Neue Lötkolbenspitze

Hallo

Ich verwende immer eine möglichst schmale, meißelförmge Lötspitze, damit man auch mal an engere Stellen kommt.

Zum Entlöten eine große und zum Anlöten eine kleinere :wink:

Profis haben mir von "bleistiftdünnen" Spitzen dringend abgeraten, zum Wärme übertragen bräuchte man ausreichend Kontaktfläche. (Meißelförmig ist ein guter Tip)

Und für ganz kleine SMD - Fitzeleien ist irgendwann sowieso jede vernünftige Spitze zu groß:
Man lötet ruhig mehrere Pins gleichzeitig und "saugt" bei Bedarf hinterher überschüssiges Lötzinn mit Entlötlitze ab.

Meine ersten Spitzen habe ich mir durch Nachfeilen versaut: Wenn die äußerste Schicht erstmal weg ist, lebt der Rest nicht mehr lange.

Die Kolbenspitze sollte zur Aufgabe passen, Du wirst also wohl mehrere brauchen.
Grundlegend so groß wie möglich (hohe Wärmemenge) und so klein wie nötig.

Für die meisten Sachen verwende ich 3mm breit Meiselform und für sehr kleine Sachen 1,5 mm Spitze.

Gruß Tommy

Durch falsches Lötzinn hat es mehrmals die Spitze zerfressen bis nur noch ein Stumpf übrig blieb.

Nasser Schwamm?
Ein übler Fehler!

Ich mag die Spitze mit Hohlkehle.
z.B. eBay-Artikelnummer: 322837267688
Ideal für SMD IC , mit hunderten von Beinchen.

Ansonsten nutze ich meist solche, wie in diesem Artikel.
eBay-Artikelnummer: 312007842978
Und da die linken beiden!

Die haben eine schmale Kante für kleine Sachen, und ein große Fläche für gute Wärmeübertragung.
Recht universal.

Mit Meißelspitzen bin ich bisher noch nicht wirklich "warm" geworden.

Hi

Ich hatte Mal in Ermangelung einer Lötspitze (schwer angegriffen, viele ‘schwarze’ Stellen) ein Stück Cu-Draht genommen (denke 10mm²).
Der Draht wird beim Löten aber abgenutzt, die Kontaktstelle wird ‘weggefressen’.
Etwas Abhilfe konnte ich erhalten, indem ich die ‘Spitze’ mit einem Lot mit höherer Schmelztemperatur verzinnte um dann mit niedrigerer Temperatur ein früher schmelzendes Lot zu verbrauchen.

Aber kein Vergleich zu einer konventionellen Lötspitze!
Ein Notbehelf - ja, mehr aber nicht.
Beim Feilen könnte die Doppelschicht aus verschiedenen Loten vll. auch eine Erleichterung bringen.

MfG

Man kann auch das Kupfermaterial kalt in Form ausschmieden. Das erhöht auch die Standzeit. So kann man auch billige Lötspitzen etwas haltbarer machen.

Gruß Tommy

kulturbereicherer:
Erst später habe ich im Internet gelesen dass manche Lötspitzen mehre Metallschichten haben z.B. Kupfer-Eisen-Chrome und man mit dem Schleifen und dem säurehaltigen Lötzinn bei zu hoher Temperatur die Spitze ruck zuck ruiniert hat.

Das ist richtig.
Und ein nasser Schwamm ist bei diesen Spitzen genau so schädlich.
:o :o :o

Nasse Schwämme sollen schädlich sein? Das hör ich zum ersten Mal :o
Da kann ich ja von Glück reden, dass bei mir meist die Faulheit siegt und ich stattdessen den Schwamm trocken lasse oder nen Lappen bzw. Küchenpapier nutze xD

Also bei meiner Ersa wird der Schwamm mitgeliefert und ausdrücklich empfohlen beim nächsten Löten. Beim Ausschalten soll das alte Lot dran bleiben.

Ich habe bisher auch in den 2 Jahren noch keine negativen Folgen festgestellt.

Gruß Tommy

Die aufgalvanisierten Schichten können/werden beim schnellen abkühlen Risse bekommen.
Danach rotten die Spitzen recht schnell weg.

Ich empfehle: "Edelstahl Putzspirale Topfreiniger Topfschwamm"
In ein kleines Glas gedrückt, ist das ideal zum abstreifen.

Einfach kurz reinstecken und wieder raus ziehen, und die Spitze ist sauber.
Die Löt Perlen bleiben im Glas. (Deckel nicht vergessen)

Witzig, dass der Schwamm gelobt wird, aber fast alle Fotos unter dem Link eine Putzspirale zeigen.

Eine Lötspitze muß verkromt sein damit sie lange hält. Ansonsten frißt das Lötzinn/Flußmittel das Kupfer auf. Für billige 30W Lötkolben und Gebrauch alle paar Monate kann das verschmerzbar sein.

Darum darf eine verchromte Löspitze auch nicht mittels spanabtragenden Werkzeugen bearbeitet werden.

Zur Größe:
Je feiner das zu lötende Teil ist desto feiner die Spitze.

5mm Meißelform für dicke Litzen und große Masseflächen
2mm Meißelform für normale Durchsteckbauteile
1mm Spitze für feine Arbeiten.

Grüße Uwe

Löten ist wie Autofahren - viele denken sie wüssten wie es geht, machen dann aber doch einiges falsch bzw. ignorieren Regeln :frowning:

Die Spitze muss zum Flussmittel, Lötzinn und Lötobjekt passen. Bleihaltiges Lot mit integriertem Flussmittel benötigt eine andere Spitze als bleifreies Lot. Somit stellt sich beim Auslöten von Bauteilen aus alten Platinen schon mal die Frage "Wann wurde die LP gefertigt bzw. welches Lot wurde verwendet?".

So ist auch die Temperatur vom verwendeten Lot abhängig, bleifrei braucht wesentlich höhere Temperaturen, was wiederum bei bleihaltigem Lot gar nicht geht, weil hier das Flussmittel viel zu schnell verdampft.

Ergo, eine einfache Antwort auf die Frage der richtigen Spitze gibt es nicht. Jede Aufgabe braucht das richtige Werkzeug, sonst ist es Pfusch.

Gruß

MiReu

Hi

Wir können aber davon ausgehen, daß Jemand, der jetzt und hier danach fragt, nicht zwei dutzend Elektro-Schrott-Container hinterm Haus stehen hat, um die dortigen Bauteile auszuschlachten.

Ganz nebenbei: Meine Lötspitze ‘frisst’ sowohl mit und ohne Blei - vll. löte ich aber auch nur zu Wenig - sorry, ist ja halt nur Hobby.

Wir gehen also davon aus, daß Jemand, der nach einer Starter-Lötausrüstung fragt, wohl eher nagelneue Komponenten zusammen bringen will, als Zeug von vor '45 auseinander.
Bleihaltiges Lot ist zwar heute auch noch zu bekommen, aber schon lange nicht mehr die Regel - gehen wir also davon aus, daß bleifreies Lot benutzt werden soll.

MfG

postmaster-ino:
Bleihaltiges Lot ist zwar heute auch noch zu bekommen, aber schon lange nicht mehr die Regel - gehen wir also davon aus, daß bleifreies Lot benutzt werden soll.

Warum? Ich löte weiterhin bleihaltig.

Gruß Tommy

Ich benutze nun schon 2 Jahre das Teil hier:
Hies mal Hako 936
Und die "Bleistiftspitze"
Bisher immer noch die erste. Und aus Faulheit bei dicken 2,5mm Siliconkabeln dreh ich einfach heisser.
Hab mir damals etliche Lötspitzen mitbestellt, bin überrascht wie lange die halten. Löte aber kein smd.

Hi

Gefällt mir irgendwie :slight_smile:

Wobei wir davon ausgehen können, daß der Bunsenbrenner auch ganz ohne Lötspitze funktioniert und Dem die Art des Lot auch eher 'hinten rum geht' :wink:
Davon - also Schlacht-Elektronik, habe ich auch noch (zu viel) rumliegen ... man kann ja auch Nichts entsorgen :wink:
Statt in alten Zeitungen werde ich in ferner Zukunft wohl mit Transistoren, LEDs und Kondensatoren kuscheln müssen ... eine leicht grauslige Vorstellung.

MfG