OT: Geschwindigkeit Telekom LTE

Moin,

ich wohne ja in der Pampa und hatte bis gestern ausschließlich eine 1MBit DSL Leitung. Also das DSL+LTE Hybrid Angebot "Magenta M" gebucht. Angesagte Geschwindigkeit "bis zu" 50 MBit Downstream, 10 MBit Upstream.

Via Kabel habe ich jetzt eine konstante 6Mbit Leitung. Die LTE Bandbreite schwankt sehr stark - heute Nacht um 4 gingen mal kurz 20Mbit, Tageswerte am Samstag zwischen 4 und 7 MBit...

Also im Maximum unter optimalen Bedingungen knapp über der Hälfte des "bis zu" Wertes, zu normalen Nutzungszeiten ca. ein Fünftel.

Die Telekom wirbt übrigens damit, dass hier auch "bis zu" 100MBit kein Problem seien. Die Bedingung ist vermutlich, dass man im Umkreis von 10 km der Einzige ist, der LTE benutzt.

Mich würde mal interessieren, welche realen Geschwindigkeiten ihr via LTE erreicht. Und natürlich wieviele Prozent der gebuchten "bis zu" Leistung das sind. Der Provider wäre auch interessant.

Danke und Gruß,

Helmuth

Dein Problem (bzw ein sehr ähnliches) wurde in der aktuellen ct (#23) näher beleuchtet.

https://shop.heise.de/katalog/wirkungsloser-turbo

Hallo,

zuerst einmal würde ich herausfinden welche Basisstationen für Dich relevant sind. Dann würde ich mal das Equipment ins Auto packen und unmittelbar in der Nähe der Antenne probieren. Also nicht genau unterm Mast sondern vielleicht 200m entfernt wo der Pegel "richtig fett" ist. Wenn dort auch nicht viel mehr geht liegt es am Netz. Entweder stark ausgelastet oder es fehlt Bandbreite bei der Anbindung. Wenn es dort wesentlich flotter geht dann würde ich zu Hause ernsthat über eine Dachantenne (Richtantenne) nachdenken. Das kann viel bringen; Es geht nicht in erster Linie nur um Pegel sondern zuerst einmal darum ein sauberes Signal (weniger Reflexionen, weniger Hindernisse) zu bekommen. Ich meine jetzt wirklich am Dach auf einem Mast (=Antenne im Freifeld) und nicht irgendwo an der Hausmauer oder Baumstamm!

Allerdings ist das Thema der Anbindung von Basisstationen am Land wirklich ein großes Problem. Die bestehenden Richtfunkanlagen bringen teilweise nur ~24MBit - für alles zusammen. Und über Kabel geht meist auch nicht viel aufgrund der Längen. Ein Ausbau kostet ein Vermögen, oft müßte der Mast neu (höher) gebaut werden oder gleich Glasfaser verlegen...

Teurere Tarife bringen schon etwas weil bei LTE im Auslastungsfall anteilsmäßig aufgeteilt wird. So bekommt der 100MBit Kunde gegenüber dem 50MBit Kunden doppelt so viel vo der Leistung die im Moment gerade verfügbar ist. Das war bei UMTS oder EDGE nicht so, es wurde einfach auf die Anzahl der User aufgeteilt.

Sehr interessant finde ich aber die Aussage daß jetzt über die DSL Leitung plötzlich 6MBit laufen wo doch vorher nur 1MBit gingen. Outdoor DSLAMS? Vectoring?? Marketing ??

Christian

Momentan steht der LTE Router im Fenster. Sichtkontakt zur Basisstation besteht. Signalpegel ist am Maximum.

Telekom hat bestätigt, dass die von mir gesichtete Basisstation die gleiche ist, welche der Router benutzt. (Antennen Nr. wird vom Router angezeigt und Telekom kann diese geographisch zuordnen.

Problem ist offensichtlich die Auslastung dieser Basisstation bzw. zu viele Nutzer mit zu viel Datenbedarf.

Mein Vorschlag ggü. der Telekom, dass ich ja auf Magenta S (30MBit) umbuchen könnte, wenn von meinen 50MBit niemals mehr als die Hälfte ankommt, wurde verneint - da ich dann einen niedrigere Priorität hätte und die effektive Übertragungsrate noch weiter in den Keller gehen würde...

Wie das Upgrade auf 6MBit DSL technisch läuft, weiß ich nicht. Kann nur sagen, dass ich Kupferkabel bis zum Haus habe und die Info, dass der "Verteilerkasten" auf der Straße auch mit Kupfer angebunden ist.

Und es sind jetzt reale 6+MBit und vorher war es nur 1MBit. Reale Downloadgeschwindigkeit von großen Dateien passen ungefähr damit zusammen, was DSL-Speedtest Seiten ausspucken.

Übrigens funktioniert die Hybridsache auch nicht: Ich habe mit mit DSL + LTE effektiv eine geringere Geschwindigkeit, als mit LTE allein. Momentan betreibe ich als work-arround 2 Router unabhängig voneinander: einmal den für 6MBit DSL und unabhängig davon den x bis 20MBit Hybridrouter im LTE-only-Modus.

Hallo,

Wie weit ist es in etwa bis zur Basisstation?

Bezüglich Umstieg auf ein günstigeres Paket würde ich abklären ob sich auch die geschaltete DSL Bandbreite ändert oder nur die Priorisierung im LTE Netz. LTE seitig werden dann halt aus den 20Mbit ca. 12 Mbit und aus den 5Mbit ca. 3Mbit... (Bandbreiten die ich hier im 3G/HDSPA Netz in etwa erreche). Außerdem könnten Kosten für Vertragswechsel anfallen (Tipp: kleingedruckte genau lesen)

Christian

Hallo,

es sind ca. 1500m horizontal und 50 m vertikal bis zur Basisstation. EM-reflektierende Flächen auf dem Weg oder um meinen Router gibt es keine. Also ziemlich ideale Bedingungen für eine Funkstrecke.

Gab es da nicht mal dieses Grundsatzurteil, dass die mittlere Übertragungsgeschwindigkeit 75% des beworbenen "bis zu" Wertes nicht reglemäßig unterschreiten darf?

Die Telekom zeigt sich offen für eine außerordentliche Kündigung meinerseits (also das Eingeständnis, dass sie technisch die 50MBit nicht liefern können - während sie weiterhin 100MBit bewerben...), allerdings habe ich keine Alternativen. Andere Provider haben sofort abgewunken. Zum Kotzen.

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass ich im Sommer in sehr entlegenen Regionen in Österreich, Solvenien, Koratien, Ungarn und der Slovakei unterwegs war. Überall Hotspots mit traumhaft schneller Anbindung, auch auf kleinen kroatischen Inseln, wo im Umkreis von 20 km nichts außer einem Zeltplatz war. Der ganze Zeltplaz hat sich die Anbindung geteilt und ich hatte nie weniger als 70MBit zur Verfügung...

Irgendwie ist Deutschland ein dritte Welt Land geworden, was die Infrastruktur angeht - wenn man nicht gerade in einem üppig erschlossenem Ballungsraum wohnt.

Davon abgesehen bin ich natürlich zufrieden, dass mein Internet jetzt 5-20x schneller als vorher ist - auch, wenn das Produkt trotzdem nicht halb so schnell ist, wie beworben.

Gruß,

Helmuth

hi,

Irgendwie ist Deutschland ein dritte Welt Land geworden, was die Infrastruktur angeht - wenn man nicht gerade in einem üppig erschlossenem Ballungsraum wohnt.

nicht böse sein, aber bezüglich der internet-infrastruktur war deutschland nie sonderlich gut.

gruß stefan

Liegt m.M. nach hauptsächlich daran dass man hier zu viel auf ISDN gesetzt hat. Das ist zwar besser als Analog-Modems aber hat den Ausbau von Kabel, DSL und anderen Techniken zu lange aufgehalten.

Vor 15 Jahren haben ich per Internet einen Schweden gekannt der nördlich des Polarkreises 100MBit DSL hatte. Für wenig Geld. Bei mir gibt es heute noch keine 50MBit. Und ich wohne nun nicht gerade mitten in der Prärie.

hi,

ja, das war sicher einer der gründe. wir hatten hier das glück, daß österreich ein testgebiet zweier kabelbetreiber war (ich habe seit 1996 kabel-breitband), später war's natürlich gut, daß wir einen starken konkurrenzkampf zwischen 5 handynetzen für 7 millionen einwohnern hatten. die technik war immer spitze und die preise ein traum.

inzwischen hat sich das relativiert...

gruß stefan

momentan zahle ich 25 euro für 75MBit flat (die hab' ich aber wirklich).

Hier Telekom Hybrid-Flat: bis zu 50MBit 40€, bis zu 30MBit 35€, jeweils zuzüglich Routermiete.

Vorher habe ich für die 1MBit DSL Leitung im Jahre 2015 auch 35€ bezahlt, kein Witz.

Man muss mittlerweile froh sein, wenn in D ein als Flatrate beworbenes Produkt auch wirklich noch eine Flatrate ist und nicht nach wenigen GB unerträglich gedrosselt wird, so dass man Volumen nachkaufen muss.

Die starke Konkurrenz inkl. guter Preise haben wir hier auch - in den Großstädten. Auf dem Land dagegen sind wir in der Steinzeit - es gibt nur einen einzigen Anbieter, welcher die Preise diktiert, welche man dann fressen oder sterben kann. Und weil T der einzige Anbieter ist, sind deren Netze regelmäßig überlastet.

Mein Erstantrag für DSL nach dem Umzug vor 5 Jahren hat übrigens 6 Monate + unzählige Telefonate, Briefe und persönliche Besuche gebraucht, bevor es dann verfügbar war. Die Unlust und Inkompetenz der Mitarbeiter und die Trägheit des Unternehmens fühlten sich an, als ob man mit einer Behörde kommuniziert... oder eben mit einem Monopolisten, dem alles scheißegal sein kann.

Gruß

Helmuth

40€ für 50 mbit klingt gut. Ich werde mal mit meinem Telekom berater reden. Vllt kann er mir ja noch ein spezial angebot machen, als langjähriger kunde ;)

Wenn Du nicht in einer Stadt wohnst, hast Du gute Chancen. Dobrindts Breitbandinternet für alle, wissen schon... Bis 2018 "mindestens" 50 MBit für alle. Ich lach mich tot.

Übrigens hatte ich real noch nie über 30MBit anliegen, im Durchschnitt eher 10-15.

Der Telekom Berater wird Dir das Blaue vom Himmel versprechen - das ist sein Job.

Unterhalte Dich lieber erstmal mit Nachbarn / Freunden, welche bereits praktische Erfahrungen mit einem konkreten Angebot sammeln durften.

Nachtrag: So, bin den LTE-Mist los. Wurde zunehmend langsamer mit zunehmenden Nutzerzahlen.

Habe jetzt VDSL mit gebuchten 50 MBit/s, die real erreichbaren Werte liegen momentan fast immer darüber.

Hiermit relativiere ich meinen pauschalen Telekom Rant und konkretisiere, dass explizit LTE als "Hilfs-DSL" untauglich ist, wenn man sich die "bis-zu-Bandbreite" mit vielen Teilnehmern teilen muss.

VDSL rockt.

Grüße und weg,

Helmuth

Wir haben VDSL2 G-Vector von dem T der Sync steht bei 109Mbit davon bekomme ich echte 98Mbit durch die Leitung LAN und miTt WLan Max 70Mbit im 2.4Ghz. Und das in Gummersbach nicht ganz Arsch der Welt aber man kann ihn schon sehen. Gruß und wusch DerDani