FET Verhalten im Schadenfall

Eigentlich eine Frage zum Hinweis aus einem anderen Thread, wollte den aber nicht kapern:

Dieses "nicht mehr ausschalten", wo von Hängt das ab?

Ich habe einige dieser 0815 Mosfet Module
und hatte schon "Mosfet schaltet nicht mehr aus" und "Mosfet schaltet nicht mehr ein".
Demnächst brauch' ich eine Schaltung wo nicht mehr ausschalten aber auf gar keinen Fall sein darf.
Deshalb die Fragen:
Wird dieser Fehler verursacht wie man den Mosfet zum abrauchen bringt ?
Oder, falls Nein
Gibt es Mosfets die immer sperren wenn sie kaputt gehen ?

Nein!

Halbleiter legieren in der Regel durch.
Sprich: Werden leitend.

Ausnahme:
Im weitern Verlauf kann sich auch mal das Gehäuse öffnen und der Inhalt als ionisiertes Gas austreten.
Dann gibts auch mal eine Unterbrechung.

In der Regel hängt das von deiner Beschaltung ab.
Wie sieht denn die Schaltung am Mosfet aus ?

ja, das war mal ganz offensichtlich der Fall.

Danke.

@ Hotsystems : Na ja, bei den Modulen ist da keine "extra" Beschaltung : Trigger und GND vom MC und der Lastkreis (ist auf der Low Seite).
Kaputt gegangen sind die wegen Überspannung, da bin ich relativ sicher. Waren die Lastregler von meinen Versuchswindrädern, - im Winter / Frühjahr hatten wir ja paar mal richtig Sturm und da wird das mit Spannung und Strom schon mal "eng" für die Module.

Selber bauen steht da deshalb eigentlich schon lange auf der to do Liste... :blush:

Da kann ich nicht erkkennen, welche Widerstände verwendet wurden und ob GND richtig verbunden ist.

Wenn man mit FETs auf der halbwegs sicheren Seite sein möchte kann man, wie in der KFZ Technik üblich, auf die Infinion BTS Reihe setzen.

Die sind auch nicht unzerstörbar, aber passen schon sehr gut auf sich auf und melden meist auch Fehler usw.

Ich glaube der Zustand nach dem Fehler hängt mal davon ab ob das Bauteil zuviel Stom bekommen hat oder zuviel Spannung. Dann natürlich von der Beschaltung und ev vorhandenen Schutzschaltung (extern oder intern)
Zuviel Strom bedeutet daß Material geschmolzen oder verdampft wird, Zuviel Spannug daß Isolationsschichten durchschlagen werden und leitend werden können.
Ich glaube daß es nicht 100% vorhersagbar ist welcher Zustand nach einem Schaden einstellt.
Das Problem ist daß sich ein Modul mit Kurzschlzß über dem Regelelement nicht mit einer Schmelzsicheung absichern läßt, da max der Nennstrom fließt für die die Schmelzsicherung ja ausgelegt sein sollte.

Grüße Uwe

So ist es!

Bis.....

Bis man einen Pin opfert um den Output der FET Schaltung zu beobachten und noch einen weiteren Pin, mit dem man einen Thyristor aktiviert, welcher die Sicherung killt.

Also bei mir wäre das Max eines FET´s sicher entschieden höher als das Max das ich damit regeln will. Also kann ich mit der Schmelzsicherung ja auf den Wert gehen, der Maximal nötig ist, und mit dem FET doppelt so hoch. Dann sollte das doch sicher sein?

Es gibt keine FET, welche im Schadensfall sicher abschalten.

Es gibt allerdings welche, die gegen (fast) alle Schadensfälle interne Schutzmechanismen haben.
z.B, Kurzschlüsse bemerken und an die Schaltung melden.
Es muss dann natürlich einer zuhören.

Eben die genannten BTS Dinger.

Es gibt aber doch eher gar keinen Schadensfall, wenn der FET das X-Fache der Schmelzsicherung aushält und Strom wie auch Spannung den Maxwert des FET gar nicht erreichen kann. Also wenn sich die Schmelzsicherung "weit vorher" verabschiedet, Und Die mögliche Maxspannung in der Schaltung immer noch deutlich unter der für den FET zulässigen ist.

Das wäre das erste Stück Technik, wo kein Schaden auftreten kann!
Weltweit.
Vielleicht sogar einmalig im gesamten Universum

Eine absolute Garantie gegen Ausfälle, einzelner Komponenten, kann es nicht geben.
Es gibt nur Wahrscheinlichkeiten.

Das Mittel der Wahl ist Schadensbegrenzung!
(durch Überwachung und Redundanz)

Vergleich:
Würdest du "gerne" in einen Aufzug steigen, von dem der Hersteller behauptet:

Das Seil geht nie kaputt, und deswegen konnten wir auf alle sonst üblichen Sicherheitseinrichtungen verzichten.

.

Kennst Du da auch eine Quelle wo man nicht gleich 4500 Stück ( Weniger hab ich bisher nicht gefunden ) abnehmen muss?

Und einen guten SMD Löt Lehrer... :laughing: :laughing:

Sowohl bei ebay also auch Ali gibts noch einige BTS im TO220-5 Gehäuse.

Ansonsten: SMD ist halt Standard im Bereich der KFZ Steuergeräte.

Jep, Danke !
ich hatte nach den ganzen Bezeichnungen aus dem Link oben gesucht, - halt wieder mal dumm angestellt. :blush:

Der BTS132 gefällt mir ganz gut...

Der hat ein TO220 Gehäuse.
Damit fehlt ihm einiges an Features.....

Gerade in mein Lager geschaut, ich habe noch ein paar übrig gebliebene BTS441T
Leider gibts den kaum noch im TO220-5, sondern fast nur noch im PG-TO263-5
https://www.mouser.de/datasheet/2/196/Infineon-BTS441TG-DS-v01_21-EN-1143961.pdf
Auch dem fehlt der Error/Sensor Ausgang.

Der https://www.mouser.de/datasheet/2/196/Infineon_BTS50080_1TMB_DS_v01_00_EN-1696496.pdf hat eigentlich alle Features über die ich geredet habe.

Der BTS132 ist halt mehr oder weniger ein normaler MosFet, - oder ?
Die sehr niedrige threshold wär halt gut für 3,3V MCs und Strom und Spannung würden gut zu meinen Windmühlentestständen passen. Hier ist es aber auch nicht kritisch wenn mal was kaputt geht.

Den BTS50080-1TMB hab' ich mir in die "Merkliste" gelegt, - für die oben erwähnte Anwendung wo im Schadenfall durchschalten nicht sein darf.