I2C über Taupunkt-Wert trennen

Hallo,
ich habe mal ein wenig probiert, gelesen und gebastelt…

Also, das Wetter mit Kühlschrank, Dusche und Fön zu simulieren ist eigentlich
blödsinn. Man simuliert ja Wetter-Extreme, die so in der Natur nicht vorkommen.

Von Zimmertemperatur nach Kühlschrank- von jetzt auf gleich, oder- von
Gefriertruhe nach Zimmertemperatur- auch von jetzt auf gleich. Da, Temperaturen
über einen bestimmten Zeitraum anzugleichen ist im privaten Bereich viel zu
aufwendig. Also habe ich das gelassen...

Das ganze befindet sich ja in einem Alu-Druckguss-Gehäuse. Alle Öffnungen nach
aussen sind durch O-Ringe abgedichtet. Für mich ist das Ding wasserdicht!

Durch Handhabung und Bearbeitung hat das Gehäuse eine höhere Temperatur gehabt,
als die Zimmertemperatur. Als ich die Innentemperatur des Gehäuse gemessen
habe, stellte ich fest, das die Temperaturen nahezu gleich waren.

Nun habe ich das Gehäuse verschlossen und darauf gewartet, das die
Innentemperatur langsam ansteigt. Weil das Gehäuse ja eine höhere Temperatur
hat als die Zimmertemperatur.
Da hat sich aber nichts getan. Die Innentemperatur des Gehäuse ist immer
(±0,2°C, innerhalb meiner Toleranz) gleich der Zimmertemperatur geblieben.
Das Gore-Vent scheint hier also für einen Druck- und Luftausgleich zu sorgen.

Nun der umgekehrte Fall. Das Gehäuse befand sich über Nacht im Aussenbereich.
So um die 8 bis 9°C. Die gleiche Temperatur herrschte auch im inneren des
Gehäuse.
Als ich das Gehäuse nun im Zimmer (21°C) hatte, bildete sich nach sehr kurzer
Zeit ein Feuchtigkeitsfilm auf dem Gehäuse. Kondenswasser- war auch nicht anders
zu erwarten.
Eben dieses Kondenswasser soll das Gore-Vent ja im inneren vermeiden.
Ich habe das Gehäuse dann erst geöffnet, als die Temperaturen im inneren des Gehäuse gleich der Zimmertemperatur waren. Das hat wirklich nicht lange gedauert.

Im inneren des Gehäuse konnte ich weder kondensierende Flüssigkeit- noch Spuren
davon feststellen. Ich habe wirklich mit einer sehr guten Lupe danach gesucht.
Es scheint so zu sein, das diese Gore-Vent´s die Luft austauschen und dieser
ihren Wasserdampf entziehen.
KnochenTrocken im Gehäuse, nicht eine Spur von Feuchtigkeit. Das hat schon
einmal überzeugt.

Nun wollte ich ja mal wissen, was sich dort draußen wirklich im Gehäuse tut.
Ich habe also die Aussentemperatur, den Taupunkt und die Gehäuse-Innentemperatur
mit dem Arduino über 24Std. aufgezeichnet. (Siehe Arduino-Diagramm)

Ich bin eigentlich davon ausgegangen, das sich deutliche Temperaturunterschiede
abzeichnen, aber dem ist nicht so gewesen.
Die Aussentemperatur und die Gehäuse-Innentemperatur sind zu jeder Zeit fast
nahezu gleich gewesen. Es gibt einige Ausreißer, die spielen sich aber im
Nachkomma Bereich ab. Ich müßte das Digramm mal mit einer höheren Auflösung
automatisch skalieren- das am Rande…
Die Taupunkt-Temperatur, die eigentlich dafür Sorge trägt, das etwas
kondensiert, lag immer weit unter den gemessenen Temperaturen. Im Gehäuse kann
sich also theoretisch kein Kondensat bilden. Das Gore-Vent scheint also
tatsächlich zu funktionieren.

Für mich ist diese Gehäuse-Kombination erst einmal sicher. Ich nehme an, das
sich im inneren des Gehäuse, Kondenswasser nicht so einfach bilden kann.
Als nächste werde ich einmal einen Feuchte-Sensor im Gehäuse platzieren um zu
sehen, wie es denn wirklich mit der Feuchtigkeit steht.

Ich habe vom Testaufbau mal einige Fotos angehängt. Einmal das Gehäuse geöffnet,
und einmal die geschlossene fertige Test-Version. Links ist die PG-Verschraubung für das Kabel, in der Mitte der Front- das Aufnahme-Gehäuse für den HYT-Sensor, und rechts ist das Gore-Vent montiert.
Dieses Gehäuse ist nur zum testen. Für den fertigen Aufbau werde ich dieses
Gehäuse nutzen.
Das Arduino-Diagramm mit den Temperaturen ist auch im Anhang.
Gruß und Spaß
Andreas

GhsZ.jpg

Diagramm.jpg

GhsZ.jpg

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