Erstes Projekt: Twitterbot

Moin!

Ich hab mir vor einer Weile einen Arduino Nachbau geleistet und spiele seit dem damit rum und fummel Tutorials nach.

Ich brauche aber ein konkretes Projekt an dem ich arbeiten kann, sonst geht mir die Motivation flöten, daher dachte ich an einen Twitterbot für unseren Hackerspace. Und da ich sicher noch mehr Fragen habe, mache ich wohl besser gleich einen Projekt Thread.

Die erste Version bekommt einen Schalter, der einen Tweet über den Space Account in die Welt schickt, so dass man sehen kann ob jemand da ist oder nicht und sich die Leute vielleicht notifications einrichten können. Ich hoffe das dadurch mehr Leute die zufällig in der Nähe sind mal spontan rein schauen. Später kann man das ganze ja dann noch ausbauen.

Das ganze ist in Teilprobleme zerlegt und im Moment beschäftigt mich der Schalter. Ich habe einen 0815 Missile Cover Killswitch (soll ja auch nach was aussehen :sunglasses: ) gekauft. Der hat 3 Pins, einen für GND, für + und einen für die LED. Ich verstehe leider nicht, womit ich den Pin für die LED verbinde und ob die LED noch einen Widerstand braucht. Angehängt ein Bild:

Hallo,

ohne Datenblatt ist das hier ganz schlecht.

Ui, das könnte schwierig werden.

Das Teil heißt: SPST Toggle Rocker Switch. Google gibt mir dazu tausend verschiedene Datenblätter für allerlei Schalter. Vom Hersteller/Verkäufer gibt es dazu leider keinerlei Info. Wie findet man das am besten raus?

Kennson:
Das Teil heißt: SPST Toggle Rocker Switch.

Ein SPST Schalter ist ein "Single pole, single throw" Schalter, sprich: Ein stinknormaler Schalter mit zwei Anschlüssen, die entweder miteinander verbunden sind, oder nicht. Beispiel: Ein Lichtschalter in der einfachsten Ausführung ist ein SPST Schalter.

Einfacher geht es eigentlich nicht, schaltertechnisch gesehen.

Der Zugriff auf das Twitter-Developer-API dürfte da schon eine ganz andere Hausnummer sein.

Kennson:
Ich verstehe leider nicht, womit ich den Pin für die LED verbinde und ob die LED noch einen Widerstand braucht.

Ob die LED im Schalter noch einen Vorwiderstand braucht oder nicht, erkennst Du üblicherweise daran, ob der Schalter für eine bestimmte Spannung spezifiziert ist, z.B. 5V oder 12V oder vielleicht 230V Wechselspannung. Wenn der Schalter für eine bestimmte Spannung spezifiziert ist, gibt es üblicherweise gar keinen gesonderten LED-Anschluß, die LED ist intern verbaut und entsprechend beschaltet, dass sie den Status automatisch mit dem Ein-/Ausschalten wechselt. Wenn der LED-Anschluß extra herausgeführt ist, deutet dass daraufhin, dass Du selbst dafür verantwortlich bist, einen Widerstand geeigneter Größe in Deiner Schaltung zu verwenden, als Vorwiderstand für die LED.

Ich würde folgendes probieren:
5V ---> veränderlicher Widerstand 1k (Poti) ---> Amperemeter ---> LED-Anschluss und Massepin gegen Masse. Das Poti dann so einstellen, dass du mit 1k startest und beim langsam runterdrehen das Amperemeter im Auge behalten. Die Stromstärke sollte sich dann irgendwann auf ca. 20 mA einpegeln, bist du mit dem Poti bereits am unteren Anschlag, ist wohl ein Vorwiderstand verbaut, hast du noch etwas Regelstrecke, kannst du den eingestellten Potiwert auch ausmessen und diesen Wert als Vorwiderstand verwenden.

Ja, das dachte ich mir. Der Schalter hier hat eben noch eine eingebaute LED und daher einen extra PIN.

Ja die eigentliche Twitter Anbindung kommt dann ganz zum Schluss auf meiner To-Do Liste. Wobei ich einige Tutorials dazu im Netz gefunden habe. In denen klang das eigentlich nicht sonderlich kompliziert zumindest einen Tweet zu senden. Das eigentliche Problem ist erstmal der Schalter, wenn ich den zum laufen bekommen habe kommt der Code für den Schalter, statt an/aus sollte der natürlich nur einen Impuls senden woraufhin der Tweet gesendet wird. Wenn ich das habe beschäftige ich mich damit den Arduino ans Netz zu bekommen und danach wollte ich mich um den Code fürs twittern kümmern.

@sth77

Du sagst also Masse und LED auf Masse?

Kennson:
@sth77

Du sagst also Masse und LED auf Masse?

Sag ich das? Ich könnte mir allenfalls denken, dass am LED-Pin eine positive Versorgungsspannung angeschlossen werden muss und um den Stzromkreis zu schließen eben über den Massepin gegangen wird. Kann man ja schnell mit einem 1k-Widerstand testen, selbst dann sollte die LED zumindest leicht leuchten.

Ich habs jetzt mal probiert, LED Pin auf Masse mit 1k Widerstand davor, + Pin auf irgendeinen freien Pin am Arduino, ist aber genau nix passiert. Dann hab ich den Widerstand mal entfernt, aber gleiches Ergebnis. Mir ist jetzt noch was aufgefallen, der Schalter läuft mit 12V und 20A. In meiner (sehr beschränkten) Vorstellung sind das doch nur höchst Werte, oder? Ich meine der Schalter macht aktiv ja nichts, nur mechanisch einen Stromkreis schließen. Das würde zumindest erklären warum die LED nicht leuchtet.

Kennson:
Mir ist jetzt noch was aufgefallen, der Schalter läuft mit 12V und 20A. In meiner (sehr beschränkten) Vorstellung sind das doch nur höchst Werte, oder? Ich meine der Schalter macht aktiv ja nichts, nur mechanisch einen Stromkreis schließen. Das würde zumindest erklären warum die LED nicht leuchtet.

Wenn Du einen 12V-Schalter mit einer eingebauten 12V Beleuchtung gekauft hast, dann hast Du einen Schalter mit eingebauter 12V Beleuchtung.

Wenn Du Dir nicht sicher bist: Schau ins Datenblatt des Herstellers!
Oder ersatzweise in die Angebotsbeschreibung des Verkäufers, wenn es kein Datenblatt gibt!

P.S.: LEDs haben als Anschlüsse "Anode" und "Kathode", das D in LED steht für DIODE, da geht Strom nur in einer Richtung durch und es kommt auf die Polung an, ob die LED leuchtet oder den Strom sperrt.

Danke, auf die LED kommt es am Ende dann auch nicht an. Datenblatt/Verkäufer Info ist halt so ne Sache wenn man irgendwo aus Hong Kong bestellt. Aber wie gesagt, notfalls bau ich in das fertige Projekt eine Status LED dran, solang der Schalter tut was er soll.

Kennson:
Datenblatt/Verkäufer Info ist halt so ne Sache wenn man irgendwo aus Hong Kong bestellt.

Alle Chinesen, die an Ausländer verkaufen, haben Webshops mit englischem Text. Da ist üblicherweise für jedes noch so billige Produkt enthalten:

  • Handelsbezeichnung
  • Kurzbeschreibung
  • Foto

Du wirst den Schalter ja wohl kaum bestellt haben, indem Du auf einer Webseite mit chinesischen Schriftzeichen wahllos herumgeklickt hast ohne zu merken, was Du wo bestellst, bis Dir der Briefträger irgendwas ins Haus liefert.