, Steckbrücken mit einer
RJ45-Buchse verbinden kann.

Soweit alles kein Problem, funktioniert einwandfrei!

Das eigentliche Problem ist:
Wie kann ich die Erdungs-Ader bzw. das Erdungs-Geflecht
im RJ45-Cat-Kabel derart mit dem Arduino-Board verbinden,
sodass die Erdung an das Arduino-Board weiterfließt.
(Zur Vermeidung von Störsignalen, die die Mess-Daten des
Temperatur-Sensors verfälschen könnten)

Ist der dafür der zweite GND-Pin am Arduino-Board geeignet
(der erste GND-Pin wird ja durch eine Ader belegt, die zum
GND-Beinchen am DS18B20-Temperatur-Sensor führt), oder
soll ich garnicht versuchen, den Erdungsteil des RJ45-CAT-Kabel
weiterzuleiten?

Ich habe auch nach einem ähnlichen Thema gesucht (via Google) und kam
auf das hier:

Nur das hilft mir bei meinem Problem wenig weiter.

Ich würde mich um Erklärungen oder Vorschläge sehr freuen.

MfG Salathbar

Verbinde den Schirm einseitig, am Arduino, an GND.

"Erdung" ist das falsche Wort dafür.

Aber "erden" kannst du GND auch.... U.U. ist das sogar sehr sinnvoll.

Aber bitte den Schirm wirklich nur an einer Seite "erden", andernfalls erreichst du genau das Gegenteil.

combie: Aber "erden" kannst du GND auch.... U.U. ist das sogar sehr sinnvoll.

Ist aber auch mit Vorsicht zu genießen falls Ableitströme enstehen, aber ich denke im Heimbetrieb hält es sich in Grenzen :)

Ist aber auch mit Vorsicht zu genießen falls Ableitströme enstehen, ...

:sunglasses: Alles ist besser, als wenn die Ableitströme durch menschliche Körper gehen. 8)

combie: :sunglasses: Alles ist besser, als wenn die Ableitströme durch menschliche Körper gehen. 8)

Das klingt so als würdest du Schirmung als Schutzleiter verwenden... :astonished:

:stuck_out_tongue_closed_eyes: :stuck_out_tongue_closed_eyes: :stuck_out_tongue_closed_eyes: :stuck_out_tongue_closed_eyes:

Der Schirm darf keine Verbindung zu PE haben?

Doch natürlich, ich meinte wenn es außer dem Schirm kein PE gibt, den Schirm dafür zu benutzen :slight_smile:

Hallo,

also das ist sicher ein interessantes Thema.

Grundsätzlich stimme ich zu, Schirm gehört nach alter Lehrbuchregel nur einseitig angeschlossen damit es zu keinen Brummschleifen oder Ausgleichstrom kommt.

Aber: in jeder professionellen strukturierten Verkabelung (Firma, Bürogebäude,...) gibt es unzählige Erdpunkte. Da wird zuerst einmal das Patchfeld im Serverraum massiv geerdet - nicht selten geht dort ein 6mm² PE vom Potentialausgleich direkt zum Schaltschrank. Auf der anderen Seite der Kabel hängen alle möglichen PCs jeweils am Schutzleiter in den verschiedenen Räumen. Dadurch entstehen aber sehr viele Masseschleifen, eigentlich eine sehr unübersichliche Situation weil es ja auch andere Geräte gibt die eben keine Schutzerde haben, z.B. WLAN Router oder IP Telefon. Und dann gibt es noch ungeschirmte Cat.5/6 Kabel die selbstverständlich auch fuktionieren. :confused: :confused: :confused:

Ferner sollte man in Cat.X Leitungen über die paarweise Verdrillung nachdenken. Eigentlich sind es 4 "Paare" und nicht 8 "Drähte". Oder die guten, alten Sternvierer in klassischen Telefonkabeln ;)

Christian

Masseschleifen sind bei analogen Signalen gefährlich da daduch Brummspannungen induktiv eingestreut werden. Bei Audiosignalen sind kleinste Spannungen bereits als Brummen hörbar.

Erdungen in Gebäuden sind baumfürmig aufgebaut. Alle Erdungen in einem Raum sind zusammengeführt.

Brummsignale in digitalen Signale sind meist irrilevant da sie zu klein sind um das digitale Signal zu verfälschen.

Grüße Uwe