IR Lichtschranke mit TSOP1738 Empfänger, Störsignale

Hi zusammen,

ich bastel gerade an einem kleinen Lichtschranken Projekt.
Sende Diode wird mit 38kHz getaktet. Der Empfänger braucht ein Signal von 38kHz um die Gültigkeit zu überprüfen. (+- 2kHz)

Meine Frage ist nun folgende:
Da die Diode mit 38kHz getaktet ist und nur über einen Vorwiderstand zwischen Vcc und Gnd liegt. Habe ich gewisse Oberwellen/Störsignale mit auf meinem Masse Signal.
Dadurch bekomme ich beim IR Empfänger (TSOP 1738) starke Schwankungen mit ins Signal. Diese Spitzen sind Teilweise so groß, dass sie mir den Interrupt auslösen und kein eindeutiger Pegel mehr ansteht.

Beim TSOP 1738 habe ich eine perepherie Schaltung verwendet, so wie es im Datenblatt steht. (Mit Kondensator und Pullupwiderstand).

Wie kann ich die Oberwellen/Störsignale die durch die getaktete Diode entstehen in meiner Schaltung vermeiden ?
Hilft da ein Operationsverstärker zur Entkopplung ?
Das Masse Signal kann ich so nicht vom Rest der Schaltung trennen, da alles zusammen gehört. Ansonsten würde ich zwei getrennte Quellen verwenden.

mit freundlichen Grüßen

Jomelo

Da die Diode mit 38kHz getaktet ist und nur über einen Vorwiderstand zwischen Vcc und Gnd liegt. Habe ich gewisse Oberwellen/Störsignale mit auf meinem Masse Signal.

Wieviel Strom gönnst Du der Diode? Ich glaube eher die Spannung bricht zusammen, weil Du zuviel Strom ziehst und die Stromquelle soviel nicht liefern kann.

Viele Grüße Uwe

Die Diode bekommt 20mA, ist ja nur eine kleine Ir-Diode.
Ich werde mal Versuchen einen schönen Bild mit dem Oscilloskop zu machen.

Im Anhang befinden sich zwei Bilder.
Das Bild "Störung" zeigt mir meine Störungen die am Ausgangspin vom TSOP1738 gemessen werden.
Das Bild "Schwingung" zeigt eine dieser Störungen in Nahaufnahme.
Die einzelnen Spitzen liegen genau 38kHz auseinander. Wieso alle 76 kHz ein Piek nach oben und einer nach unten kommt ist mir noch nicht ganz klar.
Zu dem ähnelt die Hüllkurve der Spitzen fast einem Überlagerten Sinus.

Wenn ich die Diode aus der Schaltung entferne, treten keine Spitzen mehr auf, da auch die 38kHz keinen Kontakt mehr zur Masse haben.

Das die Spannung zusammen bricht, bzw der Strom nicht geliefert werden kann, kann ich mir auch nicht Vorstellen.
Als Versorg nutz ich einen 7805 der mit 9V Betriebsspannung über ein Labornetzteil versorgt wird. Die gesamte Stromaufnahme mit einer Diode liegt bei 50mA im Moment.

stoerung.png

schwingung.png

Hallo Jomelo

Hast Du am Eingang und am Ausgang des 7805 je einen 0,1µF Keramikkondensator gegen Masse geschaltet?

Wie sieht genau die Schaltung aus?
Ich weiß, das ist eine blöde Frage: Hast Du das Osziloskop in AC Modus?
Leuchtet die LED? (gegebenenfalls zur kontrolle mitt einer roten LED austauschen.

Grüße Uwe

Hi, am 7805 habe ich die beiden Kondensatoren eingebaut.
Die liegen einmal zwischen 9V und Masse am Eingang und am Ausgang zwischen 5V und Masse.

Mein Oszilloskop habe ich auf DC stehen. Wenn ich es auf AC stellen würde, oder probe weise verstelle. Stimmt meine Nulllinie nicht mehr und das Bild Signal schwankt mehr.

Die Led leuchtet auch, festgestellt habe ich diese mit einer Digitalkamera. Außerdem Funktioniert die Lichtschranke, bis auf das die Spitzen ab und an den Interrupt auslösen.

Den Schaltplan stell ich später online. Hab im Moment keine Zeit dafür.

So, der Schaltplan.
Ich hoffe das ich mit meiner Schrift nicht in die Geschichte des Forums eingehe, unter dem Title. "Die schlimmste Sauklaue" ;.).

Kann es zu Problemen kommen, wenn auf der Lochrasterplatine (2,54mm). Die Leitung des Taktes und des Interrupts nebeneinander liegen ?
Also im Abstand von 2,54 mm.

Die LED-Sender pulsen ziemlich stark, da fließen zwischen 200 mA und 1 Ampere durch die Sender-Diode. Das dauert nur ein par Mikro-Sekunden, aber die Energie muss eben da sein.
Darum würde ich ein par hundert Mikro-Farad HINTER dem 7805 anlöten ( über die Diode ).

MfG

@Gurkengräber

Jomelo schrieb:

Die Diode bekommt 20mA, ist ja nur eine kleine Ir-Diode.

Grüße Uwe

Die Diode bekommt 20mA, ist ja nur eine kleine Ir-Diode.

Klar im Mittel !

Ich verstehe das so, daß Jomelo den Vorwiderstand für die LED so berechnet hat, daß 20mA fließen.
Viele Grüße Uwe

@ Uwe, so ist es auch.

Ich habe zum Testen die Diode an ein Labornetzteil angeschlossen und genau geschaut wann der Nennstrom fließt. Anschließen habe ich den Widerstand so ausgelegt das die Diode nur 1,1 Volt bekommt. Da bei dieser Spannung nun 20mA fließen.

Das die Diode beim Einschalten kurzzeitig einen größeren Strom zieht, wäre mir neu. Das Verhalten kenne ich nur von Motoren.
Ansonsten falls ich da falsch liegen sollte, klärt mich auf.

Als nächstes würde ich bei mir Stück für stück die Bauteile (Widerstände, Kondensatoren, Dioden, TSOP1738) austauschen. Vielleicht liegt es ja an Irgendwelchen schleichenden Produktionsfehlern.

Jomelo:
... Das die Diode beim Einschalten kurzzeitig einen größeren Strom zieht, wäre mir neu. ...

Das wäre mir auch neu.
Ich habe auch keine Ahnung woher dieses komische Verkalten kommt.
Ja, Stück für Stück austauschen und kontrollieren istzwar eine Verzwiflungstat aber ich weiß im Moment auch nichts besseres.

Grüße Uwe