Frage zu Relais - 230V oder 30V - Unterschied?

Wie jetzt ? Ich bin schon auch der Meinung dass nicht alles was "geprüft ist", auch für das herhält, was da drauf steht. Aber einmal sagt du "wenigstens ein CE Zeichen" dann sagt du wieder dass "das CE Zeichen bei dir auch kein großes vertrauen schürt, wenn du dann die Verarbeitung siehst". JA, da bin ich ganz bei dir, aber dann kann man sich das CE Zeichen ans Knie nageln.

Nein.
Das hast Du missverstanden.

Das beschriebene Relaismodul hat mit der Kennzeichnung UND der Doku alles her gegeben, was notwendig war.

Um es nochmal unabhängig davon auf den Punkt zu bringen.
Das CE ist und bleibt nunmal ein zwingender Bestandteil der Verkehrsfähigkeit.
Kommt das Teil ohne CE nach DE ist spätestens beim Zoll Schluß. Eigentlich. Stichwort Pebble.
Warte ab - das wird in den nächsten Wochen richtig spassig, wenn die Container in Hamburg und Bremen, oder die Frachten in CGN oder FRA entladen werden, aber deren Inhalt nicht der dann geltenden Deklarierungspflicht entspricht.

:wink:

Guten Morgen zusammen!

Na, das gibt ja viel Input für mich. Ehrlich gesagt hatte ich mich schon gewundert, warum diese blauen Relais genau gleich aussehen, das von AZ-Delivery aber keine Beschriftung hat. Das war mit ein Grund, warum ich mal nachfragen wollte. Das Beispiel mit den Reifen habe ich verstanden. Natürlich! Das Relais mag das abkönnen, der Rest nicht. Da hätte mich die Beschriftung des Relais in die Irre geführt, weil ich angenommen habe, dass dies für die gesamte Platine gilt.

Die Anwendung, die ich vorhabe, ist erstmal eine kleine Bewässerungsanlage mit kleinen Mini-Pumpen; 3 bis 5 Volt. Es geht um das Keimen von Samen und die ersten paar Wochen der Pflanze. Das sollte diese Relaisplatte verdauen können.

Doch dann steht ein Brutkasten auf dem Plan, die Heizung und Wäremlampe dürfte 230 V haben. Da würde ich dann von solch einer Relaisplatte Abstand nehmen. Die vorgeschlagenen SSR-40 DA erscheinen mir da deutlich solider. So etwas hätte ich mir eher vorgestellt, als eine filigrane Teile-Platte. 40A oder 60A brauche ich sicher nicht. Da fliegt mir daheim eh alles um die Ohren.

Vielen Dank für euren Input!

Liebe Grüße
Ingo

Für eine Pumpe die mit Gleichstrom von 5, 12 oder 24V funktioniert braucht es kein Relais. Da reicht ein Logic-Level MOSFET.
Für eine Heizung ist am besten eine ferngesteuerte Steckdose zu verwenden. Die Steckdose muß natürlich für die Leistung der Heizung geeignet sein. Es gibt auch Steckdosen die dimmen können und so die Heizleistung regelbar wird.

Grüße Uwe

Sorry, aber das finde ich schon etwas daneben.
Der Begriff 'Relais' hat absolut nichts mit der Schaltspannung, dem Schaltstrom oder der Einbauart zu tun. Ein Relais ist einfach ein elektrisch betätigter Schalter. Es gibt Relais für die unterschiedlichsten Anwendungszwecke - von ganz klein bis ganz groß - , und alles sind 'richtige' Relais. Wenn ein Relais für einen ungeeigneten Zweck verwendet wird, ist es immer noch ein 'richtiges' Relais, nur eben falsch eingesetzt.
Relais, die für Hutschienenmontage im Schaltschrank gedacht sind, können meist höhere Ströme und Spannungen schalten und werden dann üblicherweise als 'Schütz' bezeichnet. Das ist aber auch nichts anderes, als eine besondere Art von Relais.

Nein.
Für viele Relaismodelle gibt es Sockel für die Hutschienenmontage. Diese haben Schraubklemmen.

Schütz ist etwas anderes als ein Relais. Schütze sind für größere Leistungen gebaut und haben einen doppelt unterbrechenden Kontakt und eine Funkenlöschkammer.

Wenn wir Relais schreiben meinen wir schon Relais.

Grüße Uwe

Nein.
Ein Schütz ist eine besondere Art des Relais. Relais ist der Oberbegriff. Und das ein Schütz für höhere Leistung ausgelegt ist ( und damit auch noch weitere besondere Eigenschaften hat ), habe ich ja geschrieben.
Und das es Hutschienenbefestigungen für kleinere Relais gibt, habe ich auch nicht ausgeschlossen.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass auch ein Relais für Schwachstromanwendungen ('Signalrelais') in 'richtiges' Relais ist. Sonst wären ja alle Kleinrelais 'falsche' Relais ??

Es führt nur zur Verwirrung den Begriff 'Relais' hier auf eine bestimmte Sorte von Relais einzuschränken. Es gibt eben sehr viele verschiedene Arten von Relais und alles sind Relais. Der Begriff 'Relais' ist nunmal sehr allgemein gefasst.

Dass man für den konkreten Anwendungsfall dann das geeignete - also 'für die Anwendung richtige' :wink: - Relais auswählen muss, ist unstrittig.

Genau das war in Post#4 meine Aussage.

Klar muss da nicht jeder mit einverstanden sein, ich stehe da allerdings zu und rate immer von den oft gezeigten "Bastelrelais" für 230V-AC ab. Erst Recht, wenn die Frage von "Elektro-Einsteigern" gesetellt wird.

Da sind wir uns einig :sunglasses:

Ja. richtig. und das ist auch der Grund warum es um diese Relaisplatinen immer wieder Diskussionen gibt.

Wenn Du nicht unbedingt beim FC (freundlicher Chinese) bestellen willst, geht ggfls. auch Pollin:

Schön abgedeckt...
Oder für die Eigenentwicklung:

Sowas gibt es auch schon als fertige Platinen, aber auch da heisst es darauf achten, das die Abstände eingehalten werden.
Im Übrigen geht sowas ggfls. auch als Steuerplatine für z.B. Koppelrelais

Na wenn's geholfen hat :slight_smile:

Ich auch.

Wobei ich wieder von diesen

abrate weil man eine Platine braucht und dann wieder mit 230V auf der selbstgebastelten Platine herumfährt.
Ich bevorzuge die Teile mit Schraubanschlüssen.
Grüße Uwe

Ja, das habe ich mir auch überlegt. Das erste erscheint mir sehr geeignet. Heute sind die Minipumpen gekommen und ich will erst mal die Bewässerung basteln. Der Code ist ja gar nicht das Thema. Die ganze Anwendung so zu bauen, dass sie ein Jahr hält, ist die Herausforderung. Das dauert einen Moment.

Von mir aus können wir das Thema schließen. Wieder einmal habe ich viel gelernt. 1000 Dank!

Liebe Grüße
Ingo

Ja, ich kann auch nie testen, wie weit diese Dinger halten. Da braucht man eine ganz andere Laborausstattung. 20-30 Ampere bei 230V, da müßte ich eine Phase im Haus über das Relais führen. Und wenn man den Draht einer Phase in der Hauseinspeisung betrachtet, und dann die Klemmen des SSR, dann möchte man lieber auf den Test verzichten, was ich auch mache. :grinning: Aber eines dieser Module fällt meiner Neugier zum Opfer, das ist sicher. :grinning: Ich fürchte nur die sind vergossen und da wird man nicht gut an die Eingeweide drann kommen.

Ich habe jetzt die ersten SSR´s bekommen und mal eines geöffnet. Hier sind zwei Bilder zu dem Thema.

Hier sieht man oben die Platine und unten das Kühl- und Montageblech aus 3mm Metall-Guss. Dazwischen sind die Treiber an die ich leider nicht dran komme. Die Vergussmasse ist sehr stabil. Auf dem unteren Bild sieht man durch die Löcher in der Platine auf die beiden Schrauben, mit denen die Treiber mit dem Kühlblech verschraubt sind. Aber man kann die Schrauben auch nicht lösen, weil sie sehr gut mit der Vergussmasse befestigt sind.
.


Das Bild hier ist die Platine von oben gesehen. Leider sind keine Leiterbahnen erkennbar, weil die Vergussmasse keine Sicht darauf zulässt. Die ist blickdicht wie Teer und stabil wie Beton. :slightly_frowning_face:

Bitte stelle Bilder hier direkt ins Forum und nicht in Fremdforen, in denen man sich erst anmelden müsste, um die Bilder zu sehen.

Gruß Tommy

Habe die Bilder oben dazu gesetzt.

Moin!

Ich bin ja leider der "Elektro-Einsteieger" - was kann man denn aus deinen Bildern lesen?

LG
Ingo

Einfach nur, wie das Ding von Innen aussieht.
Als Neuling solltest du dir darüber nicht zu viele Gedanken machen.
Wie schon geschrieben, sind 230V für dich "offiziell tabu".

ICh finde sie sehen mehr wie Bastelkram aus, wenn ich mal sowas auf die schnelle zusammenlöte. Andererseits hat man wenigstens ein bischen Aufwand betrieben 230Volt und die Steuerspannung einigermassen zu trennen. Und durch das Eingiesen der Bauteile sind sie auch gegen lockern und verbiegen gesichert. Also nicht toll verarbeitet, aber ich würde/werde sie für meine Privaten Geräte verwenden.

Franz