Gutes SoundModul um Klatschen zu erkennen

Ich habe hier ein LM393, dass ich eigentlich dazu verwenden wollte ein Klatschen zu detektieren.

Das doofe ist allerdings, dass ich mich anscheinend nicht ausreichend informiert habe.
Das Modul hat ein Poti drauf, mit dem man den Schwellenwert einstellen kann.

Leider ist dieser Schwellenwert ausschließlich zum einstellen des Schallpegels da.
Es wird also jetzt einfach jedes laute geräusch detektiert - egal ob hämmern, niesen oder was auch immer.

Gibt es ein gutes und preiswertes Soundmodul, mit dem man auch etwas an den Frequenzen rumschrauben kann, damit auch wirklich ein "Klatschen" und nicht nur einfach "laut" detektiert wird?

Ich bin über Vorschläge dankbar!

Ja, gibt es. Ein 7 Band Stereo Spectrum Analyzer Shield: https://www.sparkfun.com/products/10306
Erhaeltlich auch bei Watterott.

Aber ein klatschen von einer zugeknallten Tuer zu unterscheiden, ist und bleibt schwierig, weil beides im Frequenzspektrum ziemlich breitbandig ist.

Einen Pfiff sicher und ausschliesslich zu detektieren ist deutlich einfacher.

Oder nur auf 2x klatschen innerhalb einer Sekunde reagieren oder eine aehnliche Logik.

Beste Gruesse

Helmuth

Uii..... das ist aber ein ziemlich stolzer preis...

also von der Logik her habe ich da schon was um es zu begrenzen, aber niesen z.b tut man ja auch in etwa der zeitspanne (meist 2 oder gar 3 mal) in der ein klatschen angenehm wäre.
Meine 3 Module habe ich für 2,5€ inkl. Versand gekauft.
Es muss jetzt nicht unbedingt eine Alternative sein, die es auch für 0,83€ gibt, aber als Student tun 25€ + Versand ziemlich weh ^^.

Es muss auch nicht unbedingt absolut perfekt funktionieren, aber ein Verbesserung wäre schon gut.

Wenn du etwas besseres möchtest aber nicht so gut wie eine teurere Fertiglösung, dann schau dir den Schaltplan des Moduls an. Den sollte es irgendwo geben. Wenn nicht kann man auch leicht selbst zusammensuchen. Das ist schließlich nichts anderes als eine Mikrophonkapsel, eventuell ein Transistor als Verstärker und ein Komparator. Dann kann man das nachbauen und baut einen Frequenzfilter dazwischen. Dann kannst du immerhin hohe Frequenzen raus filtern. Aber das reagiert dann trotzdem immer noch auf andere Geräusche!

Das MSGEQ7 IC gibt es aber auch einzeln! Du musst da nicht gleich ein ganzes Shield nehmen. Gegenüber einem einfacher Filter hat das den Vorteil, das du gleich ein Spektrum hast. Das heißt du kannst ein Geräusch nicht nur nach dem Bassanteil einsortieren, sondern eventuell auch die Hochfrequenten Anteile mit Einbeziehen. Oder überhaupt erst mal nachschauen wie ein Niesen Frequenz-mäßig aussieht.

Naja bei den billigen Teilen wirst du nichts passendes finden. Hab da letzten auch so ein 1€ Teil verbaut. Den Poti ist für die Schallerkennung viel zu pingelig. Die MSGEQ7 gibts ab ~6 Stk. und somit finde ich das Shield noch nicht einmal überteuert.

Werde mir von den MSGEQ7 auch mal ein paar ordern.

Also an und für sich würde es auch reichen, wenn da Modul zuverlässig auf die Geräusche reagieren würde.
Das LM393 hat bei mir (alle 3 - daher gehe ich nicht von einem defekt des moduls aus) das Problem, dass sich der Schwellenwert je nach Last ändern.

Ich habe hier zu Testzwecken ein Lichterkette von 50 WS2811er LEDs, die über D-PIN3 ihr Signal bekommen.
Gespeist wird da ganze von einem Universalnetzteil mit 5V.
Dieses geht mit 5V an Vin und mit GND and GND des Arduino UNOs.

Das Soundmodul ist mit seinem Out an D-Pin2 des UNOs angeschlossen.
Gespeist wird es vom 5V Anschluss des Arduinos und einem GND Pin.

Wenn die LEDs aus sind kann ich den Schwellenwert mittels Poti so drehen, dass die LED des Moduls (gibt optisch zurück wenn etwas erkannt wurde) bei Stille nicht mehr aufblinkt.
Sobald die LEDs angehen, habe ich ein ... Rauschen im Modul...
Es flackert die LEDs.
Wenn ich dann mittels Poti wieder angleiche, dann erkennt es das Klatschen wiederrum kaum, wenn die LEDs aus sind.

Handelt es sich um solche Module
http://www.ebay.de/itm/Sound-Detection-Sensor-Modul-Gerauschsensor-Mikrofon-LM393-fur-Arduino-/261449973220?pt=Sensoren_Regler&hash=item3cdfa1fde4

Die sind kaum zu gebrauchen, wollte das Teil in die Tonne werfen, jedoch hab ich kurzfristig für ein Geburtstagsgeschenk doch noch den passenden Einsatzzweck gefunden.

Das sich der Schwellenwert direkt in Abhängigkeit zur Last (vermutlich meist du die Spannungsversorgung) ändert, wäre möglich wenn du dein Netzteil nicht ausreichend ausgelegt hast, oder es bei kurzzeitig hohen Belastungen einknickt. Elkos vorgesehen?

Die Ausrichtung des Mikrofons spielt bei diesen Modulen eine sehr wichtige Rolle. Ich musste den Sensor in einem Weinhalter (nur öffnen vorne für die Flaschen) einsetzen. Da ging es einigermaßen da sich der Schall dort entsprechend gefangen hat.

hi,

Werde mir von den MSGEQ7 auch mal ein paar ordern.

hab' ich natürlich auch gleich interesse gehabt, aber mir ist (im gegensatz zu meistens) grade noch eingefallen, daß ich nicht wirklich verwendung dafür habe. :roll_eyes:

trotzdem ein link:

gruß stefan

Einwendungszweck habe ich gerade auch noch keinen. Wollte aber mal eine WS2812B Leiste aufsetzen die sich an dem Umgebungsgeräuschen orientiert, so wie bei Helmuths Projekten.

Hmmm das mit dem ausreichend dimensionierten Netzteil werde ich bald herausfinden.
Das Soundmodul ist so ähnlich. Um genau zu sein das hier.

Mein Problem ist, dass ich unter extremen Zeitdruck stehe.
Ich baue jeden Tag von 8:00 bis teilweise (gestern) 4:00 nachts daran rum.
Es MUSS Mittwoch fertig sein.
Wenn der Schreiner am Mittwoch nicht entgegen unserer Absprache Feierabend gemacht hätte und am Donnerstag mein Holz nicht verschnitten hätte (12 Schnitte, davon 4 mal kürzen und 8 gährungsschnitte - alle stücke identisch) und ich keine 5 Stunden warten hätte müssen um zu erfahren, dass ich nochmal zum Holzhandel muss, damit er es NOCHMAL macht, dann hätte ich mindestens eineinhalb Tage mehr.
Der gute Mann wollte dann schlappe 50€ dafür haben (begründung: weil ers 2x machen musste - dass ich nicht lache...), ich durfte das teure KVH zwei mal zahlen und die Schnitte waren am Ende nicht mal sauber!
Da ich unter Zeitdruck stehe und das Holz brauchte, musste ich es so machen. Den werde ich mir dann aber die kommende Woche nochmal zur Brust nehmen.
Fürs nächste mal, kauf ich mir das Werkzeug und mach es selber. Von mir sieht kein Schreiner mehr auch nur einen Cent!

Durch den Feiertag konnte ich dann kaum laute Arbeiten machen, wodurch sich alles weiter verzögert hat - dadurch wurde meine penible Planung komplett eliminiert...
Daher muss jetzt erstmal das schlechte Sound-Modul herhalten.
Eventuell wird das dann später ersetzt.
Ich hoffe noch darauf, dass ein ausreichend großes Netzteil das Problem beseitigt.

Langfristig muss ich aber nach ner bezahlbaren Alternative ausschau halten.

Ausreciehdn dimensioniertes Netzteil sollte eigentlich an ersten Stelle stehen. Ob es dem Soundsensor denoch hilft, ist fragwürdig, das ding ist halt nicht nur günstig sondern auch noch je nach Verwendungszweck billig.

Diese Module sind Schrott und taugen bestenfalls zur Kollisionserkennung.

Helmuth:
Diese Module sind Schrott und taugen bestenfalls zur Kollisionserkennung.

Wo wir bei diesem Thema sind ...
Ich verwende ein ähnliches Modul (und noch einen Lichtsensor ähnlicher Bauart) für mein Fototrigger-Projekt.
"Fressen" diese Schaltungen eigentlich (unnötig) Zeit? - Zeitfaktor ist ja bei meinem Foto-Trigger wichtig.

Ich habe selbst als Dilettant keine Ahnung was da verbaut ist und wie es funktioniert. Ich weiß, dass man die entsprechenden Sensorschaltungen mit erheblich weniger Bauteilen erstellen könnte (zumindest, wenn man die Empfindlichkeitseinstellung weglässt). Habe mich damls für die Module entschieden, weil ich die Verkabelung einfacher fand ...

Grüße,
Klaus

Nein. Das geht praktisch sofort. Da werden einfach zwei Spannungen verglichen. Die vom Mikrofon mit der die am Poti eingestellt ist. Je nachdem welche größer ist, wird der Ausgang auf Low oder High gesetzt.

Der Abstand von der Schallquelle zum Mikro frisst die Zeit. 3 mS pro Meter.

Das ist fuer Highspeed Photographie eine Ewigkeit. Und ob so eine billige Mikrokapsel immer gleich reagiert, wage ich auch zu bezweifeln. Temperaturunterschiede, minimal andere Winkel, (nicht) mitschwingende Leiterplatten und dergleichen haben da sicherlich auch einen Einfluss. Deshalb kostet ein Messmikro, welches reproduzierbare Ergebnisse garantiert, auch ein paar hundert Euro.

Deine Auswertungslogik - also Dein Sketch - ist natuerlich unbekannterweise auch verdaechtig, ein Zeitfresser zu sein. :wink:

Beste Gruesse

Helmuth

Off-Topic P.S.: Wegen der geringen Schallgeschwindigkeit nehme ich fuer meine Licht zum Beat Spielchen auch ausschliesslich das Audio Signal via Line-IN, mit Mikro hat man IMMER eine Latenz.
Mit Line IN hat man dagegen die Schallgeschwindigkeit auf seiner Seite: Das Signal ist bereits im MSGEQ7 und wird analysiert und in den Controller geschickt, waehrend der Schall noch unterwegs ist.
Man gewinnt also die ganze Schalllaufzeit fuer die Signalverarbeitung was zu knackigen "on the spot" Lichteffekten fuehrt, wie ich hier in vielen Videos gezeigt habe.

Helmuth:
Deine Auswertungslogik - also Dein Sketch - ist natuerlich unbekannterweise auch verdaechtig, ein Zeitfresser zu sein. :wink:

HA! :slight_smile:

So unbekannt ist mein Sketch nicht:

Damit es hier nicht zu offtopic wird, nur mal kurz die Bitte da mal über die Routinen zu gucken, die die Ereignisse auswerten und die Reaktionen auslösen (in etwa in der Mitte des Sketches).

Schallgeschwindigkeit ist nicht unbedingt das Problem.
Mit Lichtschranken könnte man zwar vor einem einem Aufprall odert was auch immer auslösen aber es reicht bei kurzen Abständen (10cm) auch ein Schallereignis um zersplitterndes Glas oder platzende Luftballons einzufrieren.
(Das macht man geschickterweise im Dunkeln während einer Langzeitbelichtung durch das Auslösen der Blitze, um die Auslöseverzögerung der Kamera zu vermeiden. (Arrgh, auch offtopic - ich hör ja schon auf :smiley: )

Grüße,
Klaus

Gibts denn noch andere Vorschläge um ein Klatschen zu erkennen, außer ein 30€ shield?
Ich hatte so an maximal 10€ gedacht.
Es geht auch weniger darum immer 100% exakt ein Klatschen zu erkennen.
Wenn er mal ein Tür knallen erkennt würde ja nichts passieren, weil ich die logik so habe, dass innerhalb von 500ms 2mal geklatscht werden muss, bevor was passiert.

Ich suche also ein "nicht -Schrott" modul, dass allerdings noch so extrem genau sein muss, aber wenigstens zuverlässig sein sollte.
Die Spannungsversorgung allein hat das Problem übrigends nicht verursacht.
Das Modul ist einfach Käse.