Mehrere RGB LED Stripes schalten

Hallo zusammen

ich möchte mehrere (20) RGB LED Streifen schalten (12V).
Lösen will ich das ganze mit shift registern und mosfets zum schalten.

ABER: Bei 20 streifen je 3 Schaltleitungen braeuchte ich ja 60 mosfets?! gibts da was anderes um das hinzukriegen?

LG
Dakky

Ich würde mal sagen, kommt ganz darauf an, was genau du machen möchtest.

Da deine Aussagen sehr dürftig sind, ist eine
Hilfe schwierig.

Kommt darauf an, was Du machen möchtest. Ich verwende RGB-LEDs (APA102) mit eingebautem Schieberegister und PWM, gibt es in verschiedenen Bauformen. Manche LED-Streifen haben das IC (5050) auch separat drauf.

also im prinzip hab ich ein Regal, welches 20 Fächer hat, und die sollen via LED Streifen unterschiedlich beleuchtet werden.

Das ist erstmal der “meta”-plan

Detaillierter wollte ich ich da einfach einen arduino hinklatschen, die ansteuerung der Streifen via
Arduino => schieberegister => MOSFET => RGB Stripe realisieren.

Das mit den vorgefertigten Streifen klingt gut, scheint aber preislich ziemlich “aua” zu sein. Ich brauchte 20m Streifen und bei Preisen von 30€ pro meter ist das schnell arg teuer :wink:

Was spricht denn gegen die MOSfet- Lösung? Die gibt's ja auch als SMD- nehmen also kaum Bauraum ein... die Preise sind bei der Menge auch vertretbar...

Du brauchst ja nicht die APA102 nehmen.Die WS2812b tuns auch und bei 30 LED pro Meter kriegst Du die 5m-Rolle für < 14$. Die Ansteuerung ist halt etwas zeitkritischer. Aber wenn Du keinen IR-Empfänger brauchst, geht das.

Gruß Tommy

Mal wahllos ein Angebot herausgefischt: APA102 5M 150 Pixels IP67 Wasserdicht für 29,99€. Mit einer IR-Fernbedienung kann man die Helligkeit und die gewünschte Animation wählen.

Mit 60 MosFETs kannst Du gerade mal 20 verschiedene Farben darstellen. Bei APA102/WS2812 hat jeder Lichtpunkt seine individuelle Farbe!

Bitte bedenke auf jeden Fall, das passende Netzteil zu besorgen, da kommen ein paar Ampere zusammen!

Hi

Ist denn schon Material vorhanden?
Man stößt ja meist erst auf Probleme, wenn man 'schon mitten drin' ist.
Somit habe ich die Vermutung, daß Du die Streifen bereits vor Ort hast und nun die Ansteuerung erlegt werden soll.

Wenn die LEDs noch nicht vorhanden sind und Du auch etwas masochistisch veranlagt bist - es gibt die WS2812(B?) auch als Einzel-LED-Platine zum ausbrechen.
Den 100er Träger gibt's für unter 10$ - derzeit 8,61€
eBay-Nummer: 222128032754 (kA, wie der eBay-Link zur Angebots-Nummer auszusehen hat)

Dazu sei aber angemerkt: JEDE der LEDs hat 6 Lötpunkte, wovon Du mindestens 4 brauchst.
2x Plus und 2x GND - hier reicht jeweils Einer
1x Din und 1x Dout - ok, bei der letzten LED braucht's hier auch nur Einen.

Meine 10x10-Matrix ist bisher auch nur spannungsseitig verlötet (1,5mm² Draht - die Lötpunkte VORHER verzinnen und den Draht mit Kolophonium vorbehandeln hat sich als brauchbar erwiesen).
Somit fehlen bei mir noch die 'Innenkontakte' - eine Arbeit für Einen, wie man hier so schwätzt, 'Der Vater und Mutter erschlagen hat' ... Meine leben noch, also wohl Nix für mich :wink:

Ich würde Dir also eher zu fertigen Stripes raten - Diese lassen sich 'alle paar LEDs' auftrennen, die ganzen Einzel-LEDs brauchen nur EINEN Pin am µC - Dieser aber genug 'Platz', um das Array für die Farben abzulegen.

So, für Heute genug Angst verbreitet

MfG

postmaster-ino:
eBay-Nummer: 222128032754 (kA, wie der eBay-Link zur Angebots-Nummer auszusehen hat)

100pcs Mini Board ws2812b ws2811 IC Chip Beads 5050 RGB LED Licht Addressable 5v

Mein Avatar besteht aus 5 mm WS2812, die wie "normale" LEDs aussehen, allerdings klar.

Die Frage hier wäre aber welche Lösung hinsichtlich Verbrauch/Helligkeit effizienter ist. Ich habe den Eindruck, dass die programmierbaren deutlich dunkler sind als gute RGB Streifen, bei entsprechender Stromaufnahme. In dem Sinne wäre auch eine Alternative einen Plexiglasstreifen an den Ende mit je einer Hochleistungs RGB LED anzuleuchten.

Ich habe von den WS2812 ca. 20m im Einsatz- die 12V- Variante und die 5V- Variante... Ich würde es eigentlich nur noch da einsetzen, wo ich wirklich Effekte darstellen will.

Also ich würde es auch mit den WS2812 Leds machen, mit der Bibliotheke NeoPixel kann man sehr schönen und einfache Animationen ausführen und die Regelt das Zeitmanagment im Hintergrund, das heißt du musst das nicht selbst scheiben.

Was man da für einen klaren Vorteil hat man kann mehrere 100 LEDs mit nur einem Pin beschreiben.

Außerdem wäre es auch noch sehr einfach die Farbe per Bluetooth zu steuern.

Bei Bluetooth empfehle ich persönliche in HM-10 Modul das Bluetooth 4.0 unterstützt, da zum einen es eine ganz normal ist die neueren Bluetooth Empfänger bzw. Sender einzubauen und weil man sonst mit einem iPhone die LED´s nicht steuern kann.

Ich hoffe ich konnte helfen.

Viele Grüße,
bdorer

MaHa76:
Die Frage hier wäre aber welche Lösung hinsichtlich Verbrauch/Helligkeit effizienter ist. Ich habe den Eindruck, dass die programmierbaren deutlich dunkler sind als gute RGB Streifen, bei entsprechender Stromaufnahme. In dem Sinne wäre auch eine Alternative einen Plexiglasstreifen an den Ende mit je einer Hochleistungs RGB LED anzuleuchten.

Uh die Idee ist auch ziemlich sexy. Meinst du man kriegt damit eine plexiglasstreifen gleichmaessig ausgeleuchtet? Vor allem weil animationen eher nicht geplant sind (zumindest nicht pro LED, maximal pro Streifen).

bdorer:
Außerdem wäre es auch noch sehr einfach die Farbe per Bluetooth zu steuern.

Bei Bluetooth empfehle ich persönliche in HM-10 Modul das Bluetooth 4.0 unterstützt, da zum einen es eine ganz normal ist die neueren Bluetooth Empfänger bzw. Sender einzubauen und weil man sonst mit einem iPhone die LED´s nicht steuern kann.

Das werd ich oer nrf funk machen. Das ganze wird am Ende in openhab landen.

dakky:
Vor allem weil animationen eher nicht geplant sind (zumindest nicht pro LED, maximal pro Streifen).

Ich mache noch mal einen Versuch: 5M WS2811 LED 5050 RGB Pixel-Streifen-Licht-farben 12V DC für 18€ oder wasserdicht. Da hängen immer drei Lichtpunkte an einem IC.

Wer die Wahl hat :smiley:

Das mit dem Lichtleiter haben ja diverse Fahrzeuge als Ambientelicht im Innenraum, als Rücklicht, als Tagfahrlicht, als Blinker...

Ich hab für mein Fahrrad mal ein Stück 5mm Plexiglas in Form des Sattels gebogen, dann darunter montiert und es mit einer roten SMD- LED an einer Kante beleuchtet- die gegenüberliegende Seite die als Lichtaustritt dient habe ich leicht gewölbt geschliffen und aufpoliert.

Das Licht erscheint über die volle Breite, durch den klaren Lichtaustritt mit holografischem Effekt.

Hab mal ein beliebiges Beispiel aus der Suche im Netz: http://www.selbst.de/wissensrundgang-zum-thema-plexiglas-56.html
An den Lenkerende (Rennrad) hab ich das ganze nochmal in klein, mit mattem Lichtaustritt- da leuchtet es homogen ohne "Effekt"

Wichtig bei einem Streifen, der am schmalen Ende beleuchtet wird, ist, dass man entweder auf beiden Seiten beleuchtet, oder das gegenüberliegende Ende poliert und z.b. silbern lackiert...

Hallo zusammen

erstmal vielen Dank für das ganze feedback. Hat mir wirklich sehr geholfen.

Hier erstmal mein "geistiger" Zwischenstand:

Ich werd das ganz mit den WS2812b LED Streifen realisieren. Die Lösung mit dem Plexisglas klingt zwar erstmal nett, löst aber mein "Eingangsproblem" mit 1 Mosfet pro Farbe pro Fach nicht.

Somit stehe ich aktuell hier:
15 Fächer je 50 cm Streifen
=> 15 LED / Fach => 225 LEDs gesamt

Stromberechnungen:
Full Power:
1 LED = 60mA => 255 LEDs = 15,3A
Bedeutet: Ich brauch ein 5v 18-20A Netzteil

Standby:
Weil das wirklich ein Nachteil der LED Stripes ist, will ich das hier mal nicht unerwähnt lassen:
1 LED = 0,001A Standby Strom => 0,255A für alle LEDs
Verbrauch pro Jahr: 11,17 kWh
Kosten pro Jahr: 3,02 EUR wenn der Streifen einfach nur da ist

Kabeldurchschnitt der Stromleitungen:
Da bin ich komplett ahnungslos, aber ein wenig rumstöbern bringt mich zu dem Ergebnis: Aufgrund des hohen Stroms sollten und der Langen Kabellänge (ca 10m von Netzteil bis zum letzten Streifen) wären 4-6mm² angemessen.

Für das Datenkabel würde ich ein kleines 2.5mm² nehmen

Korrigiert mich hier bitte.

Verkabelung:
Ich bin ein sehr visueller Mensch und kann mit Schaltplänen leider recht wenig anfangen Daher hier mal "mein" Verkabelungsplan. Man möge mir meine untechnischen Paint Skills vergeben :wink:

Strom und GND kommen vom Netzteil direkt und DATA halt vom arduino

Hab ich was vergessen?

dakky:
Hab ich was vergessen?

Wie weit ist der Arduino vom ersten Lichtpunkt entfernt? 10m gehen nicht.

Anstelle dicker Kabel kannst Du auch ein 30V-Netzteil zusammen mit mehreren Stepdown-Wandlern, gibt es mit unterschiedlichen Strömen, auf 5V nutzen.

Schönen Sonntag @agmue :wink:

Ne der arduino ist ca 1m vom Beginn des ersten Streifen weg.

bzgl. des Kabelquerschnitts: inwiefern "behebt" heruntertransformierter Strom das Problem? es gehen doch immer noch 5V20A da durch?

Ich bin in dem Bereich nur mit "angelesenem/hab da mal gehört"-Wissen unterwegs. :wink:

LG
Dakky

EDIT: oder meinst du kurz vor dem LED Streifen auf 5V runter? Also die Strecke praktisch mit z.B. 30V und am Streifen dann auf 5V? hat das nen Einfluss auf die Dimensionierung des Netzteils? Oder bleibt die Rechnung bei "Summe aller LEDs"? Wenn das so ist, würde ich mir sogar die 2 Zuleitung sparen (mach ich ja nur, weil die LEDs weiter hinten sonst dunkler leuchten) und nur einen 30V Hauptstrang machen, der an jedem Fach auf 5V runterregelt.

EDIT2: also praktisch sowas: EBAY*

EDIT3: Anhang jetzt mit step down und einer "Haupstromleitung"

Ein Lichtpunkt hat maximal 0,06 A bei 5 V, also 0,06A * 5V = 0,3W

Bei 225 LEDs insgesamt 225 * 0,3W = 67,5W Gesamtleistung des Netzteils (rechnerisch, darf dann gerne höher gewählt werden)

Bei 30 V Ausgangsspannung fließt dann ein Strom von nur noch 67,5W / 30V = 2,25A

Das 10m lange Kabel kann deutlich dünner ausfallen, transportiert aber dieselbe Leistung.

Exkurs: Darum können die Hochspannungsleitungen relativ dünn ausfallen.

Du hast mich richtig verstanden, so wie in EDIT3 gezeigt, meine ich es. Wobei Du natürlich mehrere nahe beieinander liegende Streifen zusammenfassen kannst.

Der Link bei EDIT2 zeigt eine Platine mit einem Poti, das schlecht zu justieren ist, davon würde ich abraten. Entweder welche mit Spindeltrimmer (das blaue Kästchen) oder mit fester Ausgangsspannung.

Alle Rechnungen bitte überprüfen, bevor Du aktiv wirst :slight_smile:

Hi

Wenn Es bei der direkten Versorgung mit 5V bleibt, solltest Du einen der Pole 'am anderen Ende' anschließen.
Wenn Du PLUS am rechten Streifen anschließt, sollte MINUS am linken Streifen angeschlossen sein.
Die Streifen sind untereinander PLUS und MINUS eh verbunden.

Hintergrund:
Durch den recht hohen Stromfluß hast Du einen Spannungsabfall.
Wenn Du beide Pole von der gleichen Seite anschließt, hast Du immer mehr Spannungsabfall, je weiter Du vom Anschlußpunkt weg gehst - die Streifen werden dunkler.
Wenn Du aber ein Mal links und ein Mal rechts einspeist, so gleichen sich die Widerstände aus, da entweder der Weg für PLUS und MINUS zusammen immer gleich lang ist - alle Streifen sind gleich hell, haben den gleichen Spannungsabfall, Welcher dem mittleren Spannungsabfall entspricht.

Wenn Du mit einzelnen StepDown arbeitest, kann Dir der Spannungsabfall recht egal sein, da die einzelnen Module sich darauf einstellen (wort wörtlich).

MfG