Hallsensor - Magnet oder Eisen?

Ich habe mal eine technische Frage, an die, die mit Hallsensoren schon Erfahrung haben.

Muss der Auslöser unbedingt ein Magnet sein oder gibt es auch welche, die auf normales Eisen reagieren?

Ein Hallsensor reagiert ausschließlich auf Magnetfelder. Wobei man viele Stähle (oder was meinst du genau mit Eisen?) auch magnetisieren kann. Dann reagiert auch der Hallsensor drauf.

Hallo,

genau, ein Magnetfeld muß her. Bsp. ein TLE4905 reagiert nur auf den Südpol. Ein TLE4966 benötigt Nord und Südpol. Sind für verschiedene Anwendungen gedacht.

Wenn er auf Eisen reagieren soll, könntest du einen induktiven Sensor nehmen. Kapazitiver geht unter Umständen auch, kommt auf die Umstände drauf an. Induktiver ginge auf jeden Fall.

Nord- und Südpol kann man nicht trennen. Ansonsten hast Du recht, es gibt bipolare und unipolare Hallsensoren, und analoge.

ich will an einer Bremsscheibe innen an den Langlöchern (hat 6 Stege) ein Tachosignal abnehmen

ElEspanol: ich will an einer Bremsscheibe innen an den Langlöchern (hat 6 Stege) ein Tachosignal abnehmen

Warum nimmst du keine Reflex-Lichtschranke?

ElEspanol: ich will an einer Bremsscheibe innen an den Langlöchern (hat 6 Stege) ein Tachosignal abnehmen

Gerne wird auch hinter/an dem Hallsensor ein Magnet angebracht. Das vorbei flitzende Eisen ändert den magnetischen Fluss.

Z.B. ABS, Kurbelwellen und Nockenwellen Sensoren tun das so. Nimm doch so einen.

HotSystems: Warum nimmst du keine Reflex-Lichtschranke?

Geht nicht, wegen Dreck.

Hallo,

@ Dr. den Nord und Südpol von einem Magneten kann man nicht trennen. Klar. Aber wie geschrieben braucht er einen Nord und Südpol. Sprich 2 Magneten. Einer zeigt mit dem Nordpol zum Sensor und der andere mit dem Südpol zum Sensor.

Bremsscheibe. Egal was du machst, stell bitte sicher das sich kein Teil lösen kann und in der Bremszange verklemmen kann oder so.

Doc_Arduino: Bremsscheibe. Egal was du machst, stell bitte sicher das sich kein Teil lösen kann und in der Bremszange verklemmen kann oder so.

Danke für die Warnung, ich weiss schon was ich tue.

Deswegen war ja die Idee, ob es ein Sensor gibt, der die vorbeiflitzenden Stege erkennt, damit ich da keine Magneten anbringen muss. Weil die Schwibe anbohren und die Magnete einpassen wollte ich nun doch lieber nicht :)

Also doch Magnete aufkleben. Wenn ich so kleine runde Neodym nehme, die halten ja im Prinzip von alleine. Und mit Kleber sichern. Am besten mit Heisskleber :grin:

Spass beiseite, mit hitzefestem Flüssigmetall müsste das doch gehen, oder ?

Hallo,

Metallkleber sollte funktionieren. Je weiter weg von der Bremsfläche umso besser. Also eher Richtung Nabe. Aus eigener Erfahrung kann eine Bremsscheibe auch mal glühen. Zumindestens Ansatzweise. Je nach Abstand zum Sensor brauchste entsprechend größere Magneten.

Ohne Magneten sollte wie erwähnt ein induktiver Sensor funktionieren. Aber die Bauformen sind recht groß, deswegen nicht so sinnvoll.

Warum willst du denn unbedingt an die Bremsscheibe?

Der ganze Antriebsstrang hat doch die gleiche Drehzahl (bis zum Kardan) ?

Könnte man da nicht an einer weniger schwierigen oder gefährlichen Stelle das Signal abgreifen?

Edit: Wenn du auf der anderen Seite der Langlöcher einen Magnet anbringst, müsstest du doch etwas messen können?

ElEspanol: Deswegen war ja die Idee, ob es ein Sensor gibt, der die vorbeiflitzenden Stege erkennt, damit ich da keine Magneten anbringen muss. Weil die Schwibe anbohren und die Magnete einpassen wollte ich nun doch lieber nicht :)

Gibt es.

Combie hat es schon geschrieben.

Hinter dem Hallsensor einen Magneten, dann wird durch das Loch in der Scheibe der Fluss geändert, was zu einem Signal führt. Ist in der Automobilindustrie so üblich, weil man in den Motor auch ungern Magneten klebt.

Es gibt auch Radlager die mit einem ABS Sensor überwacht werden können, der Zahnkranz ist eigentlich überholt.

Bei der Montage auch an Unwuchten denken!

Wenn der Magnet hinter dem Sensor sitzt, schließt sich das magnetische Feld über das vor dem Sensor umlaufende Eisen. Ein zweiter Magnet ist dafür nicht notwendig. Das funktioniert dann aber nur mit einem unipolaren Sensor, weil sich dann ja nur die Stärke des Feldes ändert, aber nicht seine Richtung.

  1. An den Antriebstrang komme ich nicht ran, es ist ein Käfermotor mit angeflanschtem Getriebe und Achse
  2. Am Vorderrad habe ich eben die Bremsscheibe, wo ich am einfachsten was dranstricken kann. Der Hersteller hat einen entsprechenden Tachoabnehmer, dann muss ich aber alles umbauen, 600€. Schlecht.

Hat jemand ein konkretes Beispiel für einen induktiven Sensor?

Wenn ich einen Magneten hinter den Hallsensor mache, welche Abstände Magnet - Sensor- Bremsscheibe ? Beispiel für unipolaren Sensor?

Induktive Sensoren gibt es gewöhnlich in der Rubrik "Abstandsmelder", z.B. als fertige Module zum Einschrauben.

Der Magnet hinter dem Sensor ist mehr ein generelles Modell, nicht sehr praxistauglich. Es erfordert einen guten Magnetfluß (in Eisen) um den Sensor herum, so daß nur ein kleiner Luftspalt bleibt, wenn das zu detektierende Metallteil vorbeizieht. Ist der verbleibende Luftspalt zu groß, hat das Metallteil nur einen sehr geringen Einfluß auf das Magnetfeld durch den Sensor. Der Effekt ist deutlich besser, wenn ein Magnet vorbeizieht, dann wird der Luftspalt mit wachsender Entfernung immer größer.

Eine Suche nach "unipolar hall sensor" liefert viele Links, einige davon mit der IMO irreführenden Erklärung seiner Arbeitsweise. Ich würde sagen, daß unipolare Sensoren auf die Stärke eines Magnetfelds reagieren, bipolare auf dessen Richtung.

Hab mal etwas über induktive Sensoren nachgelesen, das scheint meinen Fall eher zu treffen.

Dann sollte doch sowas Link gehen? oder billiger hier

Wäre auch schon ideal zum dranschrauben

Hallo,

ich versuche mal eine Erklärung abzugeben zu unipolar und biploar.

unipolar: reagiert auf ein Magnetfeld, Bsp. TLE4905 (Nachfolger TLE4906), ist das Magnetfeld nah genug am Sensor, schaltet dessen Ausgang, bewegt sich das [u]gleiche Magnetfeld[/u] wieder weg, schaltet der Ausgang wieder um

biploar: reagiert auf ein Magnetfeld, Bsp. TLE4945, ist dieses Magnetfeld nah genug am Sensor, schaltet dessen Ausgang. Damit der Ausgang erneut umschaltet, muß das [u]gegenteilige Magnetfeld[/u] am Sensor anliegen.

Gibts alles mit verschiedenen Empfindlichkeiten.

Hallo,

nur mal so wegen Befestigung, die Neomagneten gibts auch mit Loch in der Mitte. Allerdings brauchste dazu wieder eine Schraube mit flachen Kopf. Wegen geringen Überstand. Ist alles nicht so einfach.

Oder kannste die an der Scheibe im Loch verkleben und vernieten? Doppelt gesichert und trägt wenig auf. An der Bremse gibts ja auch Splinte. Vielleicht gehen die auch dafür.

Bsp. http://www.neomagnete.de/de/neodymium-magnete/ringe/ringe-bis-15mm-durchmesser/379/d6-d2x2mm-n45-ndfeb-ring-magnet-nicuni-au?c=31

Das Vorderrad mit Gabel ist wie beim Motorrad, deswegen glaube ich inzwischen, das der induktive Sensor am Rohr festgemacht das beste ist. Weil die Scheibe hat ja die Stege von der "Bremsfläche" zur Nabe, die dann die Impulse geben.