Latenzzeiten bei Kontrolle über Internet.

Hallo,

Ich habe mich gefragt ob es möglich ist schnellere Objekte über Internet zu steuern oder ob die Latenzzeiten einfach noch nicht kurz genug sind?

Es geht um ein Rennspiel mit echten RC Autos. Maximale Geschwindigkeit würde bei ca. 15km/H (4,160mm/ms) liegen.

Mit welchen Latenzzeiten müsste ich im System (Video>User>Output) rechnen?

Was hat das mit Arduino zu tun?? Grüße Uwe

Ich habe schon einige RC Autos mit Arduino gesehen die übers Internet gesteuert wurden deswegen habe ich mir gedacht Ihr wisst ungefähr mit welchen Latenzen ich dabei rechnen muss.

heavyweather: Ich habe schon einige RC Autos mit Arduino gesehen die übers Internet gesteuert wurden deswegen habe ich mir gedacht Ihr wisst ungefähr mit welchen Latenzen ich dabei rechnen muss.

Mit welchen Latenzzeiten Du zwischen einem Client und einem Server über Internet rein netzwerkbedingt rechnen mußt, kannst Du Dir mit Hilfe des ICMP Echo Protokolls leicht selbst ermitteln.

Betriebssysteme wie Windows oder Linux bringen dazu ein Kommandozeilenprogramm namens "ping" mit, das man für Messungen im Netzwerk verwenden kann.

Die damit ermittelten Paketumlaufzeiten gelten allerdings rein für das Netzwerk. Falls Du bei irgendwelchen Steueraktionen auch irgendwo noch Daten von einer "Festplatte" oder einem anderen Speichermedium lesen mußt, kommen für reale Anwendungen oft noch mehrere Leseaktionen im Dateisystem dazu, also müssen in dem Fall noch Vielfache der "mittleren Zugriffszeit" der Festplatte draufaddiert werden.

Wenn Du Video-Datenströme über ein Netzwerk verschickst, können erhebliche Verzögerungen durch digitale Komprimierung, paketweise Übertragung und Dekomprimierung beim Empfang auftreten.

Sehr schön kannst Du das heutezutage bei wichtigen Fußballländerspielen der deutschen Nationalmannschaft feststellen, wenn Du auf den Torjubel aus der Umgebung lauschst: Wenn Du das vor 15-50 Jahren gemacht hast und es fiel ein wichtiges Tor, kam aus den umliegenden Häusern der Torjubel quasi gleichzeitig aus allen Richtungen. Alle Fernsehzuschauer haben beim Analogfernsehen quasi gleichzeitig Bild und Ton "live" im eigenen Wohnzimmer gehabt. Wenn Du das heute machst, liegen teilweise etliche Sekunden Verzögerung zwischen dem Torjubel aus der einen oder anderen Richtung in der Stadt: Je nachdem, ob jemand seine "Live" Fernsehübertragung per DVB-T, Kabelfernsehen, DVT-S oder IP-TV empfängt, kann "live" heutezutage schon etliche Sekunden Zeitunterschied bedeuten, je nach Übertragungsweg und verwendeter Technik.

heavyweather: Mit welchen Latenzzeiten müsste ich im System (Video>User>Output) rechnen?

Das hängt natürlich vom "System" ab. Und das hat mit einem Arduino insofern überhaupt nichts zu tun als es die Videoübertragung betrifft: Da Arduino-Boards nur über einen sehr beschränkten RAM-Speicher mit einer recht niedrigen Taktrate verfügen, kannst Du überhaupt keine Daten von Videobildern über einen Arduino verarbeiten. Ein Arduino-Board kannst Du allenfalls für Schalt- und Steueraufgaben einsetzen, also beispielsweise Dein Videoübertragungssytem ein- oder ausschalten oder Kamerapositionen mit Hilfe von Servosteuerungen ausrichten.