Labornetzteil

Einen schönen guten Abend an Alle. Um besser mit Arduino experimentieren zu können, funktioniere ich eine defekte Lötstation zu einem Labornetzteil um. Vom Trafo geht es zu einem Brückengleichrichter. Zur Glättung hängen dort ein 470uF und ein 33uF Cap dran. Eigentlich soll dort dann ein Step-Down-Regler dran, diesen hier habe ich da. Problem: in der Beschreibung steht was von bis zu 35V Input, aus dem Gleichrichter kommen aber 39V raus (habe mal spaßenshalber 5 3A-Dioden in Reihe danach geschaltet, die Spannung fällt dann aber nur um 1V). Kann ich die Überschreitung von 3 bzw. 4V vernachlässigen, ohne dass es zu qualmen anfängt? Was mich auch stutzig macht: Der Step-Down-Wandler hier hat komplett die gleichen Teile, hält aber nach den Angaben bis zu 40V aus.... Was sagt Ihr dazu?

Die Spannungsangaben sind immer mit Vorsicht zu geniessen. Ich würde da nie bis an die Grenzen gehen.

Der Elko 470uF zur Glättung ist def. zu klein, den solltest du mit min. 2000uF festlegen.

Das IC kann 40 V, der Kondensator auf dem Foto aber nur 35 V. Welche Toleranzen der hat, weiß ich nicht. Wenn es Puff macht, bist Du schlauer. :o

Halte von der ganzen Bastelei recht wenig. Ein einfaches Stecker-Schaltnetzteil kostet nicht die Welt. Abgesehen von der benötigten Zeit und dem Material wird ein Eigenumbau nicht wirklich günstiger und soviel lernen tut man daran auch nicht, wenn man bereits für den Regelungsteil fertige Schaltungen verwendet.

Des weiteren würde ich diese StepDown Regler auch nicht mit mehr als 2A belasten ohne ausreichende Kühlung. Wobei hier die Kühlung auch schwerer zu lösen ist. Agmue hat schon recht, die Kondensatoren sind für Spannung bis zu 35V einzusetzen. Diese sollten mindestens durch die 50V, besser noch durch die 63V Variante ersetzt und vergrößert werden. Der angesprochene min. 2000µF Kondensator kann aber auch erst nach der Platine eingesetzt werden.

Wenn es Puff macht, bist Du schlauer. :o

Ich hab einfach mal angeschlossen (ohne Last), Betriebs-LED leuchtet, nichts wird heiß, nix explodiert^^ Wird also [u]vorerst[/u] reichen.

Der Elko 470uF zur Glättung ist def. zu klein, den solltest du mit min. 2000uF festlegen.

-->hab ich mir schon fast gedacht (Faustregel ist ja 1000uF je A)....daher auch die hohe messbare Wechselspannung von 80Vac?

Halte von der ganzen Bastelei recht wenig. Ein einfaches Stecker-Schaltnetzteil kostet nicht die Welt.

-->Nun ja Basteleien machen mir halt Spaß^^ Ausserdem was hätte ich sonst mit der defekten Lötstation ohne Kolben anfangen sollen? Wegschmeißen? Ich bin nicht mit der Wegwerfmentalität beseelt ;) Netzteile hab ich genug, nur ein Labornetzteil fehlt mir noch..... Die Kosten belaufen sich bisher übrigens auf 5Euro (2Euro der Regler, 3 Euro eine Spannungsanzeige)

soviel lernen tut man daran auch nicht, wenn man bereits für den Regelungsteil fertige Schaltungen verwendet.

-->Ich hab mir ein Tutorial zu der Schaltung angesehen, wollte diese ursprünglich aus den einzelnen Komponenten zusammenbasteln, bin dann nur durch Zufall auf den Wandler gestoßen, welcher dann billiger war^^

Diese sollten mindestens durch die 50V, besser noch durch die 63V Variante ersetzt und vergrößert werden.

-->Kam mir auch schon in den Sinn, leider gibt meine Wühlekiste nix Passendes her....werde wohl ein paar Elkos bestellen müssen.

Der angesprochene min. 2000µF Kondensator kann aber auch erst nach der Platine eingesetzt werden.

-->Nach der Platine? Bei einem Regler? Davor würde ich ja verstehen, dass der Regler konstanter versorgt wird....

DerLehmi: -->hab ich mir schon fast gedacht (Faustregel ist ja 1000uF je A)....daher auch die hohe messbare Wechselspannung von 80Vac?

Das verstehe ich nicht, welchen Trafo hast Du? Dieser ist ungeeignet für denStep Down Wandler egal ob mit 470µF oder 2000µF. Daß Du mit 470µF 40V mißt heit noch lange nicht daß da nur 40V sind. Miß mal den Wechselspannungsanteil.

Grüße Uwe

DerLehmi:
Kann ich die Überschreitung von 3 bzw. 4V vernachlässigen, ohne dass es zu qualmen anfängt? Was mich auch stutzig macht: Der Step-Down-Wandler hier hat komplett die gleichen Teile, hält aber nach den Angaben bis zu 40V aus…
Was sagt Ihr dazu?

Der IC ist bis 40V spezifiziert. Das Problem sind die Elektrolyt-Kondensatoren. Die 35V-Typen haben bei 40V eine kurze Lebensdauer. Ich habe bei einerm Fernseher mal Kapazität und Spannung vertauscht. 220V 63µF gegen 220µF 63V ausgetauscht. Der Fernseher lief damit zwei Abende also ca. 6Std. bis es Puff machte.

Deshalb würde ich zumindest die Elkos tauschen. Weiter ist die Frage, was passiert, wenn der IC durchschlägt. Wird deine Schaltung dann mit 40V gegrillt? Gehen wertvolle angeschlossene Bauteile kaputt, so dass dein möglicher Schaden ein vielfaches des Spareffektes ist?

Das verstehe ich nicht, welchen Trafo hast Du?

--> Laut Datenblatt 220Vac zu 24Vac, 2.5A

Miß mal den Wechselspannungsanteil.

Genaue Daten: Vor den Dioden: -38.8Vdc, 85.2Vac Nach den Dioden: -37.7Vdc, 83.0V

Gemessen ohne angeschlossenen Regler, ist er angeschlossen liegen an ihm 36Vdc an.

Die beiden genutzten Kondensatoren sind übrigens auf 100V ausgelegt.

Die 35V-Typen haben bei 40V eine kurze Lebensdauer. Ich habe bei einerm Fernseher mal Kapazität und Spannung vertauscht. 220V 63µF gegen 220µF 63V ausgetauscht. Der Fernseher lief damit zwei Abende also ca. 6Std. bis es Puff machte.

-->Gut zu wissen.....also auf jeden Fall schnell neue Caps besorgen

Die Caps auf dem Board habe ich durch 50V-470uF, und den 33uF durch einen 2200uF Cap ersetzt. Das Ganze sah soweit recht vielversprechend aus, leider hat sich der Regler nach ca. 10 minütigen Betrieb mit nem Knall verabschiedet und zweigeteilt (wollte in diesem Augenblick den Strom runterdrehen). Die Belastung war nicht wirklich groß, 3 LEDs mit Vorwiderstand, auf 12V ausgelegt. 37,8V DC (und 82,7V AC) scheinen dem Kleinen wohl zu viel zu sein. Ist nicht wirklich günstig, dadurch verschiebt sich mein Vorhaben mit dem Arduino-.- Was wäre die beste Vorgehensweise, die Spannung etwas runterzukriegen?

DerLehmi: Die Caps auf dem Board habe ich durch 50V-470uF, und den 33uF durch einen 2200uF Cap ersetzt. Das Ganze sah soweit recht vielversprechend aus, leider hat sich der Regler nach ca. 10 minütigen Betrieb mit nem Knall verabschiedet und zweigeteilt (wollte in diesem Augenblick den Strom runterdrehen). Die Belastung war nicht wirklich groß, 3 LEDs mit Vorwiderstand, auf 12V ausgelegt. 37,8V DC (und 82,7V AC) scheinen dem Kleinen wohl zu viel zu sein. Ist nicht wirklich günstig, dadurch verschiebt sich mein Vorhaben mit dem Arduino-.- Was wäre die beste Vorgehensweise, die Spannung etwas runterzukriegen?

Einen passenden Trafo einsetzen. So hast du viel zu viel Verlustleistung die du verbraten musst.

Oder ein fertiges Netzteil kaufen.

Naja, man könnte den Trafo auch umwickeln. Soll heißen, von der Sekundärwicklung einige Windungen entfernen. Ist aber nicht so ganz ohne.

sschultewolter: Halte von der ganzen Bastelei recht wenig. Ein einfaches Stecker-Schaltnetzteil kostet nicht die Welt. Abgesehen von der benötigten Zeit und dem Material wird ein Eigenumbau nicht wirklich günstiger und soviel lernen tut man daran auch nicht, wenn man bereits für den Regelungsteil fertige Schaltungen verwendet.

Aber es macht Spaß :-)

Bezüglich eines Hobbys denkt man eher nicht über Sinngehalt und Kosten nach.

Gruß

Gregor

DerLehmi:
… nach ca. 10 minütigen Betrieb mit nem Knall verabschiedet und zweigeteilt …

Wenn das Ding nicht viel kostet, hast Du 10 Minuten Spaß ziemlich günstig bekommen :slight_smile:

SCNR

Gregor

gregorss: Wenn das Ding nicht viel kostet, hast Du 10 Minuten Spaß ziemlich günstig bekommen :-

Da sollte man sich doch mal Gedanken machen und das Ganze richtig konzipieren. Der Spaß hätte auch schnell teuer werden können. Je nachdem was angeschlossen war.

DerLehmi: ... Die Belastung war nicht wirklich groß, 3 LEDs mit Vorwiderstand, auf 12V ausgelegt. 37,8V DC (und 82,7V AC) ...

Hallo,

nur am Rande. Die Zahlen 37,8VDC und 82,7VAC passen irgendwie nicht zusammen. Sollen das die Werte sein die am Eingang anlegt wurden? 82,7V AC an den Gleichrichter angelegt und danach 37,8V DC gemessen? Die Werte passen einfach nicht zusammen.

Ich muss gestehen, ich hab es mir einfacher erhofft, zumindest sah es so auf gewissen Tutorials aus. Nach dem Datenblatt liefert er eigentlich 24V AC, aber anscheinend bei 220V. Der Gleichrichter macht den Rest.....

Naja, man könnte den Trafo auch umwickeln. Soll heißen, von der Sekundärwicklung einige Windungen entfernen. Ist aber nicht so ganz ohne.

-->Das klingt recht interessant, vielleicht versuche ich das mal.... Nutzen hat der Trafo für mich ansonsten eh nicht^^

nur am Rande. Die Zahlen 37,8VDC und 82,7VAC passen irgendwie nicht zusammen. Sollen das die Werte sein die am Eingang anlegt wurden? 82,7V AC an den Gleichrichter angelegt und danach 37,8V DC gemessen? Die Werte passen einfach nicht zusammen.

-->Nein, beide Werte liefert das Multimeter NACH dem Gleichrichter. Dass der AC-Wert (Restwelligkeit) so hoch ist finde ich auch komisch, ein Oszi wäre an dieser Stelle ziemlich hilfreich.

DerLehmi: Ich muss gestehen, ich hab es mir einfacher erhofft, zumindest sah es so auf gewissen Tutorials aus. Nach dem Datenblatt liefert er eigentlich 24V AC, aber anscheinend bei 220V. Der Gleichrichter macht den Rest..... -->Das klingt recht interessant, vielleicht versuche ich das mal.... Nutzen hat der Trafo für mich ansonsten eh nicht^^ -->Nein, beide Werte liefert das Multimeter NACH dem Gleichrichter. Dass der AC-Wert (Restwelligkeit) so hoch ist finde ich auch komisch, ein Oszi wäre an dieser Stelle ziemlich hilfreich.

Eine Messung mit dem Multimeter ist so nicht richtig. Das solltest du schon mit einem Oszi machen.

Wenn du den Trafo umwickelst, musst du au eine Spannung von 14 V AC (14 x 1,4 = 19,6 ohne Last) Volt kommen, das wird für 12 V DC ok sein.

DerLehmi: Ich muss gestehen, ich hab es mir einfacher erhofft, zumindest sah es so auf gewissen Tutorials aus. Nach dem Datenblatt liefert er eigentlich 24V AC, aber anscheinend bei 220V. Der Gleichrichter macht den Rest.....

Hallo,

du bist doch Student? Da erwarte ich jetzt etwas mehr. Wenn er laut Datenblatt mit 220V Eingang 24V am Ausgang haben soll und du misst was von 38VDC, dann sollte man schon stutzig werden. Kann es sein das der Trafo einen 220V AC und einen 110 VAC Eingangsanschluß hat? Und du hast 220V an die 110V Klemmen angeschlossen? Deswegen die nahezu doppelte Ausgangsspannung?

Wobei wir eigentlich 230V AC haben, geht sogar eher in Richtung 240V AC wenn man nachmisst.

Nachdem Gleichrichter mit Wechselspannung messen ist eh Unsinn. Das Ding heißt nicht umsonst Gleichrichter. Du misst eine gleich gerichtete Spannung. Also Gleichspannung. Ohne Elko ist die weiterhin pulsierend aber immer positiv. Hat also 100Hz. Weil die negative Halbwelle hochgeklappt wurde. Einfache Meßgeräte können damit nichts anfangen und zeigen Müll an. Egal ob Gleich- oder Wechselspannungsmeßbereich. Mit einem Elko dahinter ohne Last, misst man dann die gleichgerichtete Spitzenspannung. Wechselspannung - 2x Diodenspannung * 1,41. Mit Elko kannst du im Gleichspannungsbereich richtig messen, wie gesagt die Spitzenspannung.

Besser wäre es jedoch erstmal am nackten Trafo Wechselspannung zu messen. Das sind dann konkrete Werte, weil alles 50Hz Sinus ist.

Das solltest du schon mit einem Oszi machen.

-->Wenn ich denn Eines hätte....

Wenn du den Trafo umwickelst, musst du au eine Spannung von 14 V AC (14 x 1,4 = 19,6 ohne Last) Volt kommen, das wird für 12 V DC ok sein.

-->12V dc ist ein bisschen wenig, Ziel sind ja 35V (oder auch 30V), also muss ich auf so ziemlich 25V ac (oder 22V) kommen nehme ich an....

du bist doch Student? Da erwarte ich jetzt etwas mehr.

-->Davon könnte ich Dir ein Lied singen xD

Wenn er laut Datenblatt mit 220V Eingang 24V am Ausgang haben soll und du misst was von 38VDC, dann sollte man schon stutzig werden. Kann es sein das der Trafo einen 220V AC und einen 110 VAC Eingangsanschluß hat? Und du hast 220V an die 110V Klemmen angeschlossen? Deswegen die nahezu doppelte Ausgangsspannung?

-->Darum schreibe ich ja hier, und weil ich praktisch nur wenig Erfahrung mit Toleranzen von Bauteilen habe... Am Trafo selbst habe ich nix geändert, nur den Verbraucher nach dem Trafo sozusagen ausgetauscht.

Wobei wir eigentlich 230V AC haben, geht sogar eher in Richtung 240V AC wenn man nachmisst.

-->Genau das wird mir wohl den Regler zerstört haben....

Einfache Meßgeräte können damit nichts anfangen und zeigen Müll an.

-->Meine Überlegung war, den gemessenen AC-Wert um den DC-Anteil zu vermindern (Offset), um dann vom übrig gebliebenen AC-Anteil (Effektivwert) auf die Spitze schließen zu können (nur, um mir sozusagen ein "Bild" des Spannungsverlaufs machen zu können) ...scheitert aber bestimmt daran, dass das entstehende Bild kein Sinus ist....

Besser wäre es jedoch erstmal am nackten Trafo Wechselspannung zu messen. Das sind dann konkrete Werte, weil alles 50Hz Sinus ist.

-->28,3V ac (natürlich zu hoch....)....den muss ich irgendwie runter kriegen (werde bestimmt versuchen, die Sekundärspule anzupassen)

Wofür brauchst du 30 bzw. 36 Volt? Ich würde ein Netzteil für max. 24 Volt auslegen. Und bei Bedarf ein weiteres mit 30 bzw. 36Volt Festspannung aufbauen.

Aber ich vermute mit 24 Volt bist du gut bedient.

Wofür brauchst du 30 bzw. 36 Volt?

--> Nun ja je mehr Möglichkeiten man hat desto besser ist man dran....Ich kann doch jetzt nicht schon sagen, welche Projekte ich da alles dranhängen werde. Aber mehr als 30V kann ich sowieso nicht ausgeben, weil die Anzeige nicht mehr verträgt.