Frage zu Helligkeitssensor und Isolierung

Hallo Forum, ich bin momentan an der Planung für mein erstes richtiges Projekt. Das ganze soll im ersten Ausbauschritt eine kleine Wetterstation mit Temperatur- und Helligkeitsmessung werden. Später möchte ich dann noch einen Motor hinzufügen um automatisch mein Rollo runterzufahren, wenn es zu hell wird. Dazu gäbs dann schon die erste Frage. Ich habe bislang nur einen einfachen Fotowiederstand in meinem Testaufbau verbaut. Ich würde allerdings gerne einen etwas genauren Sensor nehmen, der auch effektiv zwischen direkter Sonneneinstrahlug auf mein Fenster und indirektem Licht unterscheiden kann. Bei meiner Suche bin ich dann auf den hier gestoßen: TSL 250. Hat jemand Erfahrungen mit dem oder vielleicht einen Vorschlag für einen besser geeigneten Sensor?

Zweiter Punkt ist die Temperaturmessung. Ich verwende da einen DS18S20 mit dem ich sehr zufrieden bin. Knackpunkt ist allerdings, dass ich natürlich gerne die Außentemperatur vor meinem Fenster messen möchte. Der Sensor kommt dort in eine Ecke, wo er eigentlich relativ gut geschützt vor Wind und Regen sein sollte. Trotzdem würde ich ihn gerne irgendwie isolieren damit ich keinen Kurzschluss zwischen den Kontakten bekomme. Das Problem ist hierbei natürlich das die Isolierung möglichst dünn sein, muss damit die Temperatur auch noch korrekt gemessen wird. Hättet ihr da eine Empfehlung für mich?

Mfg Fire

Hast du den DS18S20 nur als Bauteil?

http://www.ebay.de/itm/DS18B20-Digital-Temperatursensor-Temperaturfuhler-fur-Thermometer-Wasserdicht-/300951558896?pt=Mess_Pr%C3%BCftechnik&hash=item46121c5af0

Der Unterschied zwischen dem DS18S20 und DS18B20 ist soweit nur der, dass die B Variante eine 12Bit Auflösung zurückgeben kann (für deine Messungen eigentlich nicht erforderlich).

Ich habe den DS18B20 selber in einem kleinen Wasserbehälter verbaut für einen Ultraschallvernebler. Hab dort aufgrund der geringen Baugröße kein großes Ausgleichsgefäß für die abgegebene Temperatur vom Vernebler. Mit dem Sensor überwache ich diese Temperatur und schalte ggf. ab, wenn diese zuhoch wird.

Ich hab den als Bauteil mit 3 Pins. Was bei deinem Link allerdings das Problem bei dem ist, dass ich mit dem nicht "durch" das Fenster kommen würde. Da müsste ich die schwarze Isolierung ein ganzes stück abschneiden. Aber wäre natürlich machbar. Frage mich außerdem gerade ob da ein Orginal Sensor oder ne Kopie drinsteckt. Bei dem Preis.

Mfg Fire

Sensor sollte orginal sein. Wäre mir neu, dass die sowas auch kopieren. Bei den nicht orginalen Unos sitzt ja auch ein orginal Atmel Chip drauf. Den Mantel kann man ohne weiteres abisolieren. Beim Fenster kannst ja die Mantel weglassen und die Kabel als "Flachbandkabel" durchführen.

Wilkommen im Club der Wetterstationsbastler !

Zum messen von "echten" Helligkeitswerten würde ich dir den Sensor "BH1750" empfehlen. Selbiger misst echte LUX in 32bit - von 0 bis 65535. Einfach anzuwenden mittels OneWire-Lib, bzw. existierenden Lib's für Arduino zum direkten auslesen - wie allen anderen Teile nachfolgend aufgeführt auch. Gibts es überwiegend von sehr weit östlichen Anbietern für ganz kleines Geld - aber mittlerweile auch aus D für ein paar Kröten zu beziehen. :D

Den Temp-Sensor bekommst du nach kurzer "rumgugelei" ebendalls günstig hier in D. Auch in der "wasserdichten" Version mit langer Strippe in 16-Bit.

Auch schon mal an nützliche Erweiterungen gedacht ? - Ein "DHT22" als Hygrometer zur Messung der Luftfeuchtigkeit ? (auch noch ein Temp.-Sensor interiert) - Oder ein Barometer "BMP-085" zur Erfassung des aktuellen Luftdrucks (... noch ein Temp.-Sensor integriert) - Oder einen Regen-Schnee-Sensor, um festzustellen ob es eben grade "das" stattfindet ? - Oder ein Regen-Mengen-Mess-Sensor, der dir sagt, wie viel Regen wann gefallen ist ? - Oder noch was sinniges zum feststellen der Windrichtung und -Geschwindigkeit ? - Oder einen Boden-Temp.-Fühler für echte kalte Werte ? - Oder einen Fühler für die gefühlte "Wind-Chill"-Temperatur ? - Oder .....

Gipp's alles für kleines Geld mit Wartezeit (Finden, Suchen, Erhalten) in der Bucht. .... und macht Mega-Spass mit Info, wenn denn alles funzt. Logo mit einem Arduino.

Der BH1750 scheint ja eine gute Idee zu sein. Werde ich mal bestellen. Über Erweiterungen habe ich bis jetzt, wie gesagt, nur über eine Rollosteuerung nachgedacht. Vielleicht baue ich nochmal ein paar mehr Sachen ein, da bin ich mir aber noch nicht sicher. Danke für eure Hilfe.

Mfg Fire

Yep ! Hau rein. Und denk an die offenstehenden Dachfenster, die automatisch bei Wind und/oder Regen geschlossen werden wollen, wenn niemand zu Hause ist. (Wie ? Kein Motor dran ? :grin:)

Muss den Thread nochmal nach oben ziehen. Hab mitlerweile mal etwas geplant und eine Einkaufliste geschrieben. Als Lichtsensor wollte ich den hier nehmen. Habe dazu nochmal etwas nachgeforscht und festgestellt das I²C nur bis zu einer bestimmten Kabellänge funktioniert. Ich brächte allerdings vorsichtig geschätzt 4,5 m Kabel. Das wäre die optisch schönste Lösung, sonst müsste ich das Kabel (übrigens das hier) quer über die Wand ziehen. Nun ja die 4,5 m scheint I²C jedefalls nicht mehr auszuhalten. Gleichzeitig hab ich allerdings gelesen das man durchs rumspielen mit den Pull-Ups noch was an der max. Länge machen kann. Meint ihr dass das noch machbar ist oder ich mich nach ner anderen Möglichkeit umschauen soll?

Mfg Fire

4.5m sollten auch gehen. Nimm dazu am besten eine abgeschirmte Leitung. Am einfachsten entsprechende Meter Netzwerk-Strippe 4x2. Oder es gibt auch gemeinsam geschirmte Telefon-Käbelchen. Oder auch geschirmte Audio-Leitungen.

Für SDA & SCL nimmst du dann ein gemeinsam geschirmtes Ader-Paar. Für Vdd (+) & Vcc (-) kannst du das gleiche machen.

Den/die gemeinsamen Abschirmungen legst du dan EINSEITIG an der Quelle/Sender zusammen.

Die "Sache" mit den abschließenden Pull-Up-Widerständen nicht vergessen !

Den/die gemeinsamen Abschirmungen legst du dan EINSEITIG an der Quelle/Sender zusammen.

Was meinst du den damit? Hab mir jetzt dieses Kabel rausgesucht: LINK. Reicht da ein Querschnitt von 0,14 mm² oder sollten es schon eher 0,25 mm² sein?

Mfg Fire

Hallo Fire,

Abschirmungen legt man deswegen einseitig an Masse, damit darüber keine Ausgleichsströme fliessen können.

Dadurch würdest Du nämlich eine Brummschleife produzieren, welche wiederum Störungen auf die Nutzsignale (hier: I²C) einstreuen könnte. Sinnvollerweise legts Du die Abschirmung am ARDUINO auf Masse.

Gruß

Martin

Fire: Hab mir jetzt dieses Kabel rausgesucht: LINK. Reicht da ein Querschnitt von 0,14 mm² oder sollten es schon eher 0,25 mm² sein?

Hallo,

der entscheidende Faktor ist wohl, dass das Kabel nicht mehr als 400pF Kapazität haben soll, die Länge ist dabei eher nicht so wichtig. Das Kabel, das Du Dir ausgesucht hast, hat lt. Datenblatt pro Meter 120pF (bei beiden Querschnitten). Einfache Rechnung: 400/120 = max. 3,33m, wenn Du innerhalb der Spezifikation bleiben willst. ein Kabel wie dieses z.B. http://www.conrad.de/ce/de/product/602540/Patchkabel-CAT-5e-SF-UTP-abgepackt-4-x-2-x-013-mm-Grau-100-m-Digitus hat nur knapp 60pF pro Meter - womit ich aber nicht sagen will, dass Du Dir für über 100 Euro Kabel kaufen sollst. Aber achte auf die Kapazität.

Du kannst der Lade- bzw. Entladekurve bei Signalwechsel durch kleinere Pullup-Widerstände entgegen wirken. Das heißt, je kleiner der Pullup, desto weniger störend wirkt sich die Kapazität des Kabels aus (in gewissen Grenzen). Kleiner als 1kOhm solltest Du den Pullup aber nicht machen.

Da der Standard relativ knapp gefasst ist, hast Du wahrscheinlich mit einem 1kOhm-Pullup und dem von Dir gewählten Kabel bei 4,5m auch keine Probleme, aber man muss es tatsächlich probieren - es könnte schiefgehen.

Schirmung würde Dich vor Signaleinstrahlung von außen schützen, ich weiß aber nicht, ob das wirklich Dein Problem wäre, wenn Du nicht gerade neben einem Sendemast wohnst oder ähnlich ungünstige Gegebenheiten bei Dir vorliegen. Aber: Schaden wird die Abschirmung nicht (wie geschrieben, nur auf einer Seite an GND).

Gruß, Ralf

Danke für den Hinweise. Ich muss mal morgen wenn ich wieder zu hause bin nachmesse wie viel es jetzt wirklich sind, hatte das wie gesagt sehr grob geschätzt. Aber aus Interesse, wenn ich im Kabel eine zu hohe Kapazität (wozwischen wird die eigentlich aufgebaut? Kenne das sonst nur vom Kondensator) kriege ich dann gar keine oder nur noch eine schlechte Kommunikation zustande?

Mfg Fire

Hier ist der Einfluss der Pullups auf die I2C-Signale sehr schön beschrieben: http://www.dsscircuits.com/articles/effects-of-varying-i2c-pull-up-resistors.html

Mit der Leitungs-Kapazität verhält es sich ähnlich. Irgendwann wird halt das Signal zu sehr verschliffen, da der Strom nicht mehr ausreicht um die Kapazität in der Zeit aufzuladen.

kriege ich dann gar keine oder nur noch eine schlechte Kommunikation zustande?

Hier gibt es nur zwei Zustände: geht oder geht nicht :) Das ist nicht wie bei analog wo man ein schlechtes Bild hat, aber noch was erkennt.