Kaufempfehlung Lötstation

Hey Leute,

da das Bleilöten ja schon länger eigentlich verboten ist, auch wenn man aus China und Co noch Lot her bekommt, wollte ich mal in eine neue Lötstation investieren. Vor allem mal in eine Hochwertige. Aktuell habe ich eine von Toolcraft. Die Tat bislang im großen und ganzen Ihren Dienst. Aber langsam macht die schon irgendwie mukken. Darüber hinaus wächst man mit der Erfahrung und möchte nun auch mal was höherwertiges haben.

Hauptsächlich löte ich THT Teile und Verzinnung von Adern bis 0,75mm² (Aber eher seltener in der Größe und größer, da nutze ich hauptsächlich eigentlich Aderendhülsen und Schraubklemmen ein.), habe aber bischen mit SMD angefangen und ich denke nach und nach könnte das ggf. auch mehr werden. Und in dem Zusammenhang denke ich macht was höherwertiges Sinn.

Ich wollte mal in die Runde fragen, was ihr so benutzt und worauf ich ggf. achten sollte. Die von Ersa kenne ich von der Arbeit und das fixieren der Lötspitze mit der Klammer nervte mich immer ein klein wenig. Also bin zu der Art von Fixierung der Lötspitze bin ich eher abgeneigt.

Es sollte entsprechend auch nicht unbedingt so ein Billigteil sein, also vernünftiges Kabel zwischen Station sollte sein. Also nicht so ein unflexibles Zeug. Ich denke der ein oder andere weiß, was ich meine.

Michael

Hallo
Ich habe seit 40 Jahren eine Weller MagnaStat Lötstation Inbetrieb und ich bin sehr zufrieden mit den Arbeitsergebnissen.

Ich hab mir vor ein paar Jahren eine Weller WS81 geschenkt.

Kolben liegt gut in der Hand, Kabel ist super flexibel (nennt sich Silikonkabel oder?). Der "Poti" zum Temperatureinstellen reicht mir lange. Da brauch ich kein blinki blinki LCD.

Vermutlich nicht notwendig, aber sowas kauft man ja nur einmal. Und wenn ich das auf 40 Jahre hochrechnen kann ... da beist vermutlich der User vorher ins Gras.

Ich bin mit so einem Modell sehr zufrieden

wobei ich eine Variante mit externem Netzteil gewählt habe

Der Aluminium Griff liegt gut in der Hand, das Kabel ist super flexibel.
Als Spitze benutze ich (eigentlich ausschließlich, obwohl ich noch ein paar andere habe)

Diese Lötstationen gibt es in mehreren Varianten unter ein paar Namen
Quicko, Quecoo, KSGER, und andere.

Wenn du nach T12 suchst, findest du den ganzen Zoo.

Die obigen Links sind nur Beispiele und nicht unbedingt die günstigste Quelle.

Ich bin mit der TS100 sehr zufrieden. Spitze ist gesteckt und kann somit schnell getauscht werden. Läuft mit verschiedenen Spannungen, Akkubetrieb(extern) möglich. Hält die Wärme gut.

Mit so einem habe ich auch schon geliebäugelt. :grinning:
Bin aber mit meinem T12 wirklich zufrieden.
Kein Vergleich zu den indirekt beheizten Lötkolben die ich vorher hatte,
das waren aber auch keine professionellen Varianten.

Ich habe mir vor ein paar Jahren eine Weller WE1010 geschenkt. https://www.reichelt.de/loetstation-we-1010-70-w-1-kanal-esd-weller-we1010-p218804.html?search=weller+we1010

Außerdem habe ich noch eine bestimmt 25 Jahre alte Ersa MS250 - die will einfach nicht kaputtgehen :wink:

Beide funktionieren für meine Bedürfnisse prima.

Ich habe seit 3 Jahren eine "YIHUA Digital Lötstation 853D 765W, 3 in1" und bin sehr zufrieden. Der Lötkolben ist schön klein und leicht, heizt schnell auf und hält die Wärme gut. Die Reflow-Heißluft ist etwas langsamer im Aufheizen und Abkühlen, das Handstück ist etwas klobig, aber die Ergebnisse sind gut. Das Netzteil ist dagegen für mich etwas sinnlos, ich verlasse mich lieber auf mein Labornetzteil. Mal schnell 12V gleichzeitig habe ich aber durchaus schon benutzt.

Schon eine ganze Menge an Tipps zu verschiedenen Geräten, was ich bekommen habe. Dafür erstmal Danke.

Klar, Weller ist mir auch als erstes in den Sinn gekommen. Ich wollte vorzugsweise natürlich eine Station bei der man auch in Zukunft noch Spitzen und so nachkaufen kann.

Die Geräte T12 habe auch ihren Reiz. Akkubetrieben ist eher weniger was ich suche. Kenne das bei manchen anderen Geräten, immer wenn man diese braucht ist Akku leer bzw. noch schlimmer Akku kaputt. Vor allem da ich die im stationären Einsatz habe macht das weniger Sinn, meiner Meinung nach.

Für den Einsatz 2Go habe ich mir vor einer weile von Drehmel ein Gaslötkolen gegönnt. Nutze ich aber recht wenig, weil ich recht selten abseits vom Platz arbeite, nur wenn doch ist der super.

Michael

Egal für welche Station du dich tatsächlich entschedest, solltest du allerdings auf den "nassen Schwamm" verzichten. Damit halten deine Lötspitzen nur halb so lang, oder noch kürzer.
Verwende die üblichen Metallschwämme aus Edelstahl, weil günstig oder die "teuren" Messingschwämme.

1 Like

Okay, muss man sich dran gewöhnen, der nasse Schwamm war das was man vom Vater gelernt hat :wink:

Nun muss nur noch eine Entscheidung her :face_with_raised_eyebrow:

Also im Moment schwanke ich zwischen etwas vom alt bekannten Wellerzeug und dem T12.

Heißluft kann natürlich auch ggf interessant werden in Verbindung mit SMD löten. Oder sollte man da eher zu was eigenständigen eher greifen?

Bzw ist Heißluft zum Teil eher überbewertet? Bei SMD hab ich mich bislang auf LEDs und Widerstände beschränkt, ICs könnten auf Dauer das ein oder andere mal auch dazu kommen. Aber eher das obere Ende vom SMD, klar kleiner ist besser. Nur man will ja nicht jedes Mal Bauteile suchen müssen weil diese zu klein sind. Und bislang hatte ich SMD Zeug mit normalen Lötkolben gelötet. Oder kann mir da vielleicht jemand mit mehr Erfahrung da noch Tipps geben, welche zu beachten sind?

Ich weiß so eine Frage kann gefährlich sein, weil fragt man 1.000 Leute bekommt man mindestens so viele Meinungen. Nur bislang bin ich hier im Forum immer erstklassig beraten worden und der Umgangston ist klasse.

"Früher" wusste man es nicht besser. In meiner Ausbildung habe ich es auch noch so gelernt.
Aber....man lernt ja nie aus. :wink:

such mal nach PINECIL - das dürfte der neue Preis Leistungs König sein

ja klar. Nur wäre noch eine Entscheidung zu treffen, welche Station es werden soll :wink:

Also ob reiner Lötkolben oder eher doch was mit Heißluft. Also bedingt meiner geplanten Einsatzsituation und so.

Michael

Ist aber auch so ein Akkugerät oder gibt es die auch als Station? Weil das ist eher weniger was ich suche.

Grund -> Akku meist leer, wenn man ihn braucht und so.

Ich habe extra Heißluft. Die kommt nur aus dem Schrank, wenn ich mal SMD Bauteile auslöten will. Oder Schrumpfschläuche gehen damit auch prima.
Zum „ein“löten nehme ich dann den TS100. Geht für Einzelstücke einfacher finde ich. Ganz ohne Lötpaste, Schablone (Stencil) für die Paste, evtl. Kleber damit die kleinen leichten Bauteile nicht davon fliegen. Da bin ich schneller mit dem Kolben und Zinn. Wenn man natürlich viele gleiche produzieren will, bietet sich Stencil an. Besser ist dann aber auch ein Ofen, oder wenn das PCB es zu lässt mit dem Bügeleisen, bevor ich zur Heißluft greifen würde.

Nur kann die dir leider keiner abnehmen.

Ich verwende schon seit sehr vielen Jahren eine Weller Magnastat (plus einer Reserve) und bin damit sehr zufrieden.

Ich weiß nicht ob sich das auch auf den TS100 bezieht. Der geht normal mit Netzteil. Spannung 12-24V. Aber auf Grund der Spannung, kann man ihn mit einem Akku betreiben, wenn man es will. Funktioniert gut auf RC Treffen, wenn mal schnell was repariert werden muss.

(@HotSystems Sorry, ich habe auf die falsche Antworten-Taste gedrückt...)

Meine Finger sind nicht mehr die ruhigsten und mit dem Sehen ist es auch nicht bestens, deswegen komme ich bei Hühnerfutter besser mit Heißluft klar. Und beim Austausch eines MOSFET auf einer Steuerplatine für eine Fräse, der flächig auf die Platine als "Kühlkörper" gelötet war, wäre ich ohne verzweifelt. Aber das Hauptwerkzeug ist tatsächlich immer der Kolben.

Ist doch kein Problem, passt immer hier zum Thread.

Aber zum Heißluftkolben:
Zum Auslöten von SMD optimal. Einlöten geht mit Paste und Kolben noch sehr gut.