Langlebige 24V DC Relais Platine bei mehreren 1000 Schaltzyklen pro Tag

Hallo zusammen.

Hier geht's um eine professionelle Anwendung.

Ich soll eine Lauflichtschaltung für eine Art Haunted House- Attraktion realisieren.

Vielleicht hilft folgende Abbildung:

Gegeben ist ein Korridor, unterteilt in X Module.
Ich weiss jetzt weder wieviele Module kommen, noch wieviel Ampere jedes einzelne zieht.
Ich will mich mit den Relais in die X 24V/DC-Kreise hängen. Die 230V/AC bleiben unangetastet. Gesteuert soll es durch die 5V aus dem Arduino werden.

Hier möchte ich fragen, wie eure Erfahrungen mt den klassischen China-Relais sind.
Dieses hier z.B.:

https://www.amazon.de/8-Kanal-Optokoppler-8-Channel-Arduino-Raspberry/dp/B00AEIDWXK/ref=sr_1_13?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&keywords=16+relais+platine+24V&qid=1565027934&s=gateway&sr=8-13

Wie oft kann das schalten, bevor es versagt?

Ich lese da öfter mal 100.000 Schaltzyklen.
Stimmt das so?
Da komme ich sehr schnell hin bei meiner Applikation und 10 Stunden runtime/Tag wenn ich richtig rechne. Bei einem Zyklus pro 8 Sekunden...

Kann mir jemand sagen, ob ich mir da zuviel Sorgen mache oder ob ich in der Tat ganz andere Relais für meinen Fall benutzen sollte?

Danke schön!

Mal nach SolidStateRelais gesucht?

Vielleicht können die mehr Zyklen?

Aber dafür müsste man nun wissen bei welcher Spannung wie viel Last geschaltet werden soll.

Das dauernde Klackern der mechanischen Relais will ja auch keiner hören...

Lieben Gruß,
Chris

Was sollen die Relais denn schalten? 230V Netzspannung?
Das Zauberwort heißt Solid State Relais. Der Lastkreis wird ebenfalls per Optokoppler geschaltet. Entweder der Eingang verhält sich lastmäßig wie eine LED und wird auch ebenso angesteuert, oder es ist bereits ein Strombegrenzungswiderstand intern mit verbaut und es ist eine Eingangsspannung oder ein Eingangsspannungsbereich spezifiziert. So ein SSR arbeitet verschleißfrei und ist hier deutlich besser geeignet.

24V DC meinst Du daß 24V geschaltet werden sollen oder die Spule für 24V sein soll?

Hi

Mein Verständnis:
5V DC Ansteuerung, 24V DC Last
Meine Wahl: N-LL-FET
Kein Klappern, nahezu kein Strom zur Ansteuerung nötig (ok, eher Leistung).
Bei den ganzen 24V-Kreisen wirst Du wohl eine entsprechend fette 24V Quelle dort stehen haben müssen - denke an SICHERUNGEN, auch ein noch so dünner Draht bekommt bei 24V schnell einige hundert A übergebraten - Da will ich nicht daneben stehen, wenn's den Draht effektvoll zerlegt oder, schlimmer, wenn's nur brennt.

MfG

Hier geht's um eine professionelle Anwendung

Hallo ParkBastler,

Wenn es Relais sein müssen, dann solltest Du für Deine professionelle Anwendung auch professionelle Relais verwenden.
bei Deinen hohen Schaltzyklen musst speziell für hohe schaltzyklen konstruierte Relais nehmen, diese wirst du jedoch nicht im lowCost Arduino Bereich finden, sondern eher bei den grossen Relais-Herstellern.
Da gibt es sicher auch bei den Elektronkversendern , die auch firmen beliefern, was, oder der du must dich direkt bei Relais Herstellern umsehen.
Es gibt z.B durchaus "longLife"-Relais die eine Lebensdauer von 100 000 000 (100 Millionen) Schaltzyklen haben und die pro Stunde 360 Schaltzyklen schaffen. Schaltspannung 30VDC/5A. Die sind aber dann eher für Schaltschrank-Einbau gedacht. Wenn Du etwas intensiver suchst, findest Du vlt, auch etwas kleinere Ausführungen, die für Printmontage gemacht sind.

Wenn du 24 Volt DC schalten möchtest, kannst du dies doch auch annähernd verschleißfrei mit Transistoren (Mosfets) lösen. Die schaffen sicher eine hohe Lebensdauer.

Hi

Hat der TO noch andere 'Nebenbaustellen', wo Er mehr gefragt ist, als hier?
Oder sollte das Problem doch gar Keines sein und der TO sitzt mittlerweile wieder im Garten am Grill?

MfG

Vielen Dank für die ganzen Antworten.
Ich habe mir die SSRs angeschaut und etwas dazu gelernt.

Wie Deltaflyer schon meinte, schau ich mir die für eine professionelle Anwendung natürlich bei Reichelt, Bürklin, Conrad, etc an.
Sicher könnte man die Schaltung auch komplett selber basteln, aber dann steht man auch selber voll in der Haftung, wenn's anfängt zu brennen und 20 Leute in dem Gebäude sind.

Ich hatte mich 3 Tage nicht gemeldet, da in den drei Tagen der Kunde immer wieder anrief und seine Wünsche peu a peu schließlich wesentlich verändert hat.

Jedenfalls hab ich heute vor einer Stunde einen Plan bekommen und er will 20 Module mit RGBW-Streifen. Oft unterschiedliche Längen pro Modul.
Bin beim drüber rechnen auf insgesamt 104 A gekommen (da ist schon Sicherheit drin eingerechnet).

Das mach ich nicht mit nem Arduino. Zumal eben auch RGBW.
Wird also eine DMX-Lösung mit dementsprechend fetten Netzteilen und 20 Controllern.

Schade, hätte mich mal auf mein erstes Arduino-Projekt gefreut.
Anfangs klang der Kunde mit seinen Wünschen noch so, als sei das machbar.

Muss mir jetzt mal Gedanken machen, wie ich den DMX-Player gestalte. Ob von der Stange oder per Raspberry.

Sicher könnte man die Schaltung auch komplett selber basteln, aber dann steht man auch selber voll in der Haftung, wenn's anfängt zu brennen und 20 Leute in dem Gebäude sind.

Auch wenn Du die Schaltug auch nur zu 1% selbst bastelst bist Du genauso in der Verantwortung wie bei 100%.
Also laß es sein.
Grüße Uwe

Hi

Da Du Das beruflich machst, sind Dir die Gefahren von Strom (auch bei 5 ... 12 ... 24V) wohl bewusst.
Für Alle Anderen: Selbst der Spielstrom (also Spannungen unter 50V) ist bei höheren Stromstärken gefährlich - durch einen dünnen Draht gehen zig Ampere, bevor Dieser aufglüht.
SICHERUNGEN - wo der Querschnitt kleiner wird, eine Sicherung, Die den Strom auf ein gesundes Maß, für diesen Querschnitt, begrenzt.
Dabei sei aber auch angemerkt, daß eine 2A-Sicherung keinesfalls bei 2A durchbrennt.
Bei Nennstrom (also hier 2A) hält Die schon eine ganze Weile durch - erst weit drüber löst Diese 'direkt' aus - trotzdem muß der Draht dahinter 'nur' die 2A sicher abkönnen - da sich die Sicherung schneller erwärmt (und durchbrennt), als der Draht.

104A ... WOW :slight_smile: (ok, bei 20 Teilnehmern ~5A - geht also doch noch)

MfG

auch wenn man das beruflich macht, kann man das mit arduino machen, kann, nicht muss.
ich würde aber nicht auf Relais sondern rein elektronisch schalten.
und dann gleich PWM.
jede einzelne RGBW-stripe einzeln absichern(elektronische selbstrückstellende sicherung)
wobei es sein kann das man ehr den arduino an einen PC hängt und dem seine 'lightshow' immer neu einlädt, wenn man 'show' machen will.
dann kann man auch nach belieben neue shows aufbauten, am PC, und da auch gleich altes abspeichern usw....

Der Kunde hat mir mittlerweile klare Ansagen gemacht, welche Lichtstimmungen er sich wünscht und das die zur Zeit X bei physikalischem Ort Y von einer Person umgeschaltet werden können sollen.

Ich hab wenig Ahnung von Arduino, geb ich gerne zu. Ich bin eher der Pi-Typ. Mit dem arbeite ich schon länger, um Infotainment-Stände oder Messe-Stände oder dergleichen mit Medien (im loop oder per Taster) zu versorgen. Lichtsteuerung mache ich normalerweise nicht.

Der Plan ist jetzt QLC+ auf einem Pi3B mit einem USB->DMX+MIDI interface. Enttec USBDMX pro Mk2 oder so ähnlich.
Die Lightshows habe ich schon auf einem PC programmiert, werden dann per LAN auf das debian-image des QLC-Pis überspielt.

Elektrisch werden mehrere dicke 230V->24V Netzteile eingesetzt die letztlich die 21 DMX->RGBW-Treiber der Streifen versorgen werden.

An das USB->DMX+MIDI interface wird MIDI-seitig ein Tasten-Pad von der Stange angeschlossen und idiotensicher beschriftet.

Jetzt muss nur noch meine ganze Programmierung und die Dokumentation idiotensicher gestaltet werden. Das dauert meistens am längsten.

Ich danke allen Beteiligten, auch wenn's letztlich ganz anders lief.