Platinen-Layout Freeware gesucht

Hallo,

bin gerade ein wenig am suchen (und ausprobieren) nach einem guten/einfachen Platinen CAD Programm - und werde nicht recht glücklich.

Eagle betrachte ich als für mich ungeeignet, 100x80 ist mir viel zu klein und die kommerzielle Version einfach viel zu teuer.

KiCad und gEDA sieht professionell aus nur ist mir das im Moment alles irgendwie zu Linux-lastig; Ich gebe zu von Linux leider viel zu wenig Ahnung zu haben, aber jetzt will ich zuerst einmal eine Platine haben und keinen "Zeitvertreib" mit einem Betriebssystem.

Free PCB ist erstmal ganz nett - scheint aber irgendwie seit Jahren kaum mehr weiterentwickelt zu werden...

Abacom Sprint Layout sieht auch brauchbar aus - aber ~50 Euro für so ein besseres Malprogramm ausgeben, hmm, da muß es eine freie Alternative geben :)

Mich würde jedenfalls interessieren was Ihr so verwendet !!?

Ach, ja, letztendlich ätze ich einfache Platinen (einseitig) selbst und möchte aber auch flexibel bei einem billigen Dienstleister (China,...) bestellen können

Christian.

PS.: Für Schaltpläne habe ich erst einmal Tiny Cad für mich entdeckt. Passt gut.

Hallo elektron_,

getestet habe ich folgende Software

Abacom Sprint Layout Eagle Fritzing

Ich muss sagen, jede Software unterscheidet sich grundlegenden von der anderen.

Das wohl erste Programm, was ich getestet habe, war Abacom Sprint Layout . Man bekommt dort sehr schnelll gute Zeichnungen hin. Leider kann man hier aber keinen Schaltplan zeichnen, nach dem ein Layout gebaut wird. Der Preis damals lag auch schon bereits bei 50€. Das geht vollkommen in Ordnung für ein "besseres" Malprogramm.

Fritzing ist in Gegensatz zu Abacam Sprint Layout etwas weiter, da dieser einen Schaltplan Editor mit sich bringt. Aber das Teil ist meiner Meinung nach noch absolut unbrauchbar in den meisten Funktionen. Wenige Bauteile, kompliziertes Erstellen von Bauteilen, viele Probleme mit andocken von Signalen im Schaltplan.

Eagle nutze ich in der Freeversion. Hier sollte man sich im klaren sein, dass man auch Arbeit reinstecken muss. Einfach drauf los "malen" sollte man vermeiden. Eagle hat ein Online Tutorial. Die Bauteile sind einfach zu erstellen. Es bietet eine sehr große Gemeinschaft (ua. element14), bei denen bereits sehr viele Libarys zur Verfügung stehen. Leider die Begrenzung mit der Größe. Aber ich bestelle immer Platinen in der Größe um 5x5cm, da passt es.

Was meinst du mit Linux? KiCad läuft ohne Probleme und einfach auf Windows. Ist nur etwas versteckt. Hier sind glaube ich aktuelle Versionen: http://www2.futureware.at/~nickoe/

hatte ursprünglich auch die Free-Version von Eagle genutzt, bis sie mir "zu klein" wurde. Ich war also in der gleichen Situation wie Du. Ich bin dann für über einem Jahr auf KiCad unter Windows umgestiegen und muss sagen, dass ich es bis heute noch nicht einmal bereut habe. Die Herangehensweise ist etwas anders als bei Eagle aber wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat ganz ok (Stichwort Netzliste). Einen gewissen Umstellungs-/Einarbeitungsaufwand wirst Du aber naturgemäß immer haben.

hi,

also von allem, was ich bisher gesehen habe, ist sPrint Layout am einfachsten und am intuitivsten zu bedienen. paradoxerweise gehört dazu auch, daß man eben nicht von einem schaltplan ausgeht. layouts kann ich "lesen", ich verstehe da viel besser, was in der schaltung passiert, als dieses einfarbige liniengewirr auf einem schaltplan. das gilt jetzt halt für mich, kann jeder anders sehen...

gruß stefan

Ich für meinen Teil der nur sehr selten mal eine Platine macht und eher die Schaltungen auf einem Steckbrett aufbaut, nutze das Fritzing dafür sehr viel, also für die Steckbretter.

Eine Platine habe ich tatsächlich schon mal machen lassen und das in der Größen Ordnung von 10 x 10 cm und das auch noch Beidseitig.

Dafür hatte ich versucht mit:

Fritzing:
war für mich und die Platine irgend wie Sch*** und ich habe das recht schnell wider gelassen.

Eagle:
das habe ich bis heute noch nicht verstanden wie das richtig geht, wurde Deinstalliert.

Abacom Sprint Layout:
selbst für mich der echt 0 Plan hat konnte ich sofort anfangen und habe
es auch verstanden, das erstellen Fehlender Bauteile geht sehr einfach
und schnell, Nachteil es kann kein Schaltplan damit gezeichnet werden
dafür hat die Firma ein extra Programm.
jedoch habe ich den Schaltplan neben mir liegen wenn ich die Platine mache,
und erwarte nicht das das beides in einem Programm geht.

Was für mich der Hammer ist, das ich dort einstellen kann das wenn ich einen Knick (90°)
machen möchte das Programm nicht einen 90° Winkel dahin macht sondern schon
das ganze um 45° abknickt, das erspart zeit finde ich.

Es ist super einfach damit umzugehen. meiner Meinung nach.

Wie Sschultewolter schon gesagt hat sind alle Programme grundlegend verschieden und man kann nicht
behaupten das sie voneinander abgekupfert härten in der Bedingung, daher würde ich sagen das es
mehr auf das eigene empfinden ankommt was einem besser liegt und was nicht.

hi,

das ist halt die schwäche von abacom, daß das layoutprogramm und das schaltplanprogramm nicht zusammenarbeiten. das muß jeden elektroniker vergraulen, weil der hat's ja mit schaltplänen gelernt.

mich stört's nicht, ich hab' zwar auch das schaltplanprogramm, benutze es aber nicht...

gruß stefan

Ich empfinde das nicht als Schwedische.

Angenommen ich habe meine Schaltplan fertig, und mache dann im Selben Programm am besten noch abgeleitet das Layout, dann mag das ja ganz schön und gut sein, doch dann komme ich auf die Idee das ich (wie bei meinem Platinen) doch zu jedem Ausgang und Eingang eine LED haben möchte, dann verwirft es mir auch das ganze Layout für die Platine und ich muss doch alles wider neu Zeichnen.

Daher ist mir das persönlich nicht wichtig das das beides in einem Programm ist, Doch das ist nur meine Meinung ich bin auch Kaufmann udn kein Elektroniker / Elektroingenieur oder wie die Jungs sich auch immer richtig betiteln wollen. (Öm ja die Damen sind auch mit einbezogen dabei :grin:)

Naja das muss jeder für sich entscheidenden, für mich sind die verteile Größer als der Nachteil das man zwei Programme hat. Was für mich Gravierender ist es läuft nicht unter dem Mac, doch ich habe ja auch ein WIN mit auf dem MAC :fearful:.

Warum alles neuzeichnen? Du musst dann ja nur die gerouteten Verbindung auftrennen. Die Luftbrücken bleiben ja bestehen und dienen als Verbindungspunkte. Das schlimme ist nur, wenn man wirklich alles auf Ängsten Raum und anhand der Datenblätter (Layoutrichtlinien) macht. Mal eben einen SMD603 gegen SMD1206 Baustein tauschen kann dann das ganze Layout über den Haufen werfen.

Bin gerade dabei, ein Layout für einen 16x RGB Led Controller (6x TLC5917 (Schiftregister mit KSQ) auf eine kleine 5x5cm Platine zu packen. Da ist nicht mehr viel Platz, wenn selbst ein Via mal verrückt wird.

Abgesehen davon, das eigentlich erste Layout/Schaltplan gehört weder in Eagle, Fritzing, Sprint Layout gehackt (gleiches gilt für Code). Zuerst Zettel und Stift, dann kann man sich mit der Dimensionierung auseinandersetzen.

Abgesehen von diversen Hochschul/Fachhochschultiteln sollte der richtige Begriff Elektroniker für Geräte und Systeme sein. Ich als gelernter Elektroniker für Betriebstechnik habe im normalen Arbeitsumfeld nichts mit IC Schaltungen als solches zu tun. Selbst Eagle wäre mir als einfaches Schaltplaneditor (Stromlaufplan) ein Grauß und keinesfalls optimal. Aber die Software, die kommerziel eingesetzt wird, liegt auch nicht bei 50€. Da geht für eine Lizenz locker mal ein Mittelklasse-Auto drauf.

Achja, was ich oben noch vergessen habe zu sagen. Eagle ist Multiplattformfähig (sowie auch Fritzing). Das ist für mich kein unerheblicher Grund, da ich privat diverse Linuxdistribution ausgiebig nutze. Ich möchte ungern auf den Rechnern/Laptops ... ungern verschiedene Systeme nutzen. Eagle ist sowohl auf dem Windows Laptop als auch auf den Linux PCs installiert. Die Daten (Bibiotheken, Projekte) sind mit einander synchronisiert.

Wenn jetzt Microsoft auch noch mal in der Lage wäre, eine Linux Version der Visual Studio Produkte rauszubringen, das wär schon was. Weil Eclipse gefällt mir keinesfalls und ein Emulator (Wine) braucht auch nur unnötig Rechenleistung.

hi,

lustige aufgabe, stefan. in welcher baugröße sind denn die TLC5917?

gruß stefan

Hallo Stefan,

vermutlich die falsche Antwort. Die TLC5917 habe ich im SOIC Gehäuse, kein DIP. Platine ist noch nicht fertig. Ein paar mm noch runterfeilen und ich bin innerhalb der 5x5cm.

Liegt daran, dass das gesamte System relativ kompakt werden muss. Für den Controller habe ich Platz.

Die Leds werden Sternförmig um den Controller angeordnet mit einem Radius von ~30cm. Somit fallen in Serie-Geschaltete Buse wie beim WS2801 und WS2811 weg. Desweiteren ist mir der WS2811 nicht in 5mm bekannt. (Alternative LPxxx, aber teuer).
Des weiteren muss das ganze ohne Spannungswandler ablaufen. Betrieben wird das ganze direkt an 2 in Reihe geschaltete LiIon 18650. Die Versorgungsspannung der Controller erfolgt über einen kleinen Linearregler (StepDown im Vergleich zu den Linearregler absolut untauglich/unwirtschaftlich)

Für irgendwelche IC gesteuerten Leds nicht (zum einen wegen der IC Größe an der Led zB. WS2801. Angesteuert werden sollen 5mm Leds.

PS: Bis auf wenige Vias im Leistungsteil sind alle anderen nicht notwendig, und dienen eher der Neueinspeiung.

hi,

schöne platine. und nein, nicht die falsche antwort, ich wußte ja, daß es die nicht in DIP gibt. ich hab' nur eine aufgabe für's lange wochenende gesehen (irgendwann sollte ich ja mal SOIC probieren), aber Du bist ja schon fertig (die 0,8mm schneidest ja leicht weg).

zwei daumen hoch und

gruß stefan

Der Unterschied zwischen TLC5916/17 ist gering. Der 17er hat soweit ich es im DB gesehen hab, nur eine weitere zusätzliche Überwachung (Verbindung nach VLed). Ansonsten ist die Ansteuerung die selbe.

Suche gerade nur nach einer anderen Belegung für die Anschlussstecker. Hab mich da derzeit an die SPI Stecker aus der RN Defenition gehalten. Mir würde aber ein 1reihiger ausreichen.

Falls irgendwer fragt, nein Bohrung sind hier nicht vorgesehen, dafür ist nacher zu wenig Platz. Ich nutze dazu 3 Kunstoffschienen mit einer Nut, in der das ganze System eingeschoben wird.

Manche Platinenhersteller bieten kostenlos ein Layout-Programm an. Damit ist man möglicherweise an diesen Hersteller gebunden, aber wer will schon Multiläyer und Durchkontaktierungen selbst herstellen ;-)

Hallo,

Eagle war mir auch immer viel zu unständlich. Bis ich auf Target 3001 gestoßen bin. Zuerst die Freeware und dann habe ich seit Jahren eine größere gekauft. Und wenn man mal ein Problem mit irgendwas haben sollte, hat Target einen sehr sehr guten Support. Die rufen nämlich auch zurück. Was will man mehr. Probier es aus. Das war die erste Layoutsoftware wo ich erst sehr spät in irgendeiner Hilfe nachlesen mußte. Ging einfach von der Hand.

Edit:
Wer soll sonst Multilayer und Durchkontaktierungen erstellen wenn nicht der der das Layout macht? Es ist völlig egal von wem die Software ist. Es kommt im Grunde nur darauf an wie groß der fertige Bauteilvorrat der Software ist. Und die wird bei Target stetig ausgebaut. Oder man baut sich sein eigenes und nutzt dazu die Vorlagen der vorhandenen.

Wenn der Leiterbahnabstand zu gering wird, oder ich mehr als ein Layer habe, oder ich viele Bohrung (Pins/Vias) habe, greife ich zum Platinenhersteller. Andernfalls ätze ich die Teile selber. Den meist brauche ich von den Platinen nicht umbedingt mehr als 1-2 Stk.

Mir ist nur eine Firma(ist glaub eine Uni), die eine Software mitliefert. Und das ist Fritzing (Standord Berlin?). Habe da bereits einmal bestellt zu Beginn, als die WS2812 rauskamen, es aber keine SinglePCBs gab. Da warst du an die Software gebunden. Eine Ausgabe als GERBER File war nicht möglich.

Aber das Multilayer ist schon jedem selbst überlassen, das werden die dir nicht abnehmen. Abgesehen davon würde ich das 2. Layer nicht für Bauteile nutzen. Lediglich Bahnen brücken sowie Beschriftungen, die einfach nicht auf dem ersten Layer Platz haben.

@Stefan:
Hab das Layout denke mal soweit fertig, morgen einmal noch die Kontrolle und dann geht es ab zum Chinesen :wink:

Hallo,

welchen Chinesen? Läßt Du Leiterplatten in China fertigen? Hab gerade >10 Angebote für mich eingeholt, so minimal größer wie Arduino Mega. Da reicht die Preisspannweite von 60,- bis sagenhafte 400,- Euro. Bei 60,- gibts aber keinen Bestückungsdruck.

Wow, wie viel lässt du denn machen?

schau doch mal hier vorbei --> iteadstudio.com

da hatte ich meine Tropfenbox Platinen machen lassen und die sind richtig gut geworden. --> Hier findest du auch verschiedene Bilder im Anhang in einer der PDF`s war das glaube ich davon. muss ich noch mal raus suchen wo das war.

das Problem ist nur das die etwas Länger brauchen bis das dann hie ist, da der DE Zoll das glaube ich Künstlich zurückhält. ... denn ich habe recht schnell die Versand Bestätigung bekommen hat dann aber länger gedauert bis es da war.

EDIT: das ging schnell: --> hier sind ein Paar Bilder der Platine: Aufbau.pdf, Bildschirmfoto 2014-08-11 um 08.48.42.png

EDIT 2: Preis

für 10 identische Platinen (10x10cm):

Platinen 19,90 US $

+ Versand 8,98 US $

= Summe 28,88 US $ = 21,92 EURO

das macht pro Platine 2,20 EUR

Beidseitig Leiterbahnen, Schutzlack, Siebdruck und Durchkontaktierung.

Hallo Doc,

deutsche, bzw. europäische PCB Hersteller sind für meine Kleinserien (< 10Stk) absolut nicht lohnenswert.

Ich versuche, immer alles auf 5x5cm PCB zu bekommen.

Für 10 Platinen (2-Layer, Durchkontaktierung, Siebdruck Oben und Unten, Lötstopplack Oben und Unten, Verzinnt (HASL)) bezahle ich inkl. Versand ~14€. Macht 1,40€/Platine. Wo soll da noch einer drunterkommen, selbst bei größeren Auflagen wird es schwierig. Das ist bei itead.

Nun wollte ich demnächst einmal bei elecrow in China bestellen. Die Platinen kosten das gleiche (jedoch kostenlose Farbwahl!) und werden laut einem anderem Forum beim gleichen Hersteller gefertigt. Ich komme da inkl Versand ~ 12,50€

hi,

ich hab' 2x bei iteadstudio bestellt, beide male hochzufrieden. nicht mal 30 euro für 10 stück 10x10 inkl. porto. 2 layer, durchkontaktierungen, bestückungsdruck, schnitt nach vorgabe, alles inklusive.

gruß stefan