Problem: In unserer Familie gibt es eine hilflose Person, die in ihrer Einrichtung gerne mal wegläuft. Wir haben dort bereits ein System installiert, dass mit einem Bluetooth-Tracker arbeitet, welcher Alarm auslöst, wenn es einen Empfänger außerhalb des Aufenthaltsraums passiert (Variante A). Das System wird nicht mehr angeboten und gibt so langsam den Geist auf. Vergleichbare System kosten richtig Asche (2000€)! Also möchte ich so was selbst basteln/programmieren. Alternative Arbeitsweise B: Empfänger im Raum, Sender sendet regelmäßig (braucht mehr Strom), bei Ausbleiben Alarm.
Weiteres Problem: selbstgebastelte Geräte an Steckdosen würden wahrscheinlich bei der Überprüfung der E-Geräte-Sicherheit durchfallen, also dachte ich an ein altes Handy und der Empfänger-Im-Raum-Variante. Für Variante A bräuchte man wohl zwei Handys. (Für eine Lösung einfach nur mit Handys bin ich hier natürlich falsch, eine Empfehlung für eine gute Seite für App-Programmierung wäre dann gut.)
Schön einfach wäre natürlich ein Keyfinder-Tracker, aber: da gibt die Software wohl nur Alarm, wenn man sich mit dem Handy vom Tracker wegbewegt, aber nicht umgekehrt! (Airtag haben wir schon getestet: nutzlos. Ähnlich sah es bei einen GPS-Tracker aus: funktioniert nicht im Gebäude und ist selbst draußen unzuverlässig.)
Kennt jemand ähnliche Projekte? Ideen welches Modul geeignet wäre? Wie programmieren? Gibt es fertige Software-Module?
Ich hatte an ein MakerBLE-Modul gedacht – das natürlich ausverkauft ist!
Ggf. wäre ein Mini-Handy als Tracker einfacher als ein loses Bluetooth-Board, das erst noch eine Hülle und Akku braucht.
RFID-Warensicherungs-System (300€): Es müssten zwei große Empfänger in den Flur, der auch noch 2,5m Breit ist (nur mit RF-Hard-Tag; außerdem wird noch ein Sender benötigt?).
Es gibt auch Systeme mit RFID-Armband und Empfänger direkt an der Tür: dabei hat der Empfänger einen Magnet-Sensor an der Tür und gibt nur Alarm wenn diese offen ist (1900€). Würde funktionieren, aber der Sensor würde auch wieder ein DIY-Gerät bedeuten… es sei denn, es gibt so was als fertiges Modul mit Batterie (und Bluetooth).
Danke. Das sieht auf den ersten Blick erst mal gut aus.
Muss natürlich mit eine Akku laufen, der nicht größer ist als der eines kleinen Handys, damit Alles komplett in die Hosentasche passt.
Selbst so was muss einen Prüf-Aufkleber bekommen, von Externen, die meist nur ein mal im Jahr aufkreuzen.
Handy in die Hosentasche und ESP32 an die Wand war meine Vorstellung. Dann kann der ESP32 vom Netzteil versorgt werden. Wenn die Verbindung eine zeitlang wegbleibt, Alarm per WLAN.
Diese Prüfungen kenne ich auch, sowas muß es aber auch zwischendurch geben. Frage mal den Elektriker Deines Vertrauens, der sollte sich damit auskennen, eventuell auch mit lokalen Besonderheiten.
In dem Fall kommt es doch tatsächlich auf sehr zuverlässiges fukntionieren an:
Es gibt verschiedene Notrufuhren mit Geofence-Funktion.
Dieses hier kostet 300 Euro in der Anschaffung 6 € Monatsgebühr
und hat dann GPS und WiFi-Ortung. Die WiFi-Ortung funktioniert ohne Anmeldung am jeweiligen WLAN. Also es funktiert überall.
Als Zubehör gibt es Zusätzgeräte für die Geofence-Funktion
Man kann die Position per SMS und Webseite abrufen.
Man kann per SMS veranlassen, dass die Notrufuhr einen Rückruf macht bei dem sofort freisprechen aktiviert ist.
Es gibt noch mehr solcher Systeme von anderen Herstellern.
Ich muss wohl auch die Situation genauer erklären: die Person ist sehr agil und hat keinerlei Vorstellung davon, dass Autos gefährlich sind. Solange sie im Hausflur abgefangen werden kann: alles klar. Sobald sie alleine aus dem Haus kommen kann, sie also auf die Straße kommt, kann es schon zu spät sein. GPS hatten wir nur zusätzlich überlegt, aber unsere Tests mit einem Geo-Tracker/Geo-Fencing waren echt übel.
Der Alarm muss akustisch sein (wechselndes Personal) und muss schnell reagieren.
Anbei fällt mir noch ein Problem auf: mit einem Handy könnte man theoretisch abhören - das würde somit wohl auch nicht gerne gesehen.
Ohne die genauen Umstände vor Ort zu kennen, lässt sich kaum beurteilen, ob ein technisches Ortungsverfahren die Anforderungen erfüllen kann...
Die räumlichen Verhältnisse ( welche Räume dürfen betreten werden? Welche nicht mehr? Wie liegen diese zueinander? Wie viel Zeit bleibt bei Verlassen des erlaubten Bereichs für eine Reaktion?) sind entscheidend.
Funk durchdringt i.d.R. Wände, kann das vor Ort problematisch sein oder ist der RSSI-Wert in Deinem Fall ausreichend aussagekräftig?
Falls Bluetooth in Frage kommt, wäre dieses Projekt U.U. ein Ansatz:
oder einfacher
man erweitert den BLE_scan um die Erkennung eines bestimmten BLE Beacons und alarmiert, wenn dieses nicht mehr erkannt wird.
Das bleibt funkbedingt immer etwas unsicher.
Alles steht oder fällt letztlich mit den genauen räumlichen Verhältnissen. Bewegungsmelder, Trittmatten, Türkontakte könnten unterstützen. Ein oder mehrere IR-Sender mit einem ortsfesten Empfänger wären auch denkbar und würden besser abgrenzbar sein, hier kenne ich leider keine fertige Lösung, die an der Person getragen werden kann.
Also ich kenne es von guten Einrichtungen so, dass die Patienten den Bereich nicht eigenständig verlassen können.
Auf den Etagen ist die Tür verschlossen (+Notschaltung) und wenn sie im Garten sind, ist immer Personal dabei.
Ich hatte für meine, auch an Demenz erkrankte Mutter, nie die Notwendigkeit für technische Hilfsmittel.
Daraus resultieren 2 mögliche Konsequenzen:
Wenn sie in einer Betreuungseinrichtung ist, sollte man deren Kompetenz überprüfen (lassen)
Wenn sie noch allein zu Hause wohnt, sollte man prüfen, ob das noch sinnvoll ist.
Man kann soziale Probleme nur sehr selten mit Technik lösen. So hart, wie das auch klingen mag.
Die bisherige Lösung: kleiner Bluetooth-Tracker, der sendet sobald er in Reichweite es stationären Senders kommt und somit stromsparend der Alarm ausgelöst werden kann. Die Spezialfirma hat uns ein Empfänger-Teil (im Flur) und ein Alarm-Teil (im Raum), die wir per Kabel verbunden haben. Weil das Alles schön schick im Gehäuse mit Aufkleber der Firma war, hat die Einrichtung das akzeptiert. Die Auslöse-Entfernung kann man kaum einstellen, also mussten wir mühsam die richtige Position austesten und dann auch noch eine Abschirmung dran setzen, damit es einigermaßen wenig Fehlalarme gab aber im Flur immer. Die Firma gibt es nicht mehr (abgesehen davon, dass es unverschämt teuer war), die Geräte sind alt und es steht ein Umzug innerhalb des Hause an.
Was mir vorschwebt:
A) Signal vom alten Tracker analysieren. Irgendwas mit einem ESP32 auf den alten Tracker programmieren und in die alten Gehäuse einbauen, damit keiner was merkt.
B) Der Tracker ist auch alt (ist auch schon ersetzt worden). Also irgendeinen Keyfinder-Tracker verwenden. Hat schon mal jemand so ein Teil / das Signal analysiert? Bzw. weiß jemand, wie die genau arbeiten? Varianten?
C) einen kleinen Kasten mit Magnet-Sensor (zum Erkennen, dass die Tür offen ist, da ist eh schon ein anderer dran), inklusive RFID-Empfänger, könnte ich wahrscheinlich zusätzlich an die Tür anbringen, ohne dass gemeckert wird. Der Tracker bräuchte dann nicht mal ein Batterie und die Fehlalarme wären geringer.
Ich kenne das Problem auch von einer Einrichtung, wo die Demenzabteilung eigentlich schon gut geschützt ist. Also man kommt von aussen rein, z.B. über den Aufzug, und um diese Abteilung wieder verlassen zu können, muss man sich an Pflegepersonal wenden. Die können mit einem Schlüßel den Aufzug holen, und dann kann man die Abteilung wieder mit dem Aufzug verlassen. Das Problem, diese Patienten haben machmal neben dem Aufzug gewartet, bis Besucher kamen, die sind aus dem Aufzug raus, und bevor dieser Aufzug wieder die Türe schließen konnte, sind sie schnell noch in den Aufzug rein. Normale Besucher kannten die Patienten nicht, also haben sie diese einfach in den Aufzug gelassen. Wenn Heimpersonal mit dem Aufzug in die Abteilung gekommen ist, haben die natürlich aufgepasst, dass niehmand in den Aufzug ging, wenn sie damit kamen. Man kennt ja seine Pappenheimer.
Die Person steht unter Vormundschaft und hat keinerlei Vorstellung davon, was es heißt getrackt zu werden. Das Problem ist eher, dass die Einrichtung offiziell nicht für Wegläufer eingerichtet ist (und die Einrichtungen, die es gibt wollen wir nicht), deshalb mussten wir die Anlage auch selbst installieren und zahlen.
Eine Möglichkeit wäre vielleicht, dass dann, wenn sich eine Person im Aufzug befindet, die ihn nicht benutzen darf, der Aufzug die Türe nicht schließt und der Aufzug dann eben diese Etage nicht verlassen kann, solange die Person im Aufzug ist. Verlässt diese Person den Aufzug wieder, schließt er wieder die Türe und läuft er wieder wie er soll. Wenn Personal mit dieser Person im Aufzug ist, kann das Personal mit einem Schlüssel den Aufzug trotzdem schließen, und damit fahren.
kein Aufzug, nur Tür zum Flur. Eingriffe in die Hauseinrichtung werde ich gar nicht erst anfragen. Selbst die Anmeldung an das Wlan dürften die kaum akzeptieren.