Füllstandsmessung ohne Medium zu berühren (Sirup)

Hallo,
nach ewigem Suchen und auch ein paar anfänglichen Ideen wollte ich nun doch das Forum hier nutzen um weitere Vorschläge zu erbitten wie eine Lösung aussehen könnte. Es geht um folgendes Projekt:

Ich habe Bienenstöcke und füttere diese mit Zuckerwasser. Das sind in der Regel Flaschen aus PET. Wenn die Flasche leer ist muss ich Sie nachfüllen. Nicht alle Bienenvölker machen das gleich schnell, ich möchte aber nicht jeden Bienenstock wieder und wieder öffnen um nachschauen zu können.

So kam ich auf die Idee mittels einer kapazitativen Füllstandsmessung zu ermitteln ob noch Zuckerwasser da ist oder schon aufgebraucht. Ich muss nicht dringend die einzelnen Füllstandshöhen erfassen (wäre natürlich Luxus da ich dann weiß wieviel noch drin ist), am Ende reicht aber die einfache Anzeige “Flasche leer”.

Drucksensoren scheiden für mich aus da zu umständlich und wenig flexibel genug.
Dann bin ich auf folgendes Video gestossen und würde gerne genauso arbeiten, habe aber keinen Sensor dafür gefunden den ich mit dem Arduino verbinden könnte.

Eine weitere Frage wäre dann die nach der Programmierung. Ich kann löten, aber das Programmieren geht mir nicht so einfach von der Hand.

Habt Ihr eine Idee die mir weiterhilft? Ob das Ganze mit einem anderen Medium als Wasser wie im gezeigten Beispiel funktioniert weiß ich auch noch nicht …

Über Antworten und Ratschläge wäre ich sehr dankbar.
Grüße
Der Peter

Hallo,

was mir spontan dazu einfällt, wäre es mit "Kapazitiver Näherungsschalter" zu versuchen, vertikal an der Flasche angebracht eine gewünschte Anzahl. Eine "selbgebastelte" analoge Erfassung wie sie in deinem Video zu sehen ist, gibt dir mit Sicherheit keine reproduzierbaren Werte, weil da zuviel Störeinflüße einwirken, außerdem ist die Meßwertaufbereitung ziemlich kompliziert.

Grüße

Von einer Kapazitiven Füllstandsmessung halte ich wenig. Ich kann mir vorstellen bestimmte Füllstansmegen zu kontrollieren, sodaß Du zb fast leer und ganz leer messen kannst. Ansonsten Gewicht messen falls die Flasche irgendwie aufgehängt werden kann oder optisch ob in gewissen höhen noch flüssigkeit da ist.

Was für eine Flasche ist das, Wie ist die Flasche befestigt? Die Öffnung liegt irgendwie auf oder kann davon ein Schlauch abgehen? Welche Farbe hat der Sirup? Durchsichtig oder eine Farbe? Wie groß sind die Flaschen?

Grüße Uwe

Les dir mal das durch, dann können wir auf einer Wissens-Basis aufbauen:

Wie wäre es mit einem "Giess-o-mat". Zumindest der Schaltplan, wenn man auch die Flächen dann anders konstruieren wird.

Von einer Kapazitiven Füllstandsmessung halte ich wenig.

Ich eigentlich auch!

Aber hier hat es bestechende Vorteile. 1. kein Kontakt zum Medium. (keine Metallionen für die Bienen) 2. keine mechanisch bewegten Teile (die Bienen bauen alles zu, und verkleben alles, wo sie nur dran kommen) 3. keine Optik, die verdrecken kann

Für eine einfache optische Füllstandsmeldung (Leermeldung) könnte man eine Reflexlichtschanke verwenden.

Also einen kegelig geschliffenen Glasstab. Unter Ausnutzung des Brechungsindex. Luft vs. Futter

Hallo und vielen Dank für die Antworten schonmal.

Ich war dabei einen Post zu schreiben aber der ist jetzt weg ... also versuche ich es nochmal.

Die Page auf die mde110 verwiesen hat bringt für mich leider keine neuen Lösungsansätze.

Zur Erklärung: Der Sirup (Zuckerwasser) ist ein Austauschstoff weil wir Imker ja den Honig wollen. Ein Tausch mit dem die Bienen mehr oder weniger gut leben können (Einstellungsansicht jedes einzelnen Imkers). Der Sirup ist zäh fließend, pastös und transparent.

Reflexlichtschranke möchte ich ausschließen da dann da mit "Strahlen" gearbeitet wird - ich denke es stört den Ablauf im Stock -> Bienen sehen mehr als das menschliche Auge, aus diesem Grund alles mit Licht - auch andere fürs menschliche Auge nicht zu sehende Wellenlängen schließe ich aus. Aus dem gleichen Grund möchte ich auch nicht mit Radar arbeiten, Wellen stören womöglich die Kommunikation im Stock.

Derweil dachte ich über Drucksensoren nach. Allerdings müssten diese abnehmbar und leicht auszutauschen sein. Mal geht eine Flasche kaputt oder ist nach ein- zwei Saisons nicht mehr zu gebrauchen.

@combie gebe Dir Recht mit der Aufzählung der Vorteile, Reflex scheidet aber wie schon genannt leider aus.

Das Youtube Video triggert mich immer noch, aber wie würde das mit dem Arduino verbunden bzw. ausgelesen?

Ich habe verschiedene Methoden aufgezählt. Was bringt dich da nicht weiter??

Die Methode aus dem Video ist zu instabil. Luftfeuchte ändert die Kapazität erheblich. Außerdem haben wir Kapazitätsänderungen im pF Bereich. Für eine Auswertung brauchst du einen Schwingkreis....

Was spricht den gegen Kapazitiver Näherungsschalter? Die gibt es für kleines Geld ausreichend Temperaturkompensiert.

Und bei einme nichtleitenden Behälter wie deiner PET-Flasche doch ideal.

Hallo, wie wäre es mit (quasi) wiegen. Kann man schön abdecken unten einen Kontakt und Feder einbauen fertig. Man will ja nicht den Füllstand wissen, sondern nur ob "nachfüllen" oder "nicht nachfüllen". Vielleicht kann man ja eine alte mechanische Waage zweckentfremden. Viel Spaß Manfred

kulturbereicherer: Und da wundert man sich das es den Bienen schlecht geht. Warum lässt den Bienen nicht 75% des gesammelten Honigs?

Sie überwintern auf Zucker besser, als auf so manchem Honig.

Nicht zu vergessen, die wirtschaftlichen Aspekte.

Mkch: Hallo, wie wäre es mit (quasi) wiegen. Kann man schön abdecken unten einen Kontakt und Feder einbauen fertig. Man will ja nicht den Füllstand wissen, sondern nur ob "nachfüllen" oder "nicht nachfüllen". Vielleicht kann man ja eine alte mechanische Waage zweckentfremden. Viel Spaß Manfred

Die Bienen bauen alles bewegliche fest. Jede Ritze wird verklebt. Die können wackelige Dinge überhaupt nicht leiden! Die einzigen Abstände, die sie dulden sind ca 9mm Der "Bee Space".

Reflexlichtschranke möchte ich ausschließen da dann da mit "Strahlen" gearbeitet wird - ich denke es stört den Ablauf im Stock -> Bienen sehen mehr als das menschliche Auge, aus diesem Grund alles mit Licht - auch andere fürs menschliche Auge nicht zu sehende Wellenlängen schließe ich aus. Aus dem gleichen Grund möchte ich auch nicht mit Radar arbeiten, Wellen stören womöglich die Kommunikation im Stock.

Und das Geschnatter des kapazitiven Melders ist egal? :o Komische Sicht... :o

Ich hätte zuerst an eine Ultraschall Abstandsmessung gedacht... Nachdem ich aber den Thread gelesen habe, ziehe ich den Blödsinn zurück. Ich denke aber auch, dass wiegen am wenigsten stört. Kannst du das Zeug evtl. pumpen ?

Stefan

combie: Ich eigentlich auch!

Aber hier hat es bestechende Vorteile. 1. kein Kontakt zum Medium. (keine Metallionen für die Bienen) 2. keine mechanisch bewegten Teile (die Bienen bauen alles zu, und verkleben alles, wo sie nur dran kommen) 3. keine Optik, die verdrecken kann

Ich dachte da an die kapazitive Messung des Füllstandes (analog). An einer kapazitiven Messung an einer bestimmten Höhe (digital) hab ich weniger einzuwenden.

Grüße Uwe

peterrox: Reflexlichtschranke möchte ich ausschließen da dann da mit "Strahlen" gearbeitet wird - ich denke es stört den Ablauf im Stock -> Bienen sehen mehr als das menschliche Auge, aus diesem Grund alles mit Licht - auch andere fürs menschliche Auge nicht zu sehende Wellenlängen schließe ich aus.

IR, also Infrarot ist kein Problem, da die Bienen ein sichtbares Spektrum in den UV-Bereich haben, also da wo wir rot sehen, sehen sie schon "schwarz", anders in Richtung UV, was wir hier nicht mehr sehen können sie wahrnehmen.

Dass IR kein Problem ist, sieht man z.B. auch bei diversen Bienenzählern, die mir IR laufen: http://www.instructables.com/id/Honey-Bee-Counter/