Netzteil

Hallo Forum.

Da ich wenn ich was gebastelt habe meist das NT was ich dafür verwendet habe mit abgebe und somit meine NTs so langsam alle werden :) habe ich mir überlegt mir mal ein Stabieles NT für meine Bastelecke zu zu legen. Jetzt lese ich immer Labornetztei und Schaltnetzteil kann mir einmal einer erklären aus was der Unterschied besteht. Da ich ja keine so großen Projekte bastel, also immer was für den hausgebrauch oder vielmehr Campingebrauch. Dachte ich an ein netzteil was ich verwenden kann und einstellen kann von ca. 5 - 30V und 3-5A. Könnte mir eventuell einer einen Tipp geben was für mich da geeignet wäre. Ich hatte so ein schönes von Pearl von revolt, das hatte USB anschlus für 5V und 1A und schaltete automatisch zwischen 12 und 24V bei 6A aber das hat anscheinend den Geist aufgegeben. Ich habe es mal aufgemacht aber da ist auch keine Sicherung drin und ich habe zu wenig Ahnung um da was zu reparieren. Vieleicht hat ja einer einen Tipp wo man solche NTs günstig bekommen kann.

l.G.Jürgen

Hallo,

ich schreibe Dir mal, was ich an Netzteilen benutze, vielleicht ist das für Dich ein Denkanstoß. Also, zunächt ein Labornetzteil (0-15V, 0-1A), das kommt immer dann zum Einsatz, wenn ich eine einstellbare Spannung brauche. Es ist so ein billiges China-Teil, das ich mal auf Ebay ersteigert habe. Als nächstes habe ich mir als Projekt mal selbst ein Netzteil gebaut, das liefert 5V für TTL-Schaltungen und +/- 9V falls ich sowas mal für einen OPV brauche. Nur +/- 9V und nicht +/- 15 V, weil ja im fertigen Projekt die Spannung auch irgendwo her kommen muss, und +/- 9V lässt sich aus 5V mit einem ICL7660 leicht erzeugen, für die Sachen, die ich mache, reicht das in der Regel. Dann gibt es hier und da immer mal wieder so kleine Stecker-Schaltnetzteile, die ich gerne für fertig aufgebaute Geräte verwende.

In meinem Teilevorrat habe ich immer eine handvoll LM317, mit denen ich mir nahezu jede Spannungsanforderung falls nötig innerhalb kürzester Zeit mit ein paar Widerständen und Kondensatoren auf dem Breadboard zusammen stecke. Da finden sich auch immer ein paar ICL7660 und TS34063 mit den gängigsten Induktivitäten zum hoch oder runter konvertieren oder zum invertieren von Spannungen. Mit zum Thema Spannungsversorgung gehört bei mir eine selbstgebaute Spannungsreferenz, die sehr genau 10, 7,5, 5 und 2,5V liefert. Außerdem eine selbsgebaute dynamische Last, mit der ich ziemlich genau Verbraucher zwischen 0 und 1A simulieren kann. Falls ich mal für irgendwas (kommt selten vor) eine Wechselspannung benötige, komme ich da in der Regel mit meinem Funktionsgenerator aus. Die Frequenz und Amplitude ist einstellbar und ich hatte bei meinen Experimenten bisher noch keinen Bedarf den mal mit mehr als ein paar Milliampere zu belasten.

Bei meinen Basteleien hat sich für mich gezeigt, dass ich nicht die eine Spannungsversorgung brauche, sondern mit verschiedenen Spannungsversorgungen besser hinkomme. Das ich +5V und eine symetrische Versorgung von sagen wir +/- 9V brauche kommt häufig vor. Manchmal kommt dann auch noch eine höhere Spannung von +12V oder +15V dazu (z.B. wenn ich mit Schrittmotoren spiele). Ein einzelnes Labornetzteil, welches das alles leistet, ist im Preisbereich schon fast bei einem "gebrauchten Kleinwagen" anzusiedeln, deshalb für mich außen vor.

Was einem beim basteln oftmals Bauteile retten kann, ist eine Strombegrenzung im Netzteil. Damit bei einem Schaltfehler nicht gleich was anfängt zu rauchen, sondern das Netzteil abschaltet oder den Strom begrenzt. An Deiner Stelle würde ich darauf achten, sowas bei meinem neuen Netzteil zu finden.

Zum von Dir angefragten Strom-/Spannungsbereich: Bei mir kommt es relativ selten vor, dass ich mehr als 15V benötige und so gut wie nie mal mehr als 1A. Ich bastele halt nicht mit "Waschmaschinenmotoren" sondern mit kleinen, delikaten Mikroelektronik-Bauteilchen. Aber ernsthaft, wenn Du z.B. mit Motoren experimentieren willst, da können auch bei relativ kleinen Motörchen schon mal kurzzeitig 2 bis 3A gebraucht werden.

Fazit: Mir wären z.B. zwei kleine Labornetzeile mit 0-18V und 0-1A lieber als ein größeres Netzteil mit 0-30V und 0-5A. Das liegt aber an meinen Anforderungen, das kann bei Dir anders sein. Wenn Du mit OPV's arbeiten willst, ist eine negative Spannung immer sehr nützlich, wenn auch nicht unbedingt Bedingung.

Zur Frage Linear- oder Schaltnetzteil kann ich nur sagen, ich habe mehrere Schaltnetzteile im Einsatz (die erwähnten Steckernetzteile) und habe noch nicht erlebt, das die irgendwelche Störungen produziert hätten, die mir Ärger bereitet haben. Das kann bei Dir aber auch wieder anders sein, wenn Du z.B. irgendwas mit einstreuungsempfindlichen Hochfrequenz-Bauteilen o.ä. machst.

Vielleicht helfen diese Gedanken Dir ja bei der Entscheidung weiter. Lass mal lesen, was es letztendlich geworden ist.

Gruß, Ralf

Danke Ralf für deine Ausführungen, Ja Du hast ja Recht 30V brauche ich auch sehr selten. Mir geht es im Grunde nur darum ein fest stehendes NT in meiner Bastelecke zu haben wo ich im grunde meine LED Basteleien mit ausprobieren kann. Ich hatte jetzt wieder das Problem mit einem LKW Schild welches ich für einen Bekannten mit LED`s bestückt habe und was auf 12 und 24V läuft (schaltbar). Jetzt klappte das Schild im LKW nicht und ich habe es mit nach Hause genommen um zu prüfen woran es liegt, was mir dann fehlte war ein passendes NT. Darum bin ich darauf gekommen mir ein NT zu kaufen, was immer in meiner Ecke stehen bleibt. Durch viel bastelei habe ich es jetzt hin bekommen mit dem Schild, es lag an dem KFZ Stecker den mein Bekannter vom Flohmarkt hatte da hatte sich der Minus Anschluss gelöst, naja ich werde einmal in der Bucht nachschauen ob was Interessantes da ist, vielleicht habe ich ja Glück. Danke noch einmal für Deine Anstöße.

l.G.Jürgen

Im Prinzip wie Ralf: Ich habe ein Labornetzteil, der Rest wird nach Bedarf aufgebaut. 5V via USB ist ja mittlerweile auch kein Thema mehr, gerade fürs Breadboard, etc. incl. passendem Adapter. Ok, ein zweites Labornetzteil mit positiver/negativer Spannung ist in Bau, müsste ich gelegentlich mal fertig machen…

Ich habe ein Manson NSP-3630, 1-36V, 0-3A, relativ genau einstellbar, div. Schutzschaltungen. Als Haupt-Bastel-Netzteil würde ich auf alle Fälle was Kurzschlussfestes mit Stromanzeige und Stombegrenzung nehmen. Hilft teure Fehler im Aufbau zu vermeiden…

Ich habe ein gefunden, was mir soweit gefällt und womit ich auch sichr für meine Basteleien auskomme.

Funktionen
Digitale Anzeige für Ausgangsspannung mit 1 Nachkommastelle
Analoge Anzeige für Ausgangsstrom
Laborbuchsen mit Schraubklemme für 4 mm Stecker ohne Hülse
Spannungsregelung und Vorwahlschalter für Spannungsbereich
Passive Kühlung
Technische Daten
Eingangspannung: 230V AC, 50Hz
Ausgangsspannung: 0-15V DC stufenlos regelbar
Ausgangsstrom: max. 1A (nicht regelbar)
Lastregulierung: <0,1%+10mV
Restwelligkeit: 1mV
Gewicht: ca. 1,2kg
Abmessungen [mm]: BxHxT: 98x145x160

was haltet Ihr davon ?

l.G.Jürgen

Ich habe ein Peaktech 6035D (Reichelt-Link) und bin damit ganz zufrieden. Negative Spannungen brauche ich in der Regel nicht, ausschlaggebend waren bei mir aber auch die beiden unabhängigen Festspannungsausgänge.

malerlein: was haltet Ihr davon ?

Für wenig Geld mehr bekommst Du Geräte dieser Art mit Stromregulierung. Vielleicht solltest Du lieber nach so einem Ausschau halten.

Gruß, Ralf

Hallo Jürgen,

schau doch mal auf der Homepage von STATRON.

Die haben Labornetzteile in allen Leistungsklassen.

Von dort habe ich mir meine Ausstattung mit einem Mehrfachnetzteil aufgerüstet:

2x 0 - 30V, 0 - 2,5A 1x 0 - 40V, 0 - 1,5A 1x 5V 3A fest

Darüber hinaus habe ich noch ein selbstgebautes Experimentiernetzteil für +- 5V, +- 15V je 80mA und +- 2,5V 2mA für Experimente mit Operationsverstärkern. Die 2,5V sind gängige Referenzspannung für externe A/D- bzw. D/A-Wandler.

Grüße

Martin