Mein idealer Arduino - ein Wunschtraum?

Hallo Zusammen,

ich habe einiges für den Raspberry Pi entwickelt und bin gerade erst auf den Arduino als idealen IO-Expander gestossen. Leider habe ich kein Modell gefunden das meinen Idealvorstellungen entspricht:

  • 3,3V für Kompatibilität mit dem Pi (mindestes für die Signalleitungen)
  • möglichst klein (ala Nano)
  • mit USB port für einfache Programmierung
  • Stiftleisten vorgesehen aber nicht aufgelötet (ala Pro) für hohe Flexibilität

Gibts so ein Ding- zur Not auch als Chinaversion?

Es gibt folgende Arduinos mit 3,3V: Arduino PRO, Arduino PRO MINI, Lilipad.
Wobei keiner der zitierten Arduinos ein USB-serial Interface auf der Platine hat sonder alle zum aufstecken bei eingelöteten Stiftleisten.
Der Lilipad USB hat einen USB-Interface auf der Platine aber wenige PINs.
Grüße Uwe

Hallo,

schau dir mal den Olimexino-328 an OLIMEXINO-328 - Open Source Hardware Board.
Laut Datenblatt arbeitet der mit 5 oder 3.3V und hat USB.
Leider ist der nicht klein und Stiftleisten hat der auch.
Willst du das USB Interface zur Kommunikation zwischen Arduino und Raspi verwenden oder zur Programmierung ?
Zur Programmierung kannst du beim Nano einen ISP Programmer oder einen FT232 Wandler nutzen.

Gruß Reinhard

erni-berni:
Hallo,

schau dir mal den Olimexino-328 an OLIMEXINO-328 - Open Source Hardware Board.
Laut Datenblatt arbeitet der mit 5 oder 3.3V und hat USB.
Leider ist der nicht klein und Stiftleisten hat der auch.
Willst du das USB Interface zur Kommunikation zwischen Arduino und Raspi verwenden oder zur Programmierung ?
Zur Programmierung kannst du beim Nano einen ISP Programmer oder einen FT232 Wandler nutzen.

Gruß Reinhard

Ich muß Dir widersprechen.
Der verlinkte Olimexino-328 ist nicht mit 3,3V zu betreiben. Dies weil der FT232 mit 5V funktioniert und weil der ATmega mit 16 MHz betrieben wird.
Grüße Uwe

Hallo,

http://www.watterott.com/de/Wattuino-pro-mini-3V3-8MHz und einmalig http://www.watterott.com/de/FTDI-Breakout-Reloaded-V11

Bernd

Der ist aber sehr ähnlich dem Arduino PRO mini.

ch muß Dir widersprechen.
Der verlinkte Olimexino-328 ist nicht mit 3,3V zu betreiben. Dies weil der FT232 mit 5V funktioniert und weil der ATmega mit 16 MHz betrieben wird.

Dann funktioniert die Schaltung bei 3.3V gar nicht? Ich habe das Teil noch nicht ausprobiert. Der Schaltplan sagt mir, dass ich die komplette Spannungsversorgung auf 3.3V umstellen kann.
Du hast natürlich Recht, dass der 328p für 3.3V und 16MHz nicht freigegeben ist. Der FT232 wird ja zusätzlich von USB gespeist, sollte funktionieren, aber sicher bin ich mir nicht.
Der 329p wird wahrscheinlich laufen, aber eben außerhalb der Spec - und dann wundert man sich irgendwann, dass das Ding immer abstürzt. Da sollten die lieben Leute von Olimex mal drauf hinweisen, dass der Quarz bei 3.3V ausgetauscht werden muss.

wieso steckst du den Arduino nicht einfach an dem usb und benutzt einen Spannugsteiler auf den I/Os?

Was spricht gegen ein PRO Mini, egal ob Arduino, Watterott oder andere ?

Sonst, bau dir doch deinen idealen Arduino, und schliess ein USB -- Seriell(TTL) Modul an.
Bei 3V wäre ein 16MHz Quarz sowieso leicht übertaktet: weglassen und den internen 8MHz Takt nehmen.

Ein 328P-PU,
ein 28pin-Sockel,
5 Stifte für GND, 3.3V, Rx, Tx, RST,
100nF und 10k für Reset
optional ein Reset-Taster und noch ein 100nF um die 3.3V Vcc etwas zu stützen.

Ach ja, ein Stück Streifen-Protoboard ist auch praktisch. (Auch für die "optionalen Signal-Stiftleisten")

Anleitungen findest du reichlich.

Wird etwas größer als ein Pro Mini, hat dafür aber Stromversorgung nur über den zusätzlichen USB-Modul :wink:
Kann leicht zu deinem idealen Arduino ergänzt werden, wenn dir was fehlt.

hi,

einerseite gibt es den alamode, ein arduino zum aufstecken auf den raspi. das hat den vorteil, daß Du oben drauf arduino-shields stecken kannst.

andererseits solltest Du Dir klarmachen, daß ein arduino ein zwar geniales entwicklerboard ist, aber die betonung liegt auf entwickler!
es besteht eigentlich nur aus dem atmel-chip und dem "übersetzer" von usb auf serial, den Du zum programmieren brauchst.
ich war überrascht, wie leicht es ist, selbst einen "arduino" nachzubilden. ein atmel328, ein quarz und zwei kondesatoren, fertig.
das größte problem ist der unterschied bei der spannung. jeder atmel läuft zwar auch mit 3,3 volt, aber mit verminderter taktfrequenz. grade das ist aber bei der kopplung von arduino und raspi zweitrangig, weil das schnelle "denken" ja der raspi übernimmt. und wenn der atmel dann mit halber taktfrequenz arbeitet, ersparst Du Dir auch den quarz und die kondensatoren.
ein aufsteckboard für den raspi wäre einfach, aber das wäre ziemlich leer. trotzdem wäre es eine überlegung wert, sowas mal zu machen.
ich denke drüber nach...

gruß stefan

wie wär’s damit raspberry_boards:paperduinopi [Paper-PCBs]

hi,

ja, genau, über so etwas denk' ich ja nach. nur eben auf einer platine. soll ja auch stabil sein...

gruß stefan

Was ist da nicht stabil?

b2t.
Ein Teensy 3.0 erfüllt alle deine Wünsche.
http://pjrc.com/store/teensy3.html

nur eben auf einer platine. soll ja auch stabil sein...

... ist doch eine Platine drunter ... Das "Paper" ist nur zur Vereinfachung der Bestückung und als Beschriftung.

hi,

Das "Paper" ist nur zur Vereinfachung der Bestückung und als Beschriftung

ich hab' paperpcb gelesen, und ich kenn' die dinger ja schon. im original macht man das ja auf pappe.
da fällt mir grade was ein, ich frag' also ausnahmsweise, bevor ich selbst suche: hat schon jemand gesehen, wie man einen arduino vom raspi aus ohne usb programmiert? also von pim zu pin, über die IDE?

gruß stefan

Die UART Schnittstelle des Raspis liegt unter /dev/ttyAMA0.
Einzig das Automatische Resetten des Chips könnte eine geringfügige Modifikation der IDE benötigen...

Gruß,
Tobias

Hallo Zusammen,

erstmal ganz herzlichen Dank für die vielen Antworten! Wenn irgendwas dann hat die Resonanz erstmal gezeigt, wie schnell und gut man auch als Neuling Support in der Arduino-Community findet.

Nur im Telegrammstil meine persönliche erste Einschätzung zu den Varianten:

  • Interfacing Arduino 5V -> Pi 3.3V per Widerstandsteiler ist immer möglich, zumindest auf dem Rückweg vom Pi zum Arduino kann es mit dem "High" Pegel aber mal knapp werden
  • Pro Mini oder Wattuino: braucht FTDI- aber ich habe verstanden, dass das per se kein grosses Problem darstellt (=USB Adapter notwendig)
  • OLIMEXINO-328: sieht etwas oversized für meine Zwecke aus
  • Aufstecklösungen: geht nicht- da sitzt schon meine eigene Protoypingplatine für den Pi
  • Alle Anforderungen scheint der Teensy 3.0 zu erfüllen, ist mit 19USD aber auch relativ teuer und besitzt einen ARM chip. Ist das Teil wirklich mit der arduino SW kompatibel oder bräuchte man dann nicht denn Teensy 2.0?

Und dann bliebe noch Eigenbau: scheint eine echte und tatsächlich relativ einfache Alternative zu sein, besonders dann wenn die Software mal fertig ist und man "nur noch eben" den Chip damit programmieren muss und dann mehrfach einsetzen kann. Damit setze ich mich in Ruhe auseinander wenn mein erstes Projekt mit dem "Fertig"-Arduino läuft.

Viele Grüße,
Andreas