Informationen zu einer Schaltung

Moin Moin!

Ich bin gerade dabei, eine Schaltung zu "bearbeiten" bzw. ich versuche, sie zu verstehen. Die Schaltung existiert bereits auf einer Platine und ich habe mal versucht, daraus einen Schaltplan zu erstellen:

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das so korrekt ist (bin noch am Testen), aber vielleicht hat ja jemand eine Ahnung, wie das Ganze hier funktioniert und kann ein wenig Aufklärungsarbeit leisten.

Am Ausgang hängen übrigens vier LEDs (die jeweils noch einen Widerstand vorgeschaltet haben).

Was mich wundert ist, dass es hier überhaupt nichts gibt, was dem Balancing der Batterie dient. Es handelt sich hier nämlich um drei parallel genschaltete 'Zellen'.

Grüße,
Vulpecula

Vulpecula:
... drei parallel genschaltete 'Zellen'. ...

Zur Schaltung kann ich nichts sagen. Dafür bin ich zu ahnungslos.

Aber vermutlich meinst Du nicht parallel sondern in Serie geschaltete Zellen. Sonst wären’s IMO nicht 3,6 Volt sondern 1,2 Volt mit dreifacher Kapazität.

Gruß

Gregor

Es wäre extrem hilfreich zu wissen, was die Schaltung denn tun soll.

Vulpecula:
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das so korrekt ist.

In diesem Punkt kann ich dir Sicherheit geben: sicher nicht korrekt.

Ah, sorry, tatsächlich sind es drei 1.2V Zellen in Reihe.

Also was die Schaltung tun soll (bzw. auch tut, sie ist ja schon real vorhanden), ist dass sie vier LEDs zum leuchten bringt, sofern der Schalter betätigt wird. Dies tut sie entweder via Batterie oder via Netzteil (ist angegeben mit 4.8 Volt, aber 5V sind kein Problem). Ebenfalls wird die Batterie durch das Netzteil aufgeladen.

Ich versuche jetzt zu verstehen, wie das ganze hier in der Schaltung umgesetzt wurde.

guntherb:
sicher nicht korrekt.

Gut, ich werde nochmal schauen, was da nicht stimmt. Das "Reverse-Engineering" einer so kleinen Platine ist auch echt nicht schön. :frowning:

ich bin mir recht sicher, dass R2, D2, R3 so nicht stimmen.

Der Transistor braucht eine positive Spannung an der Basis. Auch der Schalter kommt mir seltsam vor.

So wie R5, R4 verschalten sind, leuchten die LEDs immer, wenn ein Netzteil dran hängt.

Vulpecula:
Ah, sorry, tatsächlich sind es drei 1.2V Zellen in Reihe.

Prima, ich habe mal was gewusst :slight_smile:

An die Mitlesenden: Ein Freund sagte mir mal, dass „in Reihe“ und „in Serie“ nicht das Gleiche sind. Gibt es da einen Unterschied (evtl. nur im Kontext)?

Ich verwende bzw. verstehe das bislang als synonym.

Vielen Dank vorweg!

Gregor

Das Schaltbild macht keinen Sinn :frowning:

Der Transistor wäre immer gesperrt, da seine Basis über R2-R3 mit dem Emitter verbunden ist, und über D2 kein Strom fließen kann. Polt man D2 um, wäre er ohne Stecker oder bei gedrücktem Switch immer eingeschaltet, das würde soweit Sinn machen. Dann würde die Batterie aber ständig über D2-R2 und D2-R3-BE entladen.

Oder sind D1 und D2 LED?

Bei eingesteckter externer Spannung würde die Batterie über R1-D1 auf 4,1V aufgeladen, bei höherer Eingangsspannung entsprechend höher. Der Transistor wäre immer gesperrt.

Ich hab übersehen, dass D2 eine Zener-Diode ist. D.h. ab einer gewissen Spannung wird sie Durchschalten. Ich aktualisiere das Schaltbild gerade. Aber ansonsten konnte ich bisher nicht feststellen, wo ich mich sonst noch versehen hätte. :frowning:

Ich vermute mal, daß "in Serie" aus dem Englischen kommt, als Synonym zur deutschen Reihenschaltung.

Als Z-Diode macht D2 halbwegs Sinn, reduziert die Selbstentladung und schützt die Batterie noch vor Tiefentladung.

Gehört der Switch zur Schaltbuchse, oder ist der separat?

Meh, der Schalter ist der Übeltäter. Er schaltet nicht so durch, wie ich es zuerst angenommen hab. Jetzt muss ich das erstmal auseinander wühlen.

Komisch auch der Widerstand unter "LED+" (Das ist R5 in meinem Schaltbild). Es ist nur ein schwarzer Ring zu erkennen. Den Wert von 1.7 Ohm habe ich nur mittels Messung und nicht über die Ringe ermitteln können. (Bei allen anderen habe ich die Werte über die Ringe ermittelt und sicherheitshalber auch noch gemessen.)

Vielleicht eine Induktivität?
oder Sicherungswiderstand?

Irgendwie scheint da immer noch der Wurm drin zu sein. :confused:

(Edit: Schaltung korrigiert)

Du musst es nur anders malen, dann wird einsichtiger:
Zwischenablage02.jpg

Ich sehe das so, dass die beiden Schalter (der in der Buchse oder der manuelle) parallel liegen.

Wird einer der beiden geschlossen, steuert der Transistor durch und die LED leuchtet. Ich in mir aber nicht sicher, wie der Schalter in der Buchse funktioniert.

Allerdings leuchtet die led auch wenn nur das Netzteil angeschlossen ist. (Ladekontrollleuchte?)

Ah, okay, danke :slight_smile:

Aber welche Funktion hat jetzt dieses dubiose "Insertion Detection" der DC-Buchse? So weit ich erkennen kann, spielt das für diese Schaltung keine Rolle, oder?

Also mein R2 (der 470 Ohm Wdst.) ist definitiv mit dem Emitter des Transistors verbunden. Ich checks nicht.

Warum ist überhaupt ein Transistor verbaut?

Edit: So, habe jetzt den Schaltplan nochmal etwas entwirrt.

Trotzdem ist mir die Funktionsweise nicht wirklich klar. Sicher; ich weiß, was die Schaltung macht, aber die Theorie dahinter erschließt sich mir einfach nicht.

Nein, die LED leuchet nicht, wenn das Netzteil angschlossen ist. Der "Schalter" in der Buchse ist dieser "Insertion Detection" Kontakt, der seine Verbindung verliert, sobald man einen Stecker einsteckt.

Es wird noch übersichtlicher, wenn Du vom Eingang + ganz oben und - ganz unten zeichnest.

Ich sehe gerade, guntherb hat das schon sehr schön gemacht :slight_smile:

Der Schaltkontakt des Steckers schaltet den Transistor ein, wenn nichts eingestöpselt ist - dann übernimmt die Batterie.

R2 verhindert, daß der Transistor bei zu geringer Batteriespannung einschaltet (wenn die Z-Diode schon anfängt zu leiten).

Danke nochmal an guntherb und DrDiettrich! War gestern ziemlich frustiriert, weil ich diese (eigentlich recht simple Schaltung) einfach nicht verstehen wollte.