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Doc_Arduino:
Die 3 steht für 5V und nicht für irgendeine Differenz.

Verzeihe mir, aber meiner Meinung nach irrst du.
die "3" (bei einem 2bit AD-Wandler) steht nicht für "5V", sondern für eine Spannung "zwischen 3,75V und 5V". Das nennt man Quantisierungsfehler. Weil ein digitaler Wert eben nicht exakt einen analogen Spannungswert wiederspiegelt.

Doc_Arduino:
Rechne mal 4,88mV * 1023. Man erhält 4992,24V und keine 5V.

Ja, die 4,88mV sind gerundet. Genauer sind es eben 5V/1023 = 4,8828125mV
Und 1023 * 4,8828125mV = 4,9951171875V; Ein AD-Ergebnis von 1023 sagt: eine Spannung zwischen 4,9951171875V und 5V.
(Falls die VREF 5.00000V haben sollte)

Doc_Arduino:
Anderes Bsp. Lineal 0 bis 10cm. Wieviel Zentimeterunterteilungen sind dazwischen. Genau 10 und nicht 11. Hier kommt auch niemand auf die Idee mit 11 zurechnen.

Damit widerlegst du deinen eigenen Rechenweg. :wink:
ein 10-bit AD kann 1023 (3FF hex) darstellen, aber nicht 1024 (400 hex) weil 1024 schon 11 Bit benötigen würde.
Um bei deinem dezimalen Beispiel zu bleiben:
Mit einem Digit kann ich maximal "9" darstellen. "10" baucht schon 2 digits.
Ich habe also im Dezimalsystem mit einem Digit 101 = 10 Wertebereiche.
Die sind durchnummeriert von 0-9:
Zwischenablage01.jpg
Ein Messwert von 1,25cm würde interpretiert als "1cm" (Nachkommastellen gibt es keine), ein Messwert von 9,4cm als "9cm"
Wir Menschen würde nun einen Wert von 9,8cm als "10cm" interpretieren, weil wir in Gedanken runden. Das kann der µC aber nicht. Für den würde eine 9 eben eine 9 bleiben.

Um das zu untermauern, einen Auszug aus dem Datenblatt des Maxim-ADs MAX7578:
Zwischenablage02.jpg
Das ist ein 12-Bit AD und bereits bei 4,99878 V gibt er FFF hex zurück. Es gibt keinen Wert für 5V.

Dir ist aber schon klar, das wir hier auf sehr theoretischem Nivau diskutieren?
In der Praxis wird der Rechenfehler über den wir hier reden, deutlich überspielt durch Rauschen, Ungenauigkeiten und Fehler im AD.

Aber mir macht die Diskussion Spaß!
XD XD XD XD XD XD XD

Gunther