Wieder einmal bastel ich an einem Projekt für meine Ezigarette, genauer für meine Mischstation.
Ich möchte mir eine Laborwaage bauen.
Die Anforderungen sind bis 750g Gewicht, Genauigkeit 0.01g. Wobei es hier nicht wichtig ist, dass es einer Eichung entspricht., sondern dass es reproduzierbare Ergebnisse sind.
Dafür bin ich über das Hx711 gestolpert.
Von euch möchte ich nun gerne erfahren ob dieses Modul in der Lage ist meine Anforderungen abzudecken.
Vielen Dank
Torsten
So ein Verstärker erfordert einen sehr präzisen Aufbau, sonst geht das Signal im Rauschen unter.
Wie soll denn die Hardware (Laborwaage) aussehen? Für die angepeilte Genauigkeit (10ppm) kommt wohl nur ein Nullabgleich in Frage, wer legt dafür die Gewichte auf?
Ok ich sehe die Idee scheint komplexer als geahnt. Ich wollte einfach so Standard Ding für knapp 15 Euro nehmen und mit dem o.g. Chip in den Arduino spielen.
Der mechanische Aufbau sollte denkbar einfach sein. Viereckiges Gehäuse , Wägezelle unten festgeschraubt, im Gehäusedeckel ein Loch wo die Achse der Wägeplatte durchgeführt ist.
So wie ich euch verstehe kann ich mir das aber abschminken.
Probieren kannst du es, so hoch ist die Investition für die Hardware ja nicht. Aber ich weiß nicht, wie genau und reproduzierbar das Ganze ist. Für so eine 5€ Wägezelle aus China ist die Beschreibung, nennen wir es nicht gleich Datenblatt, wesentlich kürzer, als für eine 200€ Wägezelle eines deutschen Anbieters
Nur mal ein paar Gedanken dazu: Bei Waagen werden meist 4 Wägezellen in den Ecken der Waagschale angeordnet und deren Messwerte dann aufsummiert. Eine kleine "Dealerwaage" kostet fix und fertig bei Ebay keine 10€. Sowas verwende ich seit Jahren um mir meine Zutaten zum Met machen abzuwiegen, also Zitronensäure, Hefenährsalz, Tannin und sowas alles.
Ich habe so eine Marktwaage Made in China, die auf 2g genau wiegt und bis zu 40 kg kann. Die ist zwar nicht eichfähig und in Deutschland eben nicht als Marktwaage zuzlässig. ich wollte mal wissen, wie genau diese Waage eigentlich ist. Ich habe 10 Tüten Zucker a 1 kg genommen (Achtung, netto 1000g, aber mit Papiertüte 1004-1006g) und einen 25 kg Eimer Honig. ich habe alles einzeln gewogen und die Werte notiert. Dann habe ich alles nacheinander auf die Waage gestellt und die Einzelwerte aufaddiert und in jedem Schritt mit dem angezeigten Gesamtgewicht verglichen. Außerdem habe ich 1x zu erst den 25 kg Eimer drauf und einmal erst die 1 kg Zuckerpäckchen und dann den Honigeimer.
Sinn der Übung war es auszuloten, ob der Messbereich linear verläuft und ob durch die große Last nach dem Abräumen eventuell eine Messbereichsverschiebung stattgefunden hat und der Nullpunkt noch stimmt. Ich hatte bei 2g Auflösung maximal 4g Abweichung! Es sollte also machbar sein.
Allerdings wenn du mit einer Wägezelle arbeitest, muß diese zwingend senkrecht in allen Achsen montiert sein. Und die Krafteinwirkung muß genau senkrecht auftreffen. Darum greift man ja zu dem Trick mit 4 Wägezellen in jeder Ecke eine.