Frage zu Detektorenempfänger

Hallo,

ich überlege mir einen Detektorenempfänger zu bauen. Allerdings möchte ich wissen, ob man eine Germaniumdiode bzw. Schottky-Diode braucht, oder ob man stattdessen eine einfache Diode benutzen kann.

~Addi

Steht dort:

"Als Gleichrichter sind nur Germaniumdioden oder Schottky-Dioden geeignet, weil diese ausreichend geringe Schwellenspannungen um 0,2 V aufweisen"

Noch eine Frage: Ich habe eine Diode, die wie eine Schottky-Diode aussieht (1N4007). Ist dies eine passende Diode?

~Addi

Nein. Das ist eine ganz normale Standard Diode. Genaugenomen DIE Standard Diode :)

Shottky Dioden sehen auch nicht anders aus: http://www.ebay.de/itm/10-Stuck-Diode-Schottky-1N5819-1A-40V-IN5819-Shottkydiode-/321037897190?pt=Bauteile&hash=item4abf598de6

Germaniumdioden dagegen haben oft transparente Glasgehäuse: http://www.ebay.de/itm/2-X-1N34A-Germanium-Diode-DO-7-1N34-/151190539207?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item2333a88bc7 http://www.ebay.de/itm/10-Germaniumdioden-D9B-10-V-40-mA-/181282606392?pt=Bauteile&hash=item2a35490d38

Addi: Ich habe eine Diode, die wie eine Schottky-Diode aussieht (1N4007). Ist dies eine passende Diode?

Nö, steht doch im Datenblatt, dass das eine Siliziumdiode ist und die Durchlassspannung ab 10 mA Strom bei 0,7 Volt liegt.

Erstmal kommt es beim Detektorempfang drauf an, dass Du einen starken "Ortssender" auf Mitttelwelle hast, der überhaupt mit hoher Sendeleistung irgendwas ausstrahlt, das Du empfangen kannst, z.B. AM-Mittelwellenrundfunk.

Mit einem 500 kW Sender in 10 km Entfernung empfängst Du auch mit einer Siliziumdiode etwas.

Während das Mittelwellenband früher mit Mittelwellensender zugepackt war und viele Orte Sender hatten, gibt es heute nur noch in ganz wenigen Städten Mittelwellensender.

Schau vielleicht erstmal nach, welchen Sender Du eventuell mit einem Detektorempfänger reinbekommen könntest. Das wären in dieser Liste: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_bekannter_Sendeanlagen alle Sender, die auf "MW" (Mittelwelle) und "LW" (Langwelle) senden und möglichst nicht weiter als 30 km von Dir entfernt sind.

Na ja, wobei sich die Ausbreitungsbedingungen abhängig von Tageszeit, Jahreszeit und atmosphärischen Bedingungen ändern und wenn es Dir reicht, dass Du mit einem Detektorempfänger vielleicht nur an 50 Tagen im Jahr und nur in den Abendstunden nach Sonnenuntergang Empfang hast, dann reichen vielleicht auch noch 100 km Abstand zum Sender, um etwas zu empfangen.

Für Detektorempfang bist Du um einige Jahrzehnte zu spät dran. UKW- und DAB-Sender kannst Du mit Detektorempfängern nämlich nicht empfangen.

Das ist jetzt aber nicht direkt ein Arduino-Thema, oder?

Schon gut daß sich hier Leute treffen die von vielem viel verstehen aber ein klizzekleines bißchen Bezug zu Arduino sollten die Fragen schon haben. ;) ;) ;) ;) Grüße Uwe

uwefed: Schon gut daß sich hier Leute treffen die von vielem viel verstehen aber ein klizzekleines bißchen Bezug zu Arduino sollten die Fragen schon haben. ;) ;) ;) ;)

Kommt ja vielleicht noch, wenn er die Idee des Detektorempfangs aufgibt. ;)

Die Schottky-Diode für die AM-Gleichrichtung ist technisch ja das allerkleinste Problem.

Aber wenn er erst gemerkt hat, dass in seiner näheren Umgebung überhaupt kein Rundfunk-Mittelwellensender mehr sendet, den er von der Feldstärke her mit Detektor reinbekommen könnte, oder wenn er merkt, dass er sinnvollen Empfang nur mit einer draußen im Freien aufgehängten Langdrahtantenne bekommt, die auf möglichst 15 oder mehr Metern Länge mit Isolatoren frei abgespannt hängen muß, oder wenn er rausbekommt, dass es solche hochohmigen Kopfhörer http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Detektor-Kopfhoerer.png gar nicht mehr im Handel gibt, dann wird er vielleicht zum Basteln doch drauf kommen, daß er sich lieber bei eBay ein SI4703 Modul für den UKW-Bereich holt, das er mit seinem Arduino ansteuern kann. Und als Antenne und Kopfhörer reicht der Anschluß seiner niederohmigen Kopfhörer vom MP3-Player oder Smartphone, wie sie heutezutage gebräuchlich sind.

Es ist ja nun nicht so, dass man einen Arduino nicht auch irgendwie zum Basteln eines Radios verwenden könnte: https://www.sparkfun.com/products/10663 Das ist dann eben nur etwas moderner als ein Detektorempfänger, funktioniert in jedem Winkel Europas und fast überall auf der Welt, ohne Riesenantennen und mit heute handelsüblichen niederohmigen Kopfhörern.

Ok, wenn er diese Kurve kriegt kann noch ein Arduino-Projekt draus werden. Er könnte ja auch neugierig sein was bei RDS rauskommt. Grüße Uwe

Wenn man mal an Kurzwelle denkt und den Betrieb mit Modem, dann könnte dies ja auch eine recht interessante Sache sein. Wie hieß das doch noch mal, Paket-Radio oder so?

Habe mir schon oft überlegt ob man dieses Gefiepe und Gezwitschere nicht vielleicht mit dem Arduino dekodieren kann. Das wäre auch mal ein interessantes Projekt.