[OT] LM358 Produktstreuung?

Ich baue gerade einen Prototyp von einem Stromsensor für die alte FrSky Telemetrie. Das wird den meisten hier nichts sagen, ist aber auch egal.

Ich habe folgenden Aufbau: 2 Shunt 2Z00 parallel in der Masseleitung. Somit habe ich 1mV pro Ampere Spannungsabfall. Das geht in den OP, der mit 2 Widerständen (1k/22k) auf einen Faktor von 23 nichtinvertierend verschaltet wird.
Bei einem LM358 funktioniert das auch so. Tausche ich den LM358 gegen einen anderen aus, stimmt der Verstärungsfaktor nicht mehr. Auch ist die Ausgangsspannung bei 0V am Eingang verschieden. Reproduzierbar.

Kann das sein? Hab ich 3. Wahl bekommen?

Was hat das mit Arduino zu tun

Gruß Tommy

Nichts, deswegen OT gekennzeichnet.

Offsetspannung ?

Grüße Uwe

Hi,

von Uwe kam schon der richtige Einwand, die Dinger haben eine Input Offset Voltage von bis zu 9mV (typisch 2mV).
Den Offset kannst Du per Schaltung individuell kompensieren. Aber auch die Temperaturdrift sollte man nicht unterschlagen. Mal den Finger auf den IC, und Du kannst zuschauen, wie Deine Werte weglaufen, zumindest bei höherer Verstärkung, da o.g. Probleme glatt mit verstärkt werden!
Oder Du nimmst einfach einen Auto-Zero OPV, die kompensieren das von alleine. Etwas teurer, und haben dafür andere Einschränkungen, aber ideal für Messwerte wenn es nicht superschnell sein muss.

Gruß André

Nachtrag:

3 Beispiele für Auto-Zero-OPV, eher die Preiswerten.
MAX 4238 ASA
MCP 6V31UT-EOT
MCP 6V27-E/SN

ElEspanol:
Auch ist die Ausgangsspannung bei 0V am Eingang verschieden.

Alle Operationsverstärker sind grundlegend Differenzverstärker. Du hast zwei Eingänge deren Differenz verstärkt wird. Aber die zwei Zweige sind baudedingt nie gleich. Bei besseren Modellen wird darauf geachtet dass der Unterschied so gering wie möglich ist. Aber bei hoher Verstärkung und/oder hoher Genauigkeit muss man einen Abgleich durchführen. Einzeil-OPs haben dafür oft spezielle Eingänge dafür

Lektüre:

Danke erstmal für die Infos. Ich weiß nun, das der LM358 nicht der Beste dafür ist, aber ist halt der einzige, der grad da ist.

Bin gerade dabei, das ganze auf Lochraster zusammen zu brutzeln und dann nochmal genauer zu testen.

Betriebstemperatur kann später durchaus über 50° im Rumpfinneren bei voller Sommersonne sein. Wieviel % könnte da die Abweichung in welche Richtung sein?
Ich könnte einen DS18B20 dranpappen und per Software kompensieren.

Hi,

Deine (Schaltungs-)Vorgaben sind V=23, nichtinvertierend, Temp-Differenz 30 Grad.

Der LM358 hat eine Input Offset Voltage Drift von max. 30µV / Grad Celsius, typisch sind 7µV.
Wenn ich mit den 7µV rechne reicht das, um das Problem zu zeigen:
Drift=0.007mV * V(23) * T_delta(30) = 4.83mV am Ausgang.
Das ist dann ein Offset zum Messwert, der entweder abgezogen oder addiert wird.
Die Richtung ist davon abhängig, in welchem Zweig (im OPV) diese entsteht, wird dann aber in Deinem Fall nichtinvertiert mitverstärkt.
Die oben genannten Auto-Zero-OPVs haben 10nV / 50nV pro Grad Celsius typisch. (Faktor 700 / 140 besser).

Gruß André

Danke für die Berechnung. Wer Datenblätter versteht, ist klar im Vorteil.

Bei einem zu erwartenden Strom von 10-40A sind liegen am Ausgang zwischen 230 und 800mV an. Den Fehler kann ich verkraften.