Leben nach dem Prototyping

Hallo,

wenn bei mir die Breadboard/Prototypingphase abgeschlossen ist, kommt meisten so etwas als fertiges Ergebnis raus (ist nur ein Beispiel).

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Gibt es zwischen der von mir aufgezeigten Art zu löten und dem ätzen lassen von Platinen noch eine Zwischenlösung und falls ja, wie sieht diese aus, bzw. wie macht ihr das so? Das anfertigen der finalen Version abseits vom Breadboard empfinde ich jedesmal als notwendiges Übel, was halt gemacht werden muss. Es geht lediglich um private Projekte, bei denen es sich vermutlich nicht lohnen würde Platinen ätzen zu lassen.

Gruß Chris

Wir hatten das Thema vor einiger Zeit hier schon mal recht ausführlich diskutiert, leider finde ich es nicht so schnell wieder. Viele setzen auch diese von dir verwendete Technik ein. Ich persönlich nehme Cupfer-Lackdraht zum Verbinden der einzelnen Lötstellen. Das wird dadurch leider nicht übersichtlicher. ;)

So, hab es doch noch gefunden, war aber etwas anders geartet. Probeaufbau o.ä.

Bevorzugt Streifenraster. Das spart den Kabelverhau, und man kann die auch zersägen und verdreht wieder einsetzen. Früher hatte ich das Programm Lochmaster zum planen, aber da ich Windows inzwischen vor Lachen nicht mehr bedienen kann (ok, "will", mach ich das meist inzwischen rein intuitiv.

Ich nutze Streifenraster-Platinen, damit bleibt die Lötseite frei von Kabeln. Da muß ich aber vorher einen Plan machen, wo die Trennstellen hin sollen.

Zufällig bin ich mal über eine Firma gestolpert, der man eine Datei zuschicken konnte und wenn genug Dateien gesammelt waren, wurden die Einzelplatinen gefertigt. Hat mich zu der Zeit nicht interessiert, daher habe ich mir die Adresse leider nicht gemerkt.

Ich mach das auch ganz gern auf Strei endlich mal jemand welche bringt, die beidseitig mi 90° verdrehten Streifen bringt- das würde dann einiges erleichtern...

da ich sehr viel mit nanos und nrf24 mache, habe ich da schon ein paar Module direkt verdrahtet immer liegen- die mache ich wenn ich mallangeweile habe... Ich hatte auch schon mal überlegt, davon eine handvoll fertigen zu lassen. Also USB- Controller, Atmega, nrf24 und ein paar MOSfets auf einer Platine. Das würde das meiste was ich mache erschlagen...

Kannste doch haben: einfach zwei mit den Kupferseiten nach aussen aneinander kleben. Die Bauteilanschlüsse sind in der Regel lang genug....durchkontaktieren kann man mit Drahtstückchen.

Was hälst du von dieser Methode ohne belichten
>Klick< das wollte ich auch mal probieren sieht auch nicht so kompliziert aus.
Ich wollte es selber immer mal ausprobieren aber bis jetzt noch nicht dazu gekommen
Gruß
DerDani

Wie einige Kollegen vor mir - benutze ich ebenfalls und schon seit mehreren Jahren Streifenraster-Platinen. Es ist halt irgendwie nicht wirklich prickelnd, alle halbe Jahre oder so das Ätz-Werkzeug aufzubereiten - nur für eine einzelne winzige Platine von vielleicht 3x5 oder auch 5x9cm oder ähnlich. Letzendlich konnte ich mich vor Jahren darüber “freuen”… dass nach etwa 1 Jahr Ätz-Pause das ganze Werkzeug “angefressen” und nicht mehr brauchbar war. Ich muss wohl die Geräte nicht “komplett” gereinigt haben - und durfte alles entsorgen seufz Es ist nur ein wenig Tricky alle Drahtbrücken oder Unterbrechungen korrekt zu planen.

@Rabeauge- ja, so mache ich es ja auch… sehr oft. Darum wundert es mich, dass es das nicht schon gibt.

wenn bei mir die Breadboard/Prototypingphase abgeschlossen ist, kommt meisten so etwas als fertiges Ergebnis raus (ist nur ein Beispiel).

Für mich ist DAS ein Prototype! Kein fertiges Produkt.

Experimente mache ich vielleicht auf Steckbrettern.(sehr unzuverlässig) Prototypen und Einzelstücke auf 3er Streifen Lochraster. Und "fertige" Serien auf bestellten Platinen. Selber ätzen + bedrucken macht mir keinen Spaß mehr.

"Prototyping" bedeutet für mich "nicht löten zu müssen".

Gruß Chris

Ja, so unterschiedlich ist das. Für mich ist das Programmieren das notwendige Übel, ich freue mich, wenn ich den Lötklolben schwingen kann :D Für Einzelstücke verwende ich Lochrasterplatinen mit Lötaugen. Ich nehme versilberten Draht zum Verbinden und Textilschlauch zur Isolation. Ich habe zwar noch eine ganze Menge Textilschlauch, aber wenn der mal alle ist, muß ich mir was einfallen lassen. Wenn's mehrere Exemplare werden sollen oder absehbar ist, das das jemand anders ebenfalls gebrauchen könnte, dann erstelle ich mit Eagle eine Leiterplatte und lasse die bei Elecrow in China fertigen.

Wie stellt man am Besten die Trennstellen bei Streifenrasterplatinen her?

Gruß Chris

Chris72622:
Wie stellt man am Besten die Trennstellen bei Streifenrasterplatinen her?

Mit einem Bohrer!

Aber ich brauche das nicht.
Verwende 3er Streifen Raster

Und dann bohr ich an der Stelle ein fettes Loch rein, oder wie?

Gruß Chris

Nein, nur minimal ansenken.

Zwischen zwei Löchern oder am und um einem Loch?

Gruß Chris

Die Löcher sind klasse Zentrierer/Führung für den Bohrer. 4,5mm Bohrer haben sich bei mir bewährt.

Besser: Ebay(191828018271)

Alles klar; danke.

Gruß Chris

Chris72622:
Wie stellt man am Besten die Trennstellen bei Streifenrasterplatinen her?

Ob es die beste Methode ist, weiß ich nicht, aber ich nutze Diamant-Trennscheiben. Die trennen auch M3-Schrauben, eine Platine ist also ebenfalls kein Problem :wink: