PC 817 Beschaltung ?

Hallo zusammen,

ich möchte mit dem PC 817 mehrere Digital In`s vom Teensy 3.5 ansteueren - den
OK damit als 3,3 V LevelShifter verwenden.

Spannungsquelle an der "Signalseite" kann entweder 12 - 14,4V (Kfz) DC - oder Masse sein.
Wie groß muss in beiden Fällen R2 sein ?

Wie muss die OK Beschaltung aussehen wenn damit Masse am Eingang geschaltet werden soll ?

Bedanke mich schonmal im Vorraus für Eure Tipps !

Das ist missverständlich. Mit dem OK kannst du die Eingangseite nicht schalten. Beschreibe genauer was du vor hast.

Die Diode im PC817 nimmt 1,2V und hätte gern 20mA (max.50mA).
Am Eingang würde ich noch eine Diode als Verpolungschutz vorsehen. Der PC817 mag nicht mehr als 4V verpolt am Eingang.

Bei deinen 14,4V - 1,2 - 0,7 = 12,5V
12,5V fallen also am Widerstand ab.
Bei einem Strom von 20mA ergibt sich 625 Ohm.
Also wähle einen Widerstand in dieser Nähe, eher größer.

Ausgangsseitig würde ich am μC den internen PullUp nutzen, und mit den PC817 auf GND ziehen.

Hallo Plumps,

Nein ich will nicht die OK Eingangsseite schalten... :grinning:

Ich habe als Eingangssignal entweder +12~14,4V oder geschaltete Masse als Signal.

Für die positiven Signale würde ich die nicht Invertierende Grundschaltung (Bild ganz Links) verwenden wollen. R1 wäre dabei der interne Pullup vom Teensy.

Welche OK Grundschaltung muss ich verwenden wenn am OK Eingang nur ein geschaltetes Masse Signal anliegt ?

Grüße

Na das Gleiche. Es ist dann halt der Unterschied zu 12 bis 14,4V Eingangsseitig.
Oder welche Zustände, außer der beiden, willst du noch erkennen?

Signale invertieren geht Softwareseitig. Es ist also relativ egal, welche der beiden Eingangsbeschaltungen du verwendest.

Edit: Oder anders gefragt, was liegt Eingangsseitig an, wenn der Eingang nicht auf Masse liegt?

Edit: Oder anders gefragt, was liegt Eingangsseitig an, wenn der Eingang nicht auf Masse liegt?

Da liegt dann nix an . Kontakt / Schalter ist in dem Fall offen.

Edit, Nochmal für mich zum Verständnis:
Ich würde meine geschaltete Masse dann am OK PIN 2 anlegen, R2 bleibt an PIN 1- geht aber von da dann auf die +12~14.4 V ?

Dann Eingangsseitig dein mittleres Schaltbild.

OK - das wollte ich wissen.

meine geschaltete Masse kommt also dann an R4 ?

R1 ist hier ein Pulldown und kein Pullup.

Da ich die Hardware nicht kenne weiß ich nicht ob der Teensy3.5 interne Pullups oder Pulldowns oder beides hat.

Wie bereits in #2 gesagt soll der Vorwiderstand der LED des Optokopplers 625 Ohm habne. Ein gebräuchlicher Wert als 5% Widerstand ist 680 oder 820 Ohm. Der genaue wert ist nicht wichtig da der Strom so zwischen 5 und 20mA sein sollte und das ist im Bereich 625 bis 2500 Ohm.

Ich würde da aber die Schutzdiode nicht in Reihe zum LED sondern antiparalell zur LED schalten (Kathode der Diode an Anode der LED im OK und Anode Diode zu Kathode OK). Da liegen bei Verpolung max 0,7V am LED in Sperrrichtung an.

Das ist das Steuersignal für die LED des Optokopplers ?
Kein Problem. Bei 12-14V fließt ein Strom nach Masse, Die LED im OK schaltet den Fototransistor durch.
Bei Masse fleißt kein Strom und der Ausgangstransistor des OK sperrt. Der Pullup bzw Pulldownwiderstand bringt den Ausgang auf ein definiertes Potential.

Verstehe ich jetzt nicht ganz. Du hast entweder Masse oder offen?

Dann die LED des OK von Versorgungsspannung (12-14V) über den Vorwiderstand an den Ausgang der Steuerung angeschlossen ist Leitet der Ausgangstransistors bei Massesignal. Bei offen ist der Transistror des Ok auch nicht leitend. Also Schaltbild mitte:


Beide Ausgangsbeschaltungen sind möglich und funktionieren:

oder

Welche der beiden Schaltungen ausgangsseitig am OK Du verwendest ist egal. Ein Entscheidungsgrund ist die Möglichkeit einen Internen Pullup bzw Pulldownwiderstand zu verwenden. Nimmst Du einen externe Widerstand sind beide Möglicheiten equivalent.
Die eventuell nötige Negierung des eingelesenen Signals ist softwaremäßig leicht zu bewerkstelligen.

Grüße Uwe

Nachgelesen:
Der Teensy3.5 hat sowohl interne Pullup als auch Pulldown-Widerstände.
Also beide Ausgangsbeschaltungen des OK sind mittels interner Widerstände möglich. Aber bitte die beiden nicht verwechseln.

Grüße Uwe

Worin liegt der Vorteil?

Ja. Wenn Masse an R4 anliegt, fließt ein Strom von V+ über die LED im OK über den R4 zur Masse. Die LED im OK leuchtet

Hallo Uwe,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung !

Verstehe ich jetzt nicht ganz. Du hast entweder Masse oder offen?

Ganz genau.
Das Signal kommt von einem Öldruckgeber der gegen Masse schaltet.

Viel kleinere Spannung in Sperrichtung an der LED

Das stimmt eigentlich nicht. Spannung ist immer eine Differenz von Potenzialen. Da die Diode sperrt, fehlt der LED das zweite Potenzial. Somit sollte an die 0V an der LED anliegen, wenn verpolt wird.

Nein.
Wieso soll an der Diode die volle verpolte Spannung anliegen und keine Spannung an der LED?

Wir haben keine Idealen Dioden sondern Dioden und LED mit einem wenn auch kleinen Sperrstrom. Die verpolte Spannung liegt an der sperrenden Diode und an der sperrenden LED an (Serienschaltung). Die Aufteilung erfolgt in Funktion des Sperrstroms. Das der Sperrstrom sehr klein ist wird die LED, auch wenn sie durchbricht nicht genügend Leistung in Wärme umwandeln damit die kaputtgeht.
Aber wieso reskieren, wenn die Antiparalellschaltung die Spannung der LED in Sperrichtung auf die Durchlaßspannung der Diode begrenzt?

Manchmal ist ein Kurzschluß die bessere Lösung als ein unterbrechen einer Verbindung.

Grüße Uwe

1 Like

Ok. Bin da zu sehr von Ideal ausgegangen. Real ist was anderes.

This topic was automatically closed 180 days after the last reply. New replies are no longer allowed.