Da ich mal wieder mitten in einer Radtourenplanung stecke kam ich natürlich auch wieder auf das Thema GPS-Trackaufzeichnung. Nach Sichtung des derzeitigen Marktes musste ich feststellen, dass die aktuellen Geräte extrem cloudlastig sind und mir zumeist die Bearbeitung und Darstellung meiner Daten über Google-Earth etc. bzw. ausschliesslich MS-Windows-Programme ermöglichen. Das passt aber gar nicht zu meiner persönlichen Datenpolicy. Darum (und weil das Zeugs hier bei mir auf dem Basteltisch liegt) kam ich zu dem Schluss, ich bau mir selber einen GPS-Tracker. Grundsätzlich sehe ich hier keine Probleme und bei den teuflischen Details bin ich noch nicht angekommen.
Momentan stellt sich mir aber die folgende Frage (und damit sind wir endlich auch bein Arduino-Forum-Thema):
Wie schreibe ich optimal im Hinblick auf Stromverbrauch und Kartenhaltbarkeit auf die SD-Karte?
Zum Einen könnte ich extrem speicherplatzsparend programmieren und die Daten im RAM sammeln und diese dann immer in entsprechenden Blöcken auf die Karte schreiben, Also die Datei auf der Karte öffnen und den Datenblock rausschreiben und die Datei wieder schliessen. Damit laufe ich Gefahr, dass ich einiges am Daten verliere, falls mal etwas Unerwartetes passiert.
Zum Anderen könnte ich nach jedem Datensatz der eingelesen wurde, die Datei öffnen, den Datensatz schreiben und die Datei wieder schliessen. Damit verliere ich höchstens die Daten des aktuellen Satzes. Aber ich fürchte, dass die Haltbarkeit der Karte beeinträchtigt wird, wenn sie beispielsweise alle 5 Sekunden eine Datei öffnen, schreiben und schliessen muss.
Leider kenne ich mich mit den Karten nicht so gut aus, dass ich wüsste was hier der optimale Weg ist und wende mich vertrauensvoll ans Forum in der Hoffnung, dass wir hier auch mindestens einen intimen Karten(-OS-)Kenner haben.
Mit besten Grüßen
Gruaga
PS: Ob mein Liegerad hinreichend gefedert ist oder die Vibrationen der Kartenkontakte meine Vorstellung vom persönlich optimierten Datenlogger ohnehin ad absurdum führen brauchen wir hier nicht zu diskutieren, das wird getestet werden.
Wenn du immer 512 Byte sammelst und dann schreibst, wird jeder Sektor nur 1 mal geschrieben.
Das ist deutlich weniger als die 10.000 mal oder so, die da eine Grenze bilden.
Meine Erfahrung: täglich einmal die Karte Rein- und Raus-Stecken ist eine größere (mechanische) Belastung als jede Minute einmal schreiben. ( Den Lock - Schiebeschalter hab ich schon verloren und durch Klebestreifen ersetzt, das Etikett sieht sehr gebraucht aus, die Kontakte haben Spuren, aber die Karte ist noch fast leer )
Um die Darstellng der Tracks kommst Du um Google Earth nicht herum. Darum ist dieser Punkt kein Merkmal das zu einer Selbstbaulösung bringt.
De Knackpunkt ist die Spannungsversorgung.
Ich besitze einen HOLUX M241 und der zeichnet mit 1 (in Worten einer) AA-Batterie ca 12 Stunden auf. Das muß man mal nachmachen!!
Der kostet ca 65 € Versand nach Deutschland. Holux gibt USB-Treiber für alle Betriebsysteme aber die DownloadSw nur für Win.
@Michael_x: Ja, an die 512 Byte hatte ich da bei meiner Datensammelvariante schon gedacht, bzw. n*512Byte (bin nämlich Optimist). Also Daten zusammensammeln in einem 80er String und nach Vollständigkeit des Satzes in den Buffer kopieren, falls der aktuelle Satz noch reinpasst. Sonst den Buffer rausschreiben und danach den aktuellen Satz an den Anfang, etc.
@Uwe: Goggle Earth, etc. brauche ich nicht. QLandkarteGT erfüllt meine Vorstellungen viel besser. Im Falle der NMEA-Sätze suche ich dann noch Unterstützung bei GPSBABEL. Aber ob ich die Daten im Strom als NMEA-Sätze auf die Karte schreibe oder TinyGPS dazwischen packe und alle x Sekunden aufzeichne, dass weiss ich noch nicht. Ist ja noch ein wenig Zeit bis zur kommenden Radelsaison.
Ich hatte mir damals einen GPS-Datenlogger gekauft (Name weiss ich momentan nicht), der hält mit drei AAA-Batterien gut zwei bis drei Fahr-Tage (meldet die leerwerdenden Batterien immer dann wenn man es nicht brauchen kann). Aber den kann ich leider nicht über das vorgesehene USB-Batteriepack betreiben und da fliegen dann immer einzelne Batterien rum, da ja im allgemeinen nur immer zwei oder vier auf einmal erstehen kann.
Natürlich weiss ich, dass es da käufliche Produkte gibt, welche ein sehr gutes Preis-Leistungsverhälnis darstellen. Aber schon allein die Überlegung, ob ich NMEA-Aufzeichne oder lieber gleich eine GPX-Datei schreibe scheint mir den Spass wert.