Kondensatoren bei Quarz?

Hallo,

Ich wollte einmal fragen, wozu man Kondensatoren bei Quarzen braucht. Vorweg: Zu Quarzen weis ich nur, dass diese irgendwie auf einer bestimmten Frequenz (in meinem Fall 16 Mhz) schwingen.

Ich habe bei mehreren Schaltungen mit Attiny 85´s und Atmega 328P-PU´s auf die Kondensatoren bei den Quarzen vergessen. Ich habe bei den Attiny´s im Arduino IDE 16 Mhz eingestellt und den Bootloader neu geflasht. Die Atmega´s hatte ich schon mal mit 16 Mhz geflasht. Das Hochladen funktioniert nur mit dem Quarz. Und die Delays kommen mir normal vor.

Also die Frage... Wozu braucht man diese Kondensatoren von den Quarz-Pins zu Gnd?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Und danke schon im voraus!

Kann funktionieren, muß es aber nicht. Der Kapazitätsbereich der Kondensatoren ist meist beim Quarz im Datenblatt mit angegeben und sieht dann z.B. so aus: http://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/B400/QuarzDatenblatt.pdf unter load capacitance steht dort 10-32 pF, die üblichen 22pF sind in der Mitte, so das Fertigungstoleranzen und Leiterbahnkapazitäten in jeden Fall ausgeglichen werden. Die 22 pF passen damit auch bei Quarzen aus der Wühlkiste, wo kein Datenblatt verfügbar ist, meistens.

Danke. Die Funktionsweise eines Quarzes ist mir zwar ein Rätsel, aber zur Sicherheit verwende ich halt jetzt immer Kondensatoren.

Hallo,
der Quarz ist ein passives Bauteil und funktioniert nur im Zusammenhang mit einem Oszillator.
Genaueres steht hier: Quarz

hi,

zitat bartmann:

Der Quarz schwingt von ganz alleine, doch er benötigt zum sauberen Anschwingen eben diese beiden Kondensatoren. Es könnte ohne auch funktionieren, doch die Frequenz wäre nicht stabil und würde wohl drüber oder unterhalb der angegebenen Frequenz liegen.

gruß stefan

Eisebaer: hi,

zitat bartmann: gruß stefan

Wo ist denn das Zitat her?

Seite 9:

http://www.erik-bartmann.de/component/attachments/download/10.html

gruß stefan

Eisebaer: Seite 9:

http://www.erik-bartmann.de/component/attachments/download/10.html

gruß stefan

Das ist ja total missverständlich.

Das bezieht sich sicher auf die (evtl.) nicht vorhandenen Kondensatoren.

Ohne eine aktive Komponente (Oszillator) wird meines Wissens nach nichts schwingen.

Parasitäre Leiterbahn-Kapazitäten können je nach Aufbau da auch eine Rolle spielen

Hallo,

sucht mal nach dem Stichwort Schwingkreis. Auch wenn 22pF meistens funktionieren, sollte man die Kapazitätswerte doch mal durchrechnen. Es gibt nämlich durchaus verschiedene Lastwerte unter den erwerbbaren Quarzen.

Doc_Arduino: Auch wenn 22pF meistens funktionieren, sollte man die Kapazitätswerte doch mal durchrechnen. Es gibt nämlich durchaus verschiedene Lastwerte unter den erwerbbaren Quarzen.

Namhafte Lieferanten geben die Lastkapazität des Quarzes mit an und daran sollte man sich schon halten, damit der Quarz auch stabil arbeitet.

Man muß immer die Einheit Schwingquarz und Elektronik (Schwingkreis) ansehen.

Der Quarz verformt sich durch das elektrische Feld (Spannung an seinen Elektroden) mechanisch und ändert so seine Kapazität/Spannung. Dieser Effekt ist bei der Resonanzfrequenz (aber auch Oberwellenfrequenz) am größten. Somit hat der Quarz einen definierten Innenwiderstand/Kapazität/Induktivität. Die Elektronik die den Quarz ansteuert hat ihrerseits gewisse elektrische Eigenschaften (es gibt verschiedene Halbleiter-Schaltungen für Schwingkreise). Die beste Funktion hat die Elektronik wenn der Quarz bestimmte Paramenter hat. Auch müssen bestimmte Oberwellen unterdrückt werden, da der Quarz auch mit einer Frequenz seiner Oberwelle schwingen kann. Die Kondensatoren am Quarz verbessern die Eigenschaften das Quarzes/Schwingkreises bei seiner Hauptfrequenz und machen, daß der Oszillator gut anschwingt und stabil arbeitet.

Ein Quarz sollte möglichst nahe am Kontroller montiert sein, das Gehäuße mit Masse verbunden und eine Massefläche unterhalb des Quarzes.

Quarze für höhere Frequenzen werden mit Oberwellenfrequenzen betrieben weil man Quarze nur bis zu einer bestimmten Frequenz bauen kann. Noch Höhere Frequenzen erreicht man mit einem Quarz und einem Frequenzvervielfacher (VDO).

Mir ist es passiert daß ein 32kHz Uhren-Quarz mit ca 5Mhz schwang. Kondensator dazu und schon war die Frequenz richtig.

Grüße Uwe