Ich habe 2011 über einen Zeitraum von 6 Monaten einen Microcontroller mit Lichtschranke in einem kleinen Pelicase betrieben. Das ist im Prinzip ein luftdichtes Gehäuse aus Kunststoff, das auch ein Ventil zum Druckausgleich hat. Klar, sonst würde man das ja schon bei geringem Unterdruck nicht mehr auf bekommen.
Dieses Gehäuse war am Rand eines Sees auf einem Stativ befestigt, ca. 10cm über der Wasseroberfläche.
Vor allem im Spätsommer und Frühherbst war die Taubildung enorm, wir mussten bei beginnender Dämmerung alles in Sicherheit bringen, das war sonst innerhalb weniger Minuten klatschnass.
Nur dieses Gehäuse blieb dauerhaft installiert. Nach intensivem Starkregen befand es sich sogar unter der Wasseroberfläche und war über eine Woche nicht mehr auffindbar. Trotzdem war die Elektronik unversehrt.
Hätte sich da drin Feuchtigkeit niedergeschlagen, dann wären die Linsen der Lichtschranke beschlagen und die Funktion nicht mehr gegeben. Es wurde täglich am frühen Morgen ein Funktionsstest gemacht, ausser in der Zeit wo das Ding unter Wasser war.
Wir hatten ein Päckchen Trockenmittel da mit rein gepackt. Die gibt es in jedem Elektroladen, sind etwas größer als die wo üblicherweise in der Verpackung von Elektrogerätgen zu finden sind. Die nehmen die Luftfeuchtigkeit auf, somit kann sich nichts niederschlagen. Muss man evtl. regelmäßig austauschen, aber für die 6 Monate hat eines gereicht. Es gibt sogar Trockenmittel die einen Farbwechsel machen wenn sie nicht mehr wirksam sind.