Vielleicht solltet ihr euch mal in den diversen CNC-Foren einlesen bevor ihr mit dem Bau loslegt. So wird das jedenfalls nichts...
Mal ein paar Stichpunkte zur Anregung:
- Normale metrische Gewinde sind zur Befestigung gedacht, nicht zur Bewegungsumwandlung. Der Wirkungsgrad liegt bei ca. 10%. Gerade wenn Geschwindigkeit (oder Genauigkeit) gefragt ist, ist das ein no-go. Wenn es billig sein soll: Trapezgewinde, Wirkungsgrad 30-40%. Besser wäre eine Kugelrollspindel. Da liegt der Wirklungsgrad bei 90% und mehr.
- Motorshields mit L298 ohne Stromregelung sind Kinderspielzeug. Damit erreicht man keine brauchbaren Drehzahlen. Ich würde statt dessen zu modernen Mikroschritt-Treibern raten.
- Viel Spannung = viel Dynamik (d.h. viel Drehmoment bei höheren Drehzahlen). Unter 24V würde ich nicht anfangen, besser sind 48V. Aber da wird die Auswahl an Treibern kleiner, besonders bei den Shields. Man kann aber auch andere Endstufen per Arduino ansteuern [1].
- Der Motor sollte auch im Hinblick auf die Massenträgheit der Last ausgewählt werden, nicht nur nach Drehmoment
- Drehzahlen >>1000 U/min sind mit Schrittmotoren im Allgemeinen nicht erreichbar. Sonderfälle sind closed-loop Systeme mit 400V Zwischenkreis oder Scheibenmagnet-Motoren mit großen Schrittwinkeln und wenig Drehmoment. Wenn schon bei 100 U/min (das sind gerade mal 1,67 U/s) Schluss ist, ist endweder die elektrische Ansteuerung oder die Erzeugung des Takts in der Software nicht optimal.
Ich habe übrigens schonmal einen Fototisch gebaut, aber mit PC als Steuerung. Da werden die Bilder direkt von der Kamera auf den Rechner runtergeladen. Die Software steuert sowohl den Drehtisch als auch die Kamera [2].
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
[1] Ansteuern von Schrittmotoren mit Arduino - SCHRITTMOTOR-BLOG DIPL.-ING. THORSTEN OSTERMANN SCHRITTMOTOR-BLOG DIPL.-ING. THORSTEN OSTERMANN
[2] http://www.mechapro.de/steuerung_kundenspezifisch.html