Kein Booten, 5V vom Arduino an USB-Buchse

Hallo,
habe festgestellt, dass ich meinen PC nicht booten kann wenn der Arduino Duemilanove über USB mit dem PC verbunden ist und wenn ich ihn gleichzeitig ext. z.B. mit 9V versorge.
Spannungsmessungen auf dem Board ergeben, dass an der USB-Buchse auch ohne PC 5V anliegen.
D.h., dass der FET NDT2955 nicht nur einen Strom von der USB-Buchse bei Rechnerbetrieb auf das Board läßt, sondern auch in der anderen Richtung durchläßt.
Meine Frage: Kann es bei ext. Arduino-Versorgung zu Problemen am Rechner kommen? Sollte man den Rechner erst hochfahren und dann das Board anschließen, bzw. erst später die ext. Versorgung dazuschalten?

Dank im voraus,

Walter

Sowas ähnliches ist mir auch schon aufgefallen. Wenn ich den FTDI Programmer (USB Chip vom Arduino) mit dem PC verbunden habe und gleichzeitig Extern versorge über das Board, dann fließt wenn der PC aus ist ein Strom von ca 1,5 A über das Mikrokontrollerboard. Dies geschiet aber nur wenn der PC aus, ist. Sobald der bootet liefert der USB Port den Strom und die Stromaufnahme sinkt enorm.

Vermutlich werden interne Komponenten über den USB Port "rück" gespeist. Wieso ist mir auch nicht ganz klar.

Hallo WalterM,

...dann ist der Mosfet oder dessen Ansteuerung auf dem 2009 defekt!

wenn an Vin oder der Buchse Spannung anliegt sollte der Mosfet die Verbindung zu USB unterbrechen

schau mal per Ohmmeter ob zwischen Drain und Source eine niederohmige Verbindung besteht.

Viele Grüsse, Michi

Hallo Michi, habe gerade alle mir z.Zt. zur Verfügung stehenden Arduino-Duemilanove-Boards bezüglich der +5 V an der USB-Buchse gecheckt. Es waren 2 eingebaute und 2 jungfräuliche Boards. Alle 4 zeigen die 5V an der USB-Buchse (ohne PC). Ext. mit 9V gespeist habe ich über die schwarze Niederspannungsbuchse. Gemessen habe ich mit 1k[ch937]-Last an der [ch8222]goldenen[ch8220] Sicherung F1. Ich wollte nicht mit dem Ohmmeter mit seiner eingebauten Batterie am MOSFET messen. Wer weiss? Vielleicht könnten andere Forumsmitglieder, von denen bestimmt jeder einen Arduino hat, diesen Test mal machen und die Spannung messen.

Übrigens, Dein Avatar erinnert mich an die ECC85 mit der ich vor vielen, vielen Jahren einen kleinen Piratensender baute. Reichweite ca. 2km. Aber damals war auf der UKW-Skala ab 100MHz noch alles frei. Ja, ja, die Jugendsünden.

Gruß, Walter

Hallo Walter,

kann das hier nicht nachvollziehen - weder der originale 2009 noch der DFRduino Klon zeigt bei mir dieses Verhalten

wenn ich das Schaltbild ansehe sollte der als Komperator geschaltete lm358 schalten wenn am + Eingang höhere Spannung als 3,3V anliegt.

wegen des Mosfet musst du dir mit dem Ohmmeter keine sorgen machen - eingebaut sind die Teile fast so robust wie Röhren ;-) Habe ich schon gemacht als die Teile noch >20DM in etwas grösserer Leistungsklasse gekostet haben...

Und die IBM Röhre ist auch eine Doppeltriode vie die ECC85 Description:Miniature twin diode for clamping and gating computer circuits. ja das waren noch Zeiten als man noch mit Spannungen um die 800V getinkert hat ;-) (BTW. - Jugendsünden - ich hätte hier aus alten Zeiten noch eine 40W UKW Doppeltriode im Gehäuse mit abstimmbarer Lecherleitung...)

Viele Grüsse, MIchi

Hallo Michi, der Schaltmechanismus mit dem Komparator funktioniert. Am Gate liegt 0V an wenn über USB gespeist wird und 3,75V wenn extern versorgt wird. Aber immer schaltet der MOSFET durch. Ich war auch mutig und habe das Ohmmeter benutzt: Ca. 0,1[ch937] Drain / Source Widerstand.

Und bei dir ist bei ext. Versorgung = 0V? Komisch, irgendwas muß ich falsch gemacht haben. Nur was? Und das bei 4 Boards? Ok, wenn die Geräte, die ich baue, nur für mich wären. Aber bei anderen? Mach denen mal klar, dass erst nach dem Booten die ext. Spannungsversorgung eingeschaltet werden darf.

40W hätten damals richtig gefetzt. Ich war schon froh, wenn eine Taschenlampenbirne an einer Luftspule, die in die Senderspule gehalten wurde, etwas aufleuchtete.

Gruß, Walter

Hallo Walter,

wenn du da wirklich 0,1 Ohm am Mosfet messen kannst dann ist der doch auf jeden Fall hops gegangen....

hattest du alle 4 Boards schon mal am PC angesteckt mit externer Spannungsversorgung ? - evtl gibt es da irgendeinen Potenzialunterschied der dir die Teile schrottet....

Viele Grüsse, Michi

Hallo zurück,
2 der 4 Boards waren vorher noch nie benutzt worden. Habe diese 2 auch zum Testen nicht am PC gehabt sondern nur an einem nichtgetakteten 9V-Steckernetzteil. Und dessen Ausgangssignal habe ich mir mit dem Scope angesehen. Auch laufen bei uns keine Maschinen, die das Netz verseuchen.

Vielleicht sollte ich die NDT2955 auswechseln. Aber wo bekommt man die? Und ohne einen Mindermengenzuschlag zahlen zu müssen.
Beim genauen Betrachten des Transistoraufdrucks konnte ich ein 340 A ausmachen. Wie mag die vollständige Bezeichnung lauten? Wurde da was umgestellt?

Gruß, Walter

Hallo,
es sieht nun so aus, als ob der Arduino inzwischen, oder auch nur zeitweise, mit einem anderen und nicht kompatiblen MOSFET bestückt wird/wurde. Und zwar nicht mit dem NDT2955 sondern mit einem der die Bezeichnung 340A aufgedruckt hat. Bei dem 340-Typ könnte es sich um den FDN340 handeln. Vergleicht man nun beide Datenblätter, so sieht man bei der Gate Threshold Voltage des 340, also der Gate-Schwellenspannung, Unterschiede, die eine ordentliche Schaltfunktion nicht mehr ermöglichen.
Deshalb meine Bitte an alle Interessierte die ihren Arduino vor nicht allzu langer Zeit gekauft haben: Mal auf dem Board nachsehen, ob ein 340A drauf ist. Es ist das Bauteil, dass hier rot gekennzeichnet wurde:

Sollte ein 340A anstatt einem 2955 aufgedruckt sein, so möge doch bitte die Spannung an der gleich daneben angebrachten goldfarbenen Sicherung (Aufdruck 500 H) gemessen werden. Dazu darf das Board nicht über USB mit dem PC verbunden sein, sondern muß über die schwarze Niederspannungsbuchse oder über den Pin Vin mit 7 bis 12V gespeist werden.

Dies wirklich wichtig um eventuellen Schäden am PC vorzubeugen.

Inzwischen habe ich das Thema in den englischsprachigen Teil des Arduino-Forums verlegt:

http://www.arduino.cc/cgi-bin/yabb2/YaBB.pl?num=1284034373

Nur eine Situationsmeldung:

Noch keine Reaktion der Fa. Watterott, bei der die Boards gekauft wurden. Gianluca Martino, der Hardwarespezialist vom Arduino-Team hat auch noch nicht, wie versprochen, von seinen Tests berichtet. Am 23. September war eine offizielle Präsentation in New York, vielleicht wird[ch8217]s hinterher ein wenig ruhiger für ihn.

So habe ich kurzentschlossen die FDN340P von meinen Boards entfernt und gute alte NDT2955 draufgelötet. Fand ich bei RS. Zum Glück wurde das Layout nicht verändert, sodass Transistoren mit SOT-223 und SOT-23 verwendet werden können..

Boards, die man zu $20 aus Hongkong importiert, haben meist noch den "guten" Transistor drauf.

Danke für den Tip. Aber ich hoffe doch sehr, und ich kann es mir auch nicht anders vorstellen, dass wieder der [ch8222]gute[ch8220] NDT2955 oder einer mit ähnlicher gate threshold voltage eingesetzt wird. Vielleicht ein Transistor mit kleinerem Drain-Source-on Widerstand. Oder, wie Du auch im [ch8222]anderen[ch8220] Forum bemerktest, ein rail-to-rail opamp als Treiber. Dank auch für die Unterstützung dort.

Hat vielleicht jemand schon einen Arduino Uno von Watterott erworben? Und wenn ja, welche Bezeichnung hat der MOSFET darauf? Etwas mit 340 oder 2955? Es ist das kleine dreibeinige Bauteil links außen, gleich unter der [ch8222]goldenen[ch8220] Sicherung mit '500' drauf.

Und ist weiterhin das IC LM358D zur MOSFET-Ansteuerung vorhanden? Hat 8 pins und sitzt gleich rechts daneben.

Das alte Duemilanove Board wird weiterhin mit dem FDN340 ausgeliefert. :-[

Habe Uno´s von Watterott. Wenn ich morgen in die Arbeit komme, sollten es 5 Stück sein :)

Habe bei einem genau das gleiche Problem, wenn angesteckt, bootet der Rechner nicht.

Ich werde mal schaun was da aufgedruckt ist und das mit dem booten mit allen Arduinos ausprobieren.

Habe gerade einen Schaltplan vom Arduino Uno gefunden:

Anstatt des FDN340 wurde nun der sehr ähnliche FDN304 mit wieder sehr kleiner Gate Threshold Voltage genommen. Wenn anstatt des LM358D wenigstens ein rail-to-rail Operationsverstärker zum Ansteuern genommen worden wäre.

Im Schaltplan wurde zwar an die Gate_CMD-Leitung 5V geschrieben, wenn aber nur 3,7V aus dem LM358 rauskommen, so werden einige MOSFETs wegen der Exemplarstreuung die 5V der USB nicht abtrennen können.

Da heißt es nur zum Lötkolben greifen, den FDN304 ausbauen und den guten alten NDT2955 einlöten. Aber halt, da der NDT2955 etwas größer ist, paßt er nicht mehr hin! :frowning:

D.h. das ist schlicht ein Designfehler? Und daher muss man bei den Unos mit dieser Einschränkung leben?

Bei Seeeduinos hab ich dieses Problem noch nie beobachtet.