Nur mal ein Tip zum MCP23017

Nur mal ein kleiner Erfahrungswert zum MCP23017 Portexpander. Ich baue nun gerade die zweite Schaltung mit dem MCP23017 auf. Bei der ersten habe ich den Resetpin des MCP völlig ignoriert und hat auch nicht gestört. Schaltung 2 funktionierte nur jedes x-te Mal. Wichtig ist es den Reset Pin mit einem (ich habe 1.5 KOhm genommen) auf HIGH zu ziehen damit er definiert ist. Ich hatte einige Zeit verbraucht um Lötfehler zu finden, aber es war nichts zu sehen. Widerstand an den Reset eingelötet und alles fluppt. Auch meine alte, funktionierende Schaltung bekommt den jetzt bevor ich auch da anfange Fehler zu suchen. (OK, die Fehlersuche bei Schaltung 2 hat daher noch länger gedauert da ich in meinem Testprogramm auch noch das Wire.begin() vergessen hatte :sunglasses: )

Ulli

Glückwunsch, dass Du's auf diese Weise noch lernen durftest.

Reset-Pins sind wie alle Eingänge meist nicht intern beschaltet und floaten daher. Nicht benutzte Eingänge sollten daher IMMER auf definierten Pegel gelegt werden.

Auch bei A0, A1 und A2 steht wie bei /RESET im Datenblatt: "Must be externally biased."

hi,

wozu da ein widerstand dran sollte, versteh' ich allerdings nicht.

gruß stefan

Wichtig ist es den Reset Pin mit einem (ich habe 1.5 KOhm genommen) auf HIGH zu ziehen damit er definiert ist.

Gerade beim MCP23017 lege ich den Reset mit auf den Arduino Reset. Wenn ich ein anderes Programm aufspiele, will ich, dass die Pins sofort "neutral" werden.

Bis auf wenige Ausnahmen, ist das für alle externen Bausteine (welche einen eigenen Reset haben) eine gute Idee. Eine Ausnahme, ist wohl der ESP, mit seinem Tiefschlaf. Der wird durch den Reset geweckt. Und da muss man das z.B. GSM Modem nicht unbedingt auch schocken.

Dann kann/muss man einen Pin für den Reset der Peripherie opfern.

Tipp: Es schadet nicht, das Datenblatt zu den Komponenten zu lesen, welche man verwendet.

Eisebaer: wozu da ein widerstand dran sollte, versteh' ich allerdings nicht.

Zum "vorspannen"

Ob Widerstand, oder Brücke, oder an den Reset des µC, ist dabei egal. bzw. von den Vorlieben abhängig.

combie: Zum "vorspannen"

Ob Widerstand, oder Brücke, oder an den Reset des µC, ist dabei egal. bzw. von den Vorlieben abhängig.

... solange der Ruhestrom nicht in's Gewicht fällt.

hajos118: ... solange der Ruhestrom nicht in's Gewicht fällt.

Wie würdest du ihn senken/vermeiden wollen?

Höherer Widerstand => niedrigerer Ruhestrom (Ohmsches Gesetz)

hajos118: Höherer Widerstand => niedrigerer Ruhestrom (Ohmsches Gesetz)

Der Innenwiderstand eines Resetpins ist nahe unendlich. Also ist der Ruhestrom nahe Null. Siehe: Ohmsches Gesetz

Wichtig ist, dass der Reset zuverlässig auf Highpegel gezogen wird. Das wären 0.8 * Vdd, also bei 5V Versorgung, sind das 4V, die zwingend erreicht werden müssen. Dem ist alles andere unterzuordnen.

hajos118: Höherer Widerstand => niedrigerer Ruhestrom (Ohmsches Gesetz)

Das stimmt grundsätzlich, aber beispielsweise ein 10 k extern in Serie mit 5 M Innenwiderstand (1 µA) dürfte ungefähr 0,2 % weniger Strom (0,9800 µA) ergeben. Das wäre für mich kein hinreichernder Grund für ein zusätzliches Bauteil.

Eisebaer: wozu da ein widerstand dran sollte, versteh' ich allerdings nicht.

Der UNO hat einen 10 k als PullUp drauf, damit der Reset-Taster und externe Logik keinen Kurzen machen. Das kann für eine Beschaltung des MCP23017 auch sinnvoll sein, wenn Reset von außen zugänglich sein soll.

Nur mal so als Hirngespinnst:
Lass mal eine negative Spannungsspitze (ESD -Impuls) auf den Eingangspin wirken. Bei einem externen Widerstand ist der Eingang wesentlich robuster (elektrisch) als nur ein C-MOS Eingang, der durch eine solche Überladung schon mal gekillt wird.
… Aber generell habt ihr recht: Die Eingangspins auf festen Pegel ist besser als offen lassen. Zusätzliche Kosten für Bauteile + Layout … kann man sich da gerne mal sparen.
Wo es allerdings Sinn macht, ist bei Schaltungstechniken, die robust gegen Störungen sein müssen: da gibt’s genug Schaltkreise, die relativ niederohmige Eingänge haben (TTL im Military - Bereich), und da ist ein Pin nach einem fixen Pegel schon relativ große Energieverschwendung - insbesondre wenn man es mit Batt-betriebenen Geräten zu tung hat.
… Führt aber jetzt wohl zu weit … 8)

Eisebaer: hi,

wozu da ein widerstand dran sollte, versteh' ich allerdings nicht.

gruß stefan

Du kannst durchaus den Resetpin ohne Widerstand an (+) klemmen. Funktioniert. Macht nur niemand so. Warum nun mit Widerstand (Pullup) ? Weil man nur mit Pullup am Reset Pin eben auch später noch wirklich reseten kann. Beim Reset legt man ja Masse an. Ohne Widerstand gebe es einen satten Kurzschluss. Mit Widerstand erfolgt der saubere Reset nach Masse und alles bleibt heile.

hi,

Der UNO hat einen 10 k als PullUp drauf, damit der Reset-Taster und externe Logik keinen Kurzen machen. Das kann für eine Beschaltung des MCP23017 auch sinnvoll sein, wenn Reset von außen zugänglich sein soll.

wofür es sein KANN, war mir schon klar. nur in DIESER schaltung sehe ich den sinn nicht. er "ignorierte" ja in der ersten schaltung den-reset pin und es scheint da auch nichts geplant zu sein. klar ist es egal, 2 cent und ein wenig platz. mich hat's nur gestört, weil es so nach "aha, reset wird immer mit widerstand verbunden" ausschaut, ohne nachzudenken, warum eigentlich.

TTL im Military - Bereich

beruflich?

gruß stefan

früher mal ....

Hallo,

wobei ESD Schutz direkt nichts mit Militär zu tun hat. ESD Schutz zeichnet sauberen Schaltungsaufbau aus, wenn es länger halten soll. Völlig unabhäng von Militäry. Es gibt nur verschiedene ESD Prüfvorschriften die vorgeschrieben werden vom Endkunden. Mehr nicht.