IR-Remote für Camera

Hallo,

als newbie und Nichtelektroniker frickele ich gerade an einer Trigger-Geschichte für Fotografie herum.
(Auslösung über: Schall, Licht, ...) (Gibt es schon - aber selber machen macht Spaß :slight_smile: )
Dabei bin ich auch auf eine Library zur Remotekontrolle via Infrarot gestossen.
http://sebastian.setz.name/arduino/my-libraries/multi-Camera-IR-Control/

Genaue Angaben zu den Bauteilen werden nicht gemacht, jedoch schreibt jemand in den Kommentaren, dass er einen 27 Ohm und einen 10 kOhm-Widerstand sowie einen BC548 verwendet. Das ganze über die 5Volt des Arduinos. Angaben zur LED gibt es nicht.

Mir geht es darum, eine möglichst hohe Reichweite zur Infrarotfernbedienung einer Kamera zu erreichen, ohne den Arduino oder die Bauteile abrauchen zu lassen.

Die LED wird ja nur für kürzeste Sequenzen belastet - wegen des Remote"protokolls" "schwingt" das Signal bei ca. 38khz.
Deswegen nehme ich an, dass der 27 Ohm Widerstand in Ordnung geht, oder?

Ich selber habe hier eine IR-LED mit 1,7V und 50mA, würde mir aber auch andere Bauteile (LED und passende Widerstände usw. ) beschaffen, die den meisten Sinn machen.

Ich habe zwar schon ein bisschen am Vorwiderstand rumgerechnet und die Grenzen von 40mA eines IO beachten wollen, habe aber das Gefühlt, dass mir ein Mensch mit Sachverstand UND Erfahrung da noch weiter helfen kann.

Grüße,
Klaus

klaros:
Deswegen nehme ich an, dass der 27 Ohm Widerstand in Ordnung geht, oder?

Hallo,

das überlebt die LED wahrscheinlich eher als der Arduino. Damit liegst Du bei über 120mA und man sollte die Belastung für einen Pin des Arduino unter 20mA halten.

Was Du brauchst ist ein Transistor mit dem der Strom für die LED verstärkt werden kann. Ich habe eine entsprechende Schaltung beschrieben - mit den Grundlagen zur Berechnung - bei meinem IR-Sender. Wenn Du einmal schauen willst: meinduino.de

Hoffe, das hilft Dir weiter.

Gruß,
Ralf

Als Dimensionierung:
R1 ist Dein 27 OHM Widerstand. Für eine höhere Reichweite kannst Du auch auf 18 Ohm heruntergehen (dann hast Du ca 180mA)
D1 ist die IR-LED. Ein Modell mit kleinen Abstrahlwinkel hat mehr Reichweite.
Q1 kannst Du einen BC337/40 nehmen
R2 nimmst Du einen 1 kOhm Widerstand.

Die Batterie muß natürlich diesen strom liefern können. Ein 9V Block tut das wohl nur im neuen Zustand. Etwas entladen bekommst Du diesen Strom nicht mehr.

Grüße Uwe

Hui :),

Danke für die schnellen Rückmeldungen!

Was sollte mir diese ausführliche Erklärung sagen? :wink:

AnalysIR:
Constant current infrared LED emitter circuit - AnalysIR Blog

Das glaube ich, verstanden zu haben:
Die Dioden helfen eine konstante Spannung zu erreichen.
Die real gemessenen Werte liegen bei dieser Schaltung mit (ca. 120 - 130mA) unter 180mA so wie im Vorschlag über diesem Post berechnet.
(Mein 9V Block kommt nicht so schnell an seine Grenzen ...)
Statt 2,5 Ohm müsste ich 5 Ohm Widerstände nehmen. Bzw., ich sollte mich rantasten ...

Grüße,
Klaus

klaros:
(Mein 9V Block kommt nicht so schnell an seine Grenzen ...)

Wie kannst Du das sagen?
Man hat als Amateur fast keien Möglichkeit den Spannungseinbruch bei kurzzeitigen 180mA Verbrauch zu messen. V und A-Meter sind da zu langsam. da braucht man schon ein gutes Oszilloskop.

Grüße Uwe

Gerade bei 9V Batterien ist die Aussage ganz schlecht , "Mein 9V Block kommt nicht so schnell an seine Grenzen". 9V BLOCK Batterien bestehen überlicherweise aus 6 Einzelstellen mit je 1,5Volt. Somit ist der Innenwiderstand vergleichweise hoch.

Bei deinen 180mA bist du bei einer voll geladenen 9V Block Batterie (~9,2V) unterhalb von 9V. Genauen Werte kannst du errechnen, in dem du den Innenwiderstand ausrechnest.3-4Ohm Innenwiderstand sind bei den Teilen nicht selten.

Sinnvoller wäre es die Spannungsquelle mit einem ausreichend großen Kondensator zu puffern.

uwefed:

klaros:
(Mein 9V Block kommt nicht so schnell an seine Grenzen ...)

Wie kannst Du das sagen?
Man hat als Amateur fast keien Möglichkeit den Spannungseinbruch bei kurzzeitigen 180mA Verbrauch zu messen. V und A-Meter sind da zu langsam. da braucht man schon ein gutes Oszilloskop.

Grüße Uwe

UPS :blush:,
Die Aussage bezog sich auf die gemessenen Werte von 128 bzw. 136mA bei AnalysIr, die ja unter 180mA liegen.
Dass aber ein 9V-Block grundsätzlich eher zu den Schwachmaten gehört war mir - als definitiver Amateur :slight_smile: - nicht bewusst.

Was für eine mobile Spannungsversorgung würdet ihr denn empfehlen?
Sie darf ein wenig größer sein als ein 9V-Block, da alles noch in einem Testkasten abläuft.

PS.: Als weiteren "Stromfresser" nehme ich das verbaute LCD-Shield von DF Robot an ...
Die Schaltungen für die Sensoren und deren Bedarf müsste ich jetzt noch zusammensuchen; da immer nur ein Sensor aktiv ist, müsste das aber überschaubar sein ...

Grüße,
Klaus

Hallo zusammen,

wäre so was eine gute Idee?
http://www.watterott.com/de/5V-DC-to-DC-Step-Up-2xAA

Grüße,
Klaus

Rechne und mess mal deine Gesamt bzw. Teilströme aus

Hallo,

sschultewolter:
Rechne und mess mal deine Gesamt bzw. Teilströme aus

Das ist - für mich - gar nicht mal so einfach ...

Testmessungen habe ich hinbekommen, den Gesamtstrom des Arduino und des LCD-Shields konnte ich jedoch nicht messen ...
LCD-Shield war inaktiv und die Werte nicht stimmig.

Beim rumgooglen habe ich für einen Arduino Uno mit LCD-Shield 260mW bei 7 Volt gefunden.
uwefed schreibt hier im Forum etwas von 7mA ohne LEDs.
Kann der Wert für meinen Uno und das Shield also rundgerechnet bei 50mA liegen?

An meinem "4fach-Optokoppler" - PC847 - für Kamera (Focus und Shutter) und Blitz gehen, wenn alle drei gebraucht werden, 3x 20mA = 60mA durch.

Als Licht- oder Geräuschsensoren nehme ich fertige Module (kleine Platinen), die im Wartezustand ca. 5mA und im aktiven Zustand ca. 8mA (beide male nach oben aufgerundet) brauchen. Da ist über die gleiche Buchse jeweils nur ein Sensor angeschlossen.

Eine Sensorschaltung für (Wasser, Feuchtigkeit, ...) zieht 0,03mA, wenn ein Kontakt besteht und wenn ich richtig gerechnet habe.

Das heißt nach meiner Rechnung (Achtung: noob!) liegt der Gesamtstrom bei: ca. 128mA.

Da sollte nun noch eine optimierte Infrarot-LED hinzu - wie gesagt: nach AnalysIr etwas um die 130mA.

Für kurze Momente werden (Wenn der Sensor arbeitet, die Kamera und der Blitz ausgelöst werden.) also aufgerundet 260mA gebraucht.
(Eigentlich könnte man noch 40mA (oder 130mA) abziehen, je nach dem wie die Kamera denn nun ausgelöst wird.)

Bitte beachten, dass ich höchstwenig Ahnung von der Materie habe und mir bitte nicht direkt eins mit dem Lötkolben überbraten. :smiley:

Grüße,
Klaus