Humidity Detection Sensor

Hallo zusammen,

ich habe heute einen Humidity Detection Sensor bekommen und mit einem Tropfen Wasser ausprobiert. Er funktioniert, aber was mich wundert, ist, dass am negativen Pol sofort kleine Gasbläschen im Tropfen erkennbar sind. Mir ist zwar die Möglichkeit der Elektrolyse bekannt, aber geht das so schnell? Der Tropfen ist ja nicht besonders salzig, und es liegen nur 2,2V an und man sieht sofort die Blasen.

Hält dann ein Senor als Regensensor länger durch oder ist der nur kurzfristig funktionsfähig?

Vielen Dank und viele Grüße

Frank

Wenn du uns jetzt auch einen Link deines Sensors postest, können wir evtl. mehr sagen.

Link zum Sensor:
http://www.ebay.de/itm/Rain-Weather-Module-Raindrops-Detection-Sensor-Moduel-Humidity-For-Arduino-QD-/291644191138?hash=item43e75931a2:g:X0EAAOSw3KFWeLqo

dass am negativen Pol sofort kleine Gasbläschen im Tropfen erkennbar sind. Mir ist zwar die Möglichkeit der Elektrolyse bekannt, aber geht das so schnell? Der Tropfen ist ja nicht besonders salzig,

Ja, wenn ein Strom fließt, egal, wie gering, startet die Elektrolyse.

Dabei oxidiert eine der Elektroden und die andere bekommt einen Metallüberzug.

Das funktioniert nicht ewig, weil entweder die Elektrode irgendwann "alle" ist, oder so korrodiert, dass gar kein Strom mehr fließt.

Das Salz verringert nur den Widerstand. Destilliertes Wasser wird via Elektrolyse auch gespalten.

Gruß, H.

P.S. Es entsteht an der einen Elektrode Wasserstoff, an der anderen Sauerstoff. Mach mal ein bisschen Spüli ins Wasser, damit sich stabile Blasen bilden und das Gas nicht sinnlos wegfliegt. Das Gemisch heisst Knallgas. Einfach mal ein Feuerzeug ranhalten. :smiling_imp:

Hm, ich sehe auf diesem “hochwertigen” Ding nix weiter als die Anschlüsse.
Demnach müsste man doch die Lebensdauer entschieden verlängern können, wenn man das Teil einfach ab und zu umpolt?

Rabenauge: Demnach müsste man doch die Lebensdauer entschieden verlängern können, wenn man das Teil einfach ab und zu umpolt?

Das wird wohl wegen dem OpAmp nicht gutgehen.

Mein Vorschlag wäre den Sensor nur während der Messungen mit Strom zu versorgen.

Also kurz vor dem Messen via Pin mit Strom versorgen, dann messen und den Strom wieder abstellen.

Die Dauer der Power-Up Phase kannst du experimentell bestimmen, bei mir funktioniert das mit 20 mS oder länger.

Hallo, in dieser Art wollte ich mir auch schon einmal einen "Regenmesser" bauen. Als ich mir das Ding dann genauer angeschaut hatte, stellte ich fest, das es nichts weiter ist als eine Leiterbahn auf Platine. Reine Zeitfrage, wann das verrottet ist. Gut, das Ding hier hat ne´n Euro gekostet, was solls? Was machste denn wenn es hagelt oder schneit? Den hagel bekommst Du nicht zu fassen, der Schnee liegt den ganzen Winter drauf. Du brauchst also im Winter auch noch eine Heizung für das Ding, damit kein Müll gemessen wird.

Ich habe dann eine Lichtschranke probiert- das funktioniert, aber nur wenn ich den Regen gemacht habe. Was wirklich funktionieren könnte, den Niederschlag mit Ultraschall zu messen. Ich weiß aber nicht, ob man als normal Sterblicher an so empfindliche Sender/ Empfänger drankommt. Du könntest noch probieren, den Sensor extrem schräg zu stellen. Dann sollte das Wasser abperlen können. Aber ob es das bringt? Ich glaube diese Art von Sensor bereiten langfristig nur Arbeit und Ärger. Gruß und Spaß Andreas

Soll hier erkannt werden ob es regnet oder soll die Regenmenge erfasst werden, bin gerade etwas verwirrt…

Ich bezweifle dass man die Regenmenge damit messen kann.

SkobyMobil: Ich glaube diese Art von Sensor bereiten langfristig nur Arbeit und Ärger.

Aber man kann dennoch davon lernen. Aber als Regensensor nur kurzzeitig geeignet. Also viel Spass damit.

Viel haltbarer als die Bodensensoren.

Der Regensensor ist nur bei Regen und bis zum Abtrocknen danach der Korrosion ausgesetzt, und dann auch nur, wenn man ihn mit Strom versorgt. (30 mS alle paar Minuten)

Bei dem Preis sollte man mal einen in Regenwasser zerkochen um eine worst-case Lebensdauer zu ermitteln.

Whandall: Bei dem Preis sollte man mal einen in Regenwasser zerkochen um eine worst-case Lebensdauer zu ermitteln.

Stimmt-das wäre nen guter Test. Die eigentliche Korrosion sehe ich da als das Hauptproblem an, die Chinesen halten ja absolut nix von, diese Billigteile ordentlich zu konservieren. Da blättert Decklack auch schon mal einfach ab, und statt vergoldeten Anschlüssen wird einfach verzinntes Eisen genommen, das rostet dann gemütlich vor sich hin.

Wahrscheinlich taugt nen Stück Lochraster-Platine als Sensor genauso gut-oder besser.

Ich würde mal mein Glück auf nem Schrottplatz versuchen. Irgendeine Karosse wird schon noch einen Regensensor haben. Da dieser hinter Glas sitzt und mit Lichtbrechung arbeitet ist er quasi verschleißfrei. Ich weiß nur nicht ob man einfach eine normale Glasscheibe davor setzten kann oder die Wölbung der Windschutzscheibe beachtet werden muss.

Gruß

Mein Vorschlag wäre den Sensor nur während der Messungen mit Strom zu versorgen.

Das klingt nach einer guten Idee.

Was machste denn wenn es hagelt oder schneit? Den hagel bekommst Du nicht zu fassen, der Schnee liegt den ganzen Winter drauf. Du brauchst also im Winter auch noch eine Heizung für das Ding, damit kein Müll gemessen wird.

Ich glaube diese Art von Sensor bereiten langfristig nur Arbeit und Ärger.

Für mich kein Problem, da der Sensor nur "Spielzeug" ist. Hatte den gefunden und einfach mal zum ausprobieren bestellt. Eine lange Haltbarkeit traue ich dem nicht zu, da man jetzt schon Veränderungen an der Leiterbahn vom ersten Tropfen sieht.

Wahrscheinlich taugt nen Stück Lochraster-Platine als Sensor genauso gut-oder besser.

Die Sensorfläche ist nichts außer Leiterbahn. Da könnte man auch einfache Drähte anschließen; würden vermutlich länger halten.

Regensensor aus einem PKW ist auch ein interessanter Ansatz.

Als sinnvolles Anwendungsgebiet für diesen Sensor könnte ich mir vorstellen, ihn als Wassererkennung bei Rohrbruch oder Wasser im Keller ein zu setzten.

Das geht aber auch einfacher: ich hab in meinem Seeteufel (schwirrt hier irgendwo im Forum rum, ein Modellschiff) ne Wassereinbruch-Erkennung gebastelt, indem ich einfach zwei Messingstäbe in nem Zentimeter Abstand in den Rumpf montiert hab. Da man die auch massiver machen kann, hält das auch ewig. Zum Messen gibt man einfach auf den einen 5V und guckt, ob beim anderen was ankommt. Braucht allerdings nen analogen Pin. Wenn man davon zwei benutzt, kann man das Ganze ab und zu umpolen, und somit etwaigem Verschleiss gegensteuern.

Zum Thema Wassereinbruch im Keller hätte ich auch noch ein simples digitales System welches immer funktioniert. Einfach einen kleinen Taster nehmen und ihn Kopf über ca. einen Zentimeter über dem Boden montieren und ein Stück Würfelzucker so drunter klemmen sodas er betätigt ist. Die Funktion erklärt sich dann von alleine....

Ja-funktioniert auch wenn man den gedrückten Knopf in Papier packt- wenn man kein wasserfestes nimmt.