Gesucht: Pin-Brücke

Hoi auf's Forum

Momentan bin ich Stück für Stück dabei, mich in die Wunderwelt der Arduinos einzuarbeiten und ich denke, ich beginne langsam zu verstehen, was für Möglichkeiten damit entstehen.

Eine Sache, über die ich mir momentan den Kopf zerbreche: Wenn ich aus dem Prototypen-Stadium rauskomme und alles vom Breadboard auf eine Leiterplatte auflöten möchte, würde ich gerne die Möglichkeit haben, ohne irgendwelche Drähte die Verbindungen zwischen den einzelnen Pins zu kreieren. Ausserdem kann es ja vorkommen, dass man manchmal auch ganz viele Pins zusammenschalten will (5V-Verteiler, etc.), da wird das mit den Drähten mühsam. Mir ging eine Idee durch den Kopf, die ich im Anhang mal kurz visualisiert habe. Was mit vorschwebte, war, wie eine Art Band auf einer Rolle zu haben, wo man dann das abkneifen kann, was man mag, um die Pins zu verbinden. Nun zu den Fragen:

Frage 1: Gibt es sowas?
Frage 1a: Falls ja: wie heisst sowas?
Frage 1b: Falls nein: kennt ihr eine Alternative?

Eines meiner Probleme ist, dass mir einfach die Grundlagenvokabeln fehlen.

Vielen Dank für Eure Hilfe im Voraus.

Beste Grüsse

Johannes

Was hast du gegen den Draht drauflöten ?
Von der Rolle gibt es selbstklebende Kupferfolie, einfach mal googeln.
Die gibt es in verschiedenen Breiten. Aber auch die muss verlötet werden.

(deleted)

Draht auflöten

Löte eine Stiftleiste ein, und überbrücke einfach mittels Jumper.
"Überbrückungskappe", lol ... für mich sind das Jumper.

Ist gängige Praxis.

Paralleluniversum mit vielen Fotos zum Thema: Lötstellen verbinden bei Lochrasterplatine - Varianten? - Mikrocontroller.net

Ich verstehe nicht, wofür das überhaupt gut sein soll :frowning:

Ein einzelner Transistor kann mehr Leistung schalten als viele Arduino Pins gemeinsam, mit weniger Kosten und Löten.

Ich verwende Streifenrasterplatinen, wo ich mit einem Messer oder Diamantfräser die Leiterbahnen trenne.

agmue:
Ich verwende Streifenrasterplatinen, wo ich mit einem Messer oder Diamantfräser die Leiterbahnen trenne.

Aber auch da musst du die einzelnen Verbindungen untereinander löten, oder ?

HotSystems:
Aber auch da musst du die einzelnen Verbindungen untereinander löten, oder ?

Da ich seit mehreren Jahrzehnten weiß, auf welcher Seite der Lötkolben heiß wird, stellt das für mich kein Problem dar :smiley:

Anstelle von Lötstreifen sehe ich aber immer häufiger Lötpunkte, die mehr oder minder elegant verbunden werden. Daher meine Idee, mal auf die Streifen hinzuweisen.

Möglicherweise bin ich aber gedanklich auch zu eingefahren, um überhaupt den Sinn der Frage zu verstehen. Die Erfahrung lehrt jedoch, daß Antworten leicht neben der Fragestellung gelegentlich ein Volltreffer sind. Einen Versuch ist es wert, finde ich ;D

Anstelle von Lötstreifen sehe ich aber immer häufiger Lötpunkte, die mehr oder minder elegant verbunden werden. Daher meine Idee, mal auf die Streifen hinzuweisen.

Ich bevorzuge den Mittelweg für meine Prototypen.
Dreierstreifen

Ein Beispiel

Unterseite alle Verbindungen in Richtung der Streifen.
Oberseite alle Verbindungen 90° zu den Streifen.
Sieht dann von beiden Seiten recht sauber aus.

agmue:
Da ich seit mehreren Jahrzehnten weiß, auf welcher Seite der Lötkolben heiß wird, stellt das für mich kein Problem dar :smiley:

Ok, das ist deutlich. :wink:
Ich hoffe ja auch für den TO, der offensichtlich nicht löten mag.

Steckbare Verbindungen sind Jumper (wurden bereits gezeigt) Die gibt es aber nur für 2 Pins.

Kannst Du aber in beliebiger Länge machen indem Du eine Stiftleiste Weiblich oben zusammenlötest.
zB:

Andererseits gibt es für fixe Einstellungen auf Platinen Lötbrücken:


Auch der Arduino hat solche zB rechts vom Quarz wo RESET EN steht. Zwischen den 2 Löt-Pads ist eine dünne Leiterbahn. Die kann man mit einem Messer auftrennen und später durch Lötzinn wieder verbinden :

Ansonsten Draht verlöten.

Grüße Uwe

Man kann das auch direkt mit Lötzinn machen. Aber für Anfänger ist das oft schwierig, da man etwas Erfahrung braucht um zu einzuschätzen wie das Zinn schmilzt und fließt. Wenn man einfach immer mehr aufträgt schiebt man nur das flüssige Zinn hin und her. Der Trick ist erst mal nur einzelne Punkte zu machen und es fest werden lassen. Und danach die Punkte zu verbinden.

Das mit Drähten zu machen ist nicht so kompliziert wie du meinst. Auch das geht ziemlich schnell wenn man es mal raus hat. Einfach den Draht an einem Ende festlöten so dass er gerade ist. Und dann die restlichen Pins anlöten. Das wird nur bei extrem kurzen Drähten problematisch da der Draht dann genug Hitze leitet um das Zinn zu schmelzen

Auch der Arduino hat solche zB rechts vom Quarz wo RESET EN steht. Zwischen den 2 Löt-Pads ist eine dünne Leiterbahn.

Auf der Unterseite findet sich eine eben solche Stelle.
Sie dient allerdings dazu die 5V vom USB abzutrennen

HotSystems:
Ok, das ist deutlich. :wink:

Es gibt Leute (Richard Vetter aus Peine), die stellen einen Ofen auf den Kopf und bauen anstelle des Ofenrohres ein Plastikabflußrohr dran. Heute nennt sich das Brennwerttechnik.

In meinem Keller wurde ein Gasrohr verlegt, bei dem keine Lötstellen zu sehen waren. Auf Nachfrage wurde mir die Preßtechnik dafür erklärt.

Warum sollte also nicht jemand auf die Idee kommen, Leiterbahnen auf andere Art als durch Löten zu verbinden. Geklebte Quantenpressnieten oder dergleichen wären spannend. Ich möchte da keinem Genie im Weg stehen ;D

Da kann ich Druckknöpfe empfehlen, da lassen sich Drähte einfach durchflechten. Für SMD allerdings weniger geeignet…

agmue:
…Ich möchte da keinem Genie im Weg stehen ;D

Echte Genies lassen sich auch nicht hindern.

Ihr vergeßt ganz die Wire Wrap Technik:

Detail:

Beschreibung:
https://www.jameco.com/Jameco/workshop/techtip/wirewrap.html

Einzig die IC-Fassungen findet man schwer und kosten gegenüber den verlöteten Brüdern eine Heidengeld.

Grüße Uwe

DrDiettrich:
Ich verstehe nicht, wofür das überhaupt gut sein soll :frowning:

Ein einzelner Transistor kann mehr Leistung schalten als viele Arduino Pins gemeinsam, mit weniger Kosten und Löten.

OK, es "könnte" helfen, das zuerst einmal zu erklären: ich bastel seit einigen Monaten immer mal wieder in Fusion 360 an einer Lösung, die durch den Crowpi inspiriert ist: eine Art Box, in der die gängigsten Komponenten (Input-/Output) eingebaut sind. Die Pins der Komponenten werden dann so verkabelt, dass sie am Ende an der Oberseite neben dem Arduino an eine Reihe von Pinleisten rauskommen (s. Bild 1). Hier brauch ich dann nur noch die richtigen Kabel zwischen einzelnen Pins der Pinleisten und dem Arduino verbinden und fertig ist das Test-Setup. Neben diesen beiden Bereichen werden noch die gängisten Wiederstande erreichbar sein für Settings, in denen ich pullup/-downs o.ä. brauche.

Hauptziel der ganze Aktion: ich habe eine Box für alles, die ich immer mitnehmen kann und an der ich nicht jedes Mal endlos rumfummeln muss, um endlich programmieren zu können. Ich fahr halt jeden Tag knapp 3h Zug und mag an dieser Zeit gern "spielen".

Bisher hab ich für alle Komponenten eine Halterung in Fusion konstruiert und bin nun dabei, diese der Effizienz halber zu Gruppen zusammenzufügen, s. Bild 2. Die kann ich dann in Schienen anbringen (s. Bild 3), evtl. auch zweistöckig, und so befestigen, dass alles stabil und Rucksack-fertig ist. Gleichzeitig kann ich aber alles wieder auseinandernehmen, falls ich weitere Komponenten hinzufügen mag oder irgendwas ändern möchte.

Ein allgemeiner Gedankengang, der mit hierbei kam, ist der folgende: viele Komponenten haben ihre Signal-Pins und eben die Stromversorgung (halt VCC und Masse). Mein Bauchgefühl sagt, dass die 5V-Versorgung am Arduino etwas in die Knie geht, wenn ich da 25 Komponenten ranhänge und die immerzu futtern wollen. Da sollte dann etwas zuviel Strom für den kleinen süssen Uno fliessen. Wenn ich es beim crowpi richtig sehe, haben sie dort dip-switches verwendet, um genau das zu managen: man kann damit dann einfach die Komponenten, die man für das jeweilige Setup verwenden möchte, mit Spannung versorgen.

Also stand ich nun vor der Frage, wie ich die Dipswitch-Reihen sinnvoll realisieren kann. Die Elektro-Cookies hab ich bereits. Nur stand ich bisher auf dem Schlauch, wie ich alle Pins der Dip-Switches an die 5v-Versorgung bekomme, s. Bild 4.

Aber die Idee mit dem Silberdraht finde ich definitiv attraktiv. Einfach, flexibel, auch für einen Löt-Anfänger wie mich sehr überschaubar :slight_smile:

Was meinen gesamten Text angeht: Ihr werdet mich wahrscheinlich bei zig Begriffen verbal lynchen wollen, weil sie nicht korrekt sind. Habt Gnade. Ich habe von der ganzen Thematik bislang wenig Plan, kenne mich mit den Grundlagen kaum aus und somit auch das Grundvokabular nicht. Dafür kann ich in brauchbarem Maß denken und dadurch relativ zügig lernen :stuck_out_tongue:

So, nun bin ich verdammt gespannt auf Euer Feedback zur gesamten Idee. Neben meiner Frau, deren Interessensphäre den Bereich Elektronik definitiv nicht beinhaltet (und die bei 90% meiner begeisterten Erzählungen sich wahrscheinlich innerlich fragt, was ich in Gottes Namen da eigentlich quassel) seid Ihr die ersten, denen ich diese Idee im Detail beschreibe.

Beste Grüße
Johannes