Gitarrentonabnehmerwickelgerät & Arduino

Hi,

ich baue gerade meine erste E Gitarre zusammen und bin gerade dabei neben dem, schon fertigen Schlagbrett und Elektronikabdeckung die Tonabnehmer selber zu wickeln.
Dazu habe ich bereits einen Nähmaschinenmotor inkl. Drehzahlregler (per Fuss) gebraucht erstanden.

Nun ist es wichtig für den richtigen Widerstandswert die genaue Anzahl der Wicklungen des Tonabnehmers zu bekommen.

Ich hatte erst die Idee mit einem mechanischen Counter doch ich denke es geht viel einfacher und eleganter mit einem Hall Sensor.

Hat jemand bisher Erfahrungen mit solchen Sensoren gemacht und kann mir dabei weiterhelfen?

Wie gesagt ich habe bisher erst das Blink Programm gemacht, doch komme recht gut in C zurecht.
Habe den Arduino seit ca. 2 Wochen.

Mfg
Kevin

Moin,

eine einfache alternativ Variante wäre den Abnehmer eines alten Fahrradkomputers zu verwenden. Den Magneten an die Spule oder Welle und den Reed Kontakt zum triggern eines digitalen Inputs... Dann brauchst Du keine Hardware kaufen. Wahlweise ginge ach ein Taster der über die Welle oder Spule betätigt wird...

Gruß

Sebastian

Entschuligt die Frage eines E-Gitarren Laien. Sind die Saiten magnetisch oder wie bekommt man ein Signal von einer Spule. Kann man als Amateur einen Tonabnehmer qualitativ gut bauen damit ein ordentlicher Ton herauskommt? Sind die Tonabnehmer nicht ein Klangbestimmendes Element einer E-Gitarre? Grüße Uwe

Der Tonabnehmer ist kein Hexenwerk, wenn man sich den entsprechenden Artikel in der Wikipedia ansieht: http://de.wikipedia.org/wiki/Tonabnehmer#Elektromagnetische_Tonabnehmer
Klangbeeinflussend kann man da nicht viel verkehrt machen, da es prinzipiell nur darum geht, eine Spannung zu erzeugen, die ihrerseits natürlich gewissen Anforderungen unterliegt, was beispielsweise die maximale Amplitude angeht.

Tonabnehmer kann man sehr gut sleber wickeln. Auch qulitativ sehr hochwertige. Es gibt nur einige Dinge zu beachten, wie zum Beispiel die Microphonie. Dazu taucht man den Abnehmer aber ienfach für ca. 25 min in heißes Wachs.

Das mit dem Taster hab ich als erste Lösung überdacht. Der mechanische Taster ist aber zu schwergängig. Natürlich könnte man auch einen elektronischen Taster benutzen und dann einfach die High - Low Schaltvorgänge zählen. Dürfte nicht allzu schwer sein.

Nun noch mal kurz zurück zum Tonabnehmer. Man darf bei der ganzen sache nicht vergessen das natürlich das Holz und die Bauweise der Gitarre entscheidende Einflüsse auf den Klang haben. Aber den Klang, genauer die Resonanzfrequenz und die Farbe kann man sehr gut mit der nachgeschalteten Elektronik beeinflussen.

Hallo, zurück zum Counter:
Mit Arduino gäbe es unzählige Möglichkeiten, einen Counter zu realisieren. Was mir spontan einfällt:

  • Schleifkontakt irgendwo am Nähmaschinenmotor, der einmal pro Umdrehung ein HIGH-Signal an einen digitalen Pin des Arduino schickt
  • “Optischer Taster” mit Lichtschranke: Kartonlasche o.Ä. am Motor befestigt unterbricht pro Umdrehung einmal eine Lichtschranke (gibt es günstig als integriertes Bauteil)
  • Reed-Kontakt: Magnet am Motor betätigt einen Reed-Schalter (kontaktloses Schalten über Magnetismus)

In diesem Zusammenhang könntest du auch gleich einiges über Interupts lernen (googeln…)

Cool wäre es natürlich, die gesamte Wickelmaschine mit dem Arduino als Steuerungseinheit zu realisieren (langsames Beschleunigen des Motors, Wicklungen zählen, an einem LCD-Bildschirm den geschätzten Widerstand anzeigen, automatisch stoppen bei Erreichen eines voreingestellten Widerstands oder einer Wicklungszahl, etc.).

Halte mich auf dem Laufenden, wie das Projekt gedeiht!

LG, Phillip

Kleine Zusatzinfo... Schleifkontakt irgendwo am Nähmaschinenmotor prellt. Reed-Kontakt: Magnet am Motor betätigt einen Reed-Schalter prellt. Entprellen.

Nur damit ihr wisst... Ich habe selbst ne 35 Jahre alte TRUXA Stratocaster Kopie, welche ich bereits angefangen habe, zu restaurieren. Da kommt mir dieser Gedanke gerade recht.

Singlecoils neigen dazu Brummen aufzufangen, Humbucker nicht.

Humbucker in Form von typischen Singlecoils gibt es fertig zu kaufen. Aber derjenige, der sich die Mühe macht die Windungen selbst zu wickeln hat meinen Respekt.

Tipp: Gleich nen Humbucker im Singlecoilformat überlegen ;) Brummen ade.

Jo, also arbeite mich ja gerade ein in die ganze Programmierungsthematik und werd nun erstmal versuchen die weiteren Experimente in dem Buch vom "Lernpaket Arduino" zu machen.

Ich möchte eben schon die Grundlagen gründlich lernen um später einmal zügig voran zukommen bei komplexeren Problemen.

Werde aber weiter versuchen das Wickelzahlproblem erstmal zu lösen.

Die Idee mit dem R Messer ist sehr gut. Wär ich so nicht drauf gekommen. Ich behalt das erstmal so im Kopf und schau, wenn ich über die erste Grundfunktionalität drüber bin was man noch so verbessern kann.

VG